Pemfling

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Pemfling
Pemfling
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Pemfling hervorgehoben

Koordinaten: 49° 16′ N, 12° 37′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Höhe: 431 m ü. NHN
Fläche: 44,53 km2
Einwohner: 2241 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km2
Postleitzahl: 93482
Vorwahl: 09971
Kfz-Kennzeichen: CHA, KÖZ, ROD, WÜM
Gemeindeschlüssel: 09 3 72 146
Gemeindegliederung: 28 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 13
93482 Pemfling
Website: www.pemfling.de
Erster Bürgermeister: Franz Haberl (CSU)
Lage der Gemeinde Pemfling im Landkreis Cham
Lohberg (Bayern)LamArrachHohenwarth (Landkreis Cham)GrafenwiesenNeukirchen beim Heiligen BlutEschlkamFurth im WaldGleißenbergArnschwangBad KötztingRimbach (Oberpfalz)BlaibachWaldmünchenTreffelsteinTiefenbach (Oberpfalz)RötzSchönthal (Oberpfalz)Weiding (Landkreis Cham)ChamerauMiltachWillmeringStamsriedPösingZandtTraitschingChamerauRundingCham (Oberpfalz)PemflingWaffenbrunnSchorndorf (Oberpfalz)MichelsneukirchenRodingWalderbachReichenbach (Landkreis Cham)Rettenbach (Oberpfalz)Falkenstein (Oberpfalz)Zell (Oberpfalz)Wald (Oberpfalz)TschechienLandkreis SchwandorfLandkreis RegenLandkreis Straubing-BogenLandkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild

Pemfling ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Cham. Das gleichnamige Pfarrdorf ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Dorfteich mit Pfarrkirche St. Andreas in Pemfling
Blick vom Chamer Weinberg nach Pemfling

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pemfling liegt in der Region Regensburg nahe der Kreisstadt Cham (Oberpfalz) im Naturpark Oberer Bayerischer Wald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 28 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Es gibt die Gemarkungen Engelsdorf, Grafenkirchen, Kager, Pemfling, Pitzling und Rhanwalting. Teile der Gemarkung Rhanwalting befinden sich auch in Cham und Waffenbrunn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1267 bis Mitte des 15. Jahrhunderts ist der Ortsadel der Pemflinger nachweisbar. Pemfling gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Cham des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1946 wurde die ehemalige Gemeinde Kager eingegliedert. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern kam am 1. Januar 1972 die Gemeinde Engelsdorf mit ihren Gemeindeteilen Albersdorf, Engelsdorf, Höfenmühle, Oberdeschenried, Rannersdorf und Schiltlmühle und die Gemeinde Pitzling mit den Gemeindeteilen Au, Aumühle, Bierlhof, Frieding, Großbergerdorf, Pitzling und Ried hinzu, sowie Gebietsteile der Gemeinde Rhanwalting mit dem Ort Elsing.[3] Grafenkirchen mit den Gemeindeteilen Beutelsbach, Birkmühle, Höllmühle, Löwendorf und Schmitzdorf folgte am 1. Mai 1978.[4][5] Vom 1. Mai 1978 bis 31. Dezember 1979 gehörte Pemfling der Verwaltungsgemeinschaft Willmering an, seit 1. Januar 1980 hat die Gemeinde wieder eine eigene Verwaltung.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2095 auf 2224 um 129 Einwohner bzw. um 6,2 %.

Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 1966 1942 2083 2176 2212 2252 2254 2256 2217

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeinderat sitzen 14 ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger.[6] Die Gemeinderatswahl am 15. März 2020 führte bei einer Wahlbeteiligung von 77 % zu folgendem Ergebnis:

Partei Stimmenanteil Sitze
CSU 40,2 % 6
Freie Wähler 37,2 % 5
Parteifreie Wählerschaft 22,6 % 3

Erster Bürgermeister Bürgermeister ist seit 1. Mai 2008 Franz Haberl (CSU); er wurde zuletzt am 15. März 2020 mit 58,8 % der gültigen Stimmen wieder gewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Pemfling
Blasonierung: „Unter silbernem Schildhaupt, darin ein blauer Kantenlinksbalken, in Rot über einem silbernen schwebenden Andreaskreuz ein silberner Zickzackbalken.“[7]

Das Wappen wird seit 1983 geführt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenansicht der Pfarrkirche Pemfling
  • Das älteste Gebäude des Ortes war bis zum Abriss im Jahr 2010 der Zehentstadel, dessen Grundmauern noch aus dem Mittelalter stammten. Der Abriss des denkmalgeschützten und ortsprägenden Gebäudes wurde vom Landratsamt auf Betreiben der Eigentümer genehmigt. Der Eigentümer argumentierte mit unzumutbaren Wohnverhältnissen und plant, dafür einen Neubau zu erstellen.[8]
  • Burg Kager
  • Schloss Pemfling

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 gab es in der Gemeinde 248 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 920 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 672 Personen größer als die der Einpendler. 24 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 86 landwirtschaftliche Betriebe; von der Gemeindefläche waren 2222 Hektar landwirtschaftlich genutzt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • Kindertagesstätte mit 62 Plätzen und 76 Kindern (Stand 1. März 2018) und
  • Grundschule mit fünf Lehrkräften und 65 Schülern (Schuljahr 2018/19).[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Pemfling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Pemfling in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. Januar 2018.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 439.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 643.
  5. Genealogie-Netz, abgerufen am 16. August 2020
  6. Gemeinderatsglieder, abgerufen am 16. August 2020
  7. Eintrag zum Wappen von Pemfling in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  8. Siehe Bayernteil der Süddeutschen Zeitung vom 16. Juni 2010
  9. Grundschule Pemfling in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 16. August 2020.