Pemba (Mosambik)

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Pemba
Pemba (Mosambik)
Pemba
Pemba
Koordinaten 12° 58′ S, 40° 33′ OKoordinaten: 12° 58′ S, 40° 33′ O
Basisdaten
Staat Mosambik

Provinz

Cabo Delgado
Distrikt Vorlage:Infobox Ort/Wartung/V-Ebene
Höhe 30 m
Fläche 194 km²
Einwohner 201.846 (2017)
Dichte 1.040,4 Ew./km²

Pemba, früher Porto Amélia, ist eine Hafenstadt im Norden von Mosambik.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pemba ist Hauptstadt der Provinz Cabo Delgado und deren wirtschaftliches und administratives Zentrum. Die Stadt liegt am Südrand einer Lagune (13.000 ha) des Indischen Ozeans.

Pemba
Klimadiagramm
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Pemba
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 31,4 31,4 31,6 31,3 30,6 29,2 28,6 29,2 30,0 30,7 31,3 31,7 Ø 30,6
Min. Temperatur (°C) 24,2 24,0 23,9 23,4 21,7 20,3 19,7 20,1 21,2 22,7 24,1 24,6 Ø 22,5
Niederschlag (mm) 155 165 192 127 24 16 16 5 5 10 34 127 Σ 876
Sonnenstunden (h/d) 6,5 6,2 6,5 7,2 7,7 7,5 7,3 8,4 8,7 9,3 9,2 7,5 Ø 7,7
Regentage (d) 11 10 12 10 3 2 2 1 1 2 3 8 Σ 65
Luftfeuchtigkeit (%) 80 82 81 76 74 72 71 71 72 73 74 77 Ø 75,2
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Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahl wird auf etwa 200.000 geschätzt (2017). Hier leben Macua, Makonde und Mwani. ChiMacua ist die häufigste Sprache neben Portugiesisch, viele Einwohner sprechen auch Swahili als Fremdsprache.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 14. Jahrhundert ist hier ein Handelsplatz nachgewiesen. Die Portugiesen unterhielten seit dem 17. Jahrhundert an diesem Ort eine kleine Niederlassung, aber erst 1904 verlegte die Companhia do Niassa (Njassagesellschaft) ihren Hauptsitz hierher.

1843 rebellierten die Völker in Pemba gegen die portugiesische Herrschaft, der sie tributpflichtig waren.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Altstadt besteht überwiegend aus traditionellen Holzhütten und befindet sich in einem Wald von Baobab-Bäumen. Es gibt einen Suq mit traditionellen Silberschmieden. In der Neustadt finden sich Gebäude aus der Kolonialzeit, darunter ein sehr imposanter Palast. Die restlichen Häuser dort sind einfache Betonbauten, wie sie in vielen Orten Afrikas zu finden sind.

Die südlich des Stadtzentrums gelegene Praia do Wimbe (Wimbe-Strand) bietet einen etwa 8 km langen feinen Sandstrand. Dort befinden sich mehrere Hotels und Restaurants unterschiedlicher Preisklassen, ein Casino, zwei Tauchbasen und mehrere Bars und Nachtclubs.

Die vorgelagerten Korallenriffe sind für Touristen zum Fischen und Tauchen attraktiv. Daneben ist die Stadt Ausgangspunkt für Reisen in das Quirimbas-Archipel und nach Ibo.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit den traditionellen Daus wird Fischerei und Handelsverkehr (vor allem mit Tansania) betrieben.

Die Stromversorgung ist zuverlässig, die Mobilfunkabdeckung flächendeckend. Viele im Hinterland tätige Hilfsorganisationen nutzen die gute Infrastruktur und unterhalten Büros in der Stadt.

Der Flughafen von Pemba
(in den 1960ern von Maria Carlota Quintanilha und João José Tinoco entworfen)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt eine öffentliche Buslinie, Sammel- und Einzeltaxis sowie zwei Mietwagenagenturen. Seit 2005 ist die Straße nach Montepuez zu einer asphaltierten Schnellstraße ausgebaut. In Pemba beginnt die Fernstraße EN1, auf der man in den Süden des Landes bis nach Maputo gelangt.

Der internationale Flughafen, bietet pro Woche 5 Direktflüge nach Johannesburg sowie dreimal wöchentlich Flüge nach Daressalam und 4 Flüge pro Woche nach Nairobi. Im Inlandsflugverkehr bestehen täglich mindestens eine Verbindung nach Maputo, mit Zwischenlandung(en) entweder in Beira und/oder Nampula beziehungsweise Inhambane.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt beherbergt die Universidade Católica de Moçambique (UCM), eine private Universität, die 1996 von der katholischen Kirche gegründet wurde und deren Abschlüsse staatlich anerkannt sind. Daneben gibt es eine staatliche Fachhochschule.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pemba – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien