Pendeltåg (Stockholm)

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Logo von Stockholms pendeltåg Pendeltåg
Strecke der Pendeltåg (Stockholm)
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:15 kV, 16,7 Hz ~
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Uppsala C Übergang zum Regional- und Fernverkehr
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Knivsta Übergang zum Regionalverkehr
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Flughafen Arlanda Übergang zum Regional- und Fernverkehr
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Märsta Übergang zum Regionalverkehr
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Rosersberg
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Upplands Väsby
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Rotebro
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Norrviken
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Häggvik
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Sollentuna
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Helenelund
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Ulriksdal
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Solna
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Bålsta Übergang zum Regional- und Fernverkehr
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Bro
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Kungsängen
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Kallhäll
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Jakobsberg
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Barkarby
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Spånga
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Sundbyberg Übergang zur U-Bahn Übergang zum Regional- und Fernverkehr
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Karlberg (bis 9.7.2017)
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Stockholm Odenplan Übergang zur U-Bahn
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Stockholm City Übergang zur U-Bahn Übergang zum Regional- und Fernverkehr
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Stockholms södra
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Årstaberg Übergang zur Tvärbanan
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Älvsjö
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Farsta strand Übergang zur U-Bahn
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Trångsund
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Skogås
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Handen
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Jordbro
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Västerhaninge
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Krigslida
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Tungelsta
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Hemfosa
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Segersäng
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Ösmo
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Nynäsgård
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Gröndalsviken
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Nynäshamn Übergang zu den Fähren nach Visby, Ventspils und Danzig
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Stuvsta
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Huddinge
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Flemingsberg Übergang zum Regional- und Fernverkehr
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Tullinge
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Tumba
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Rönninge
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Östertälje
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Södertälje centrum
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Södertälje hamn
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Södertälje Syd Übergang zum Regional- und Fernverkehr
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Järna
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Mölnbo
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Gnesta Übergang zum Regionalverkehr
Logo des Pendeltåg
Pendeltåg der Baureihe X60

Stockholms pendeltåg ist ein mit der S-Bahn in Deutschland vergleichbares Vorortzugsystem in Stockholm in Schweden, wobei jedoch teilweise die Gleise des Fernverkehrs mitbenutzt werden. Die Züge verkehren auf zwei Linien zum größten Teil in der Provinz Stockholms län. Drei Endstationen, Uppsala, Bålsta und Gnesta, liegen in den Provinzen Uppsala län beziehungsweise Södermanlands län. Am Tag fahren die Züge im Viertelstundentakt und abends im Halbstundentakt. Während der wochentäglichen Hauptverkehrszeiten morgens und abends verkehren einige zusätzliche Züge. Insgesamt liegen am gesamten Streckennetz 53 Stationen.

Der Verkehr läuft über die Gleisanlagen von Trafikverket und wird von AB Storstockholms Lokaltrafik, kurz SL, betrieben. SL stellt die Fahrzeuge, der Betrieb wird an private Unternehmen ausgeschrieben. Bis Juni 2006 war das Unternehmen Citypendeln der Betreiber, danach übernahm Stockholmståg den Verkehr. Stockholmståg gewann 2005 die Neuausschreibung, nachdem der Betrieb durch Citypendeln nicht zufriedenstellend durchgeführt werden konnte. Stockholmståg ist eine Tochtergesellschaft der schwedischen Staatsbahn Statens Järnvägar.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Stockholm schienengebundenen öffentlichen Nahverkehr. Dieser wurde von SJ und anderen Eisenbahngesellschaften betrieben. In den 1960er-Jahren wollte SJ aus Kostengründen den Nahverkehr abgeben. Die Stadt Stockholm und das Stockholmer län (zu dem Stockholm zu dieser Zeit noch nicht gehörte) einigten sich darauf, dass SL in Zukunft sämtlichen Schienennahverkehr in Stockholms län übernehmen solle. SL bestimmte nun Fahrpreise und Verkehrsangebot, während SJ weiterhin für SL die Gleisanlagen sowie Züge und Personal bereitstellte. Der Verkehrsapparat sollte ausgebaut und „U-Bahnmäßig“ betrieben werden. Die Bahnhöfe wurden ausgebaut und neue Zugeinheiten angeschafft. Die ersten Züge der Baureihe X1 wurden im Mai 1968 offiziell eingesetzt und zunächst als „SL förortståg“ (SL Vorortzug) und danach als „SL lokaltåg“ (SL Lokalzug) bezeichnet, bevor gegen Anfang der 1980er-Jahre die Bezeichnung Pendeltåg zum ersten Male offiziell verwendet wurde.

Zunächst fuhren die Pendeltåg-Züge auf den gleichen Gleisen wie der restliche SJ-Güter- und Fernverkehr. Bald machten sich Kapazitätsengpässe bemerkbar und es wurde entschieden, auf den am meisten frequentierten Strecken eigene Gleise für den Vorortverkehr zu bauen. An den Stellen, wo die Gleisanzahl von zwei auf vier verdoppelt wurde, sollten die Vorortzüge die inneren Gleise verwenden. Der restliche Verkehr sollte über die äußeren Gleise geführt werden. Der erste viergleisige Abschnitt wurde 1972 zwischen Årstabron und Älvsjö in Betrieb genommen. Zwischen 1986 und 1996 wurden weitere vierspurige Abschnitte errichtet.

Die nächsten Erweiterungen des Vorortzugnetzes waren die Strecke KungsängenBålsta, die im August 2001, sowie der Haltepunkt Årstaberg, der im Januar 2006 in Betrieb genommen wurde. Außerdem wurden die Streckenabschnitte Västerhaninge – Tungelsta sowie Södertälje centrum – Södertälje hamn zweigleisig ausgebaut.

Im Dezember 2012 wurde eine neue Linie zwischen Älvsjö und Uppsala über Upplands Väsby und dem Flughafen Stockholm/Arlanda in Betrieb aufgenommen. Sie ersetzt auf der Strecke zwischen Uppsala und Upplands-Väsby die entsprechende Linie des UL-Verkehrsverbundes (Upptåget) des benachbarten Uppsala län.

Bis Mitte 2017 mussten sich im Zentrum Stockholms die Vorortzüge die Gleise mit dem Güter- und dem Fernverkehr teilen, was zu großer Verspätungsanfälligkeit führte. Abhilfe brachte hier die Citybana, ein zweigleisiger Tunnel mit zwei neue Bahnhöfen unter dem Stadtzentrum, der nur von den Vorortzügen benutzt wird. Dadurch hat der Vorortverkehr nun eigene Gleise zwischen Järna bzw. Nynäshamn und Upplands Väsby.

Auf dem Zweig nach Bålsta werden seit Ende 2012 eigene Gleise bis Kallhäll gebaut.[1] Die Teilstrecke Barkarby–Kallhäll sowie zwei zusätzlich Brücken bei Tomteboda wurden Ende 2016 fertiggestellt, Spånga–Barkarby ist in Bau. Der verbleibende Abschnitt Tomteboda–Spånga wird erst 2028 fertiggestellt werden, weil in diesem Zusammenhang der Bahnhof Sundbyberg tiefgelegt werden soll.

Seit 10. Dezember 2017 gibt es neue Linien mit neuen Nummern.[2] Eingeführt wurden die sogenannten Snabbtåg (mit einem X in der Linienbezeichnung), die nicht an allen Stationen halten.[3]

Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie alte Nummer Strecke Reisezeit Länge Stationen
J40 J38
(bis Älvsjö)
UppsalaSödertälje centrum 1:41 h 25
J41
J41X
J36 MärstaSödertälje centrum
MärstaTumba
1:24 h
1:00 h
74 km
 
24
20
J42X - MärstaNynäshamn
MärstaÄlvsjö
1:27 h
0:41 h
J43
J43X
J35 BålstaNynäshamn
KallhällNynäshamn
1:42 h
1:22 h
107 km
 
28
25
J48 J37 Södertälje centrumGnesta 0:24 h 30 km 6

Die Expresslinie 43X hält nicht an Trångsund, Skogås und Krigslida, 42X zusätzlich nicht an Rotebro, Norrviken, Häggvik und Ulriksdal, analog die Linie 41X.

Eine weitere Linie mit der Nummer 44 ist seit Dezember 2017 geplant, aber noch nicht eingerichtet.[4][5]

Auf den Strecken Märsta–Södertälje und Kungsängen–Västerhaninge gibt es halbstündlichen Zugverkehr zwischen 5 Uhr morgens und 1 Uhr in der Nacht, mit zusätzlichem 15-Minutenverkehr tagsüber. Im Berufsverkehr gibt es außerdem noch einige zusätzliche Züge zwischen Tumba und Jakobsberg bzw. Nynäshamn und Upplands-Väsby, die dann im 7½-Minutentakt verkehren. Die Linie Södertälje Gnesta fährt hingegen im Berufsverkehr halbstündlich und mit bis zu zweistündigem Abstand zwischen den Zügen während der restlichen Zeit. In den Sommermonaten herrscht auf allen Strecken ausgedünnter Verkehr.

Die Pendeltåg werden mit elektrischen Wagen des Typs X60 betrieben. Maximal können die Züge zu 214 Meter langen Einheiten zusammengekoppelt werden, die 1.800 Passagiere aufnehmen können, wovon es für 750 davon Sitzplätze gibt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h und kann mit den modernen Triebwagen auf den Strecken nördlich von Kallhäll und nördlich von Rotebro sowie südlich von Järna erreicht werden. Auf dem restlichen Netz liegt die Geschwindigkeit zwischen den Stationen in der Regel zwischen 80 und 140 km/h. Die Durchschnittsgeschwindigkeit inklusive der Bahnhofsaufenthalte beträgt rund 60 km/h.

Bahnhöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 53 Haltepunkte im Pendeltågnetz und die allermeisten dieser Haltepunkte sind mit einem Mittelbahnsteig und ein oder zwei Eingängen mit Fahrscheinkontrollen ausgestattet. Einige Umsteigebahnhöfe haben mehrere Bahnsteige. Auf den Strecken Södertälje–Gnesta und Krigslida–Nynäshamn gibt es keine Fahrscheinkontrolle auf den Bahnhöfen. Die Fahrscheine werden stattdessen in den Zügen verkauft und kontrolliert.

In Stockholm City, Flemingsberg, Södertälje Syd, Gnesta, Sundbyberg, Bålsta, Arlanda und Uppsala gibt es Umsteigemöglichkeiten zum Regional- und Fernverkehr sowie zum Regionalverkehr in Märsta und Knivsta. In Stockholm City, Stockholm Odenplan, Sundbyberg und Farsta Strand gibt es Übergangsmöglichkeiten zum U-Bahn-Netz; in Årstaberg, Sundbyberg, Solna und (ab 2023) Helenelund zur Tvärbanan.

Obwohl die Züge maximal 214 Meter lang sind, hat der längste Bahnsteig eine Länge von 320 Metern, womit er der längste Bahnsteig im ganzen Stockholmer Nahverkehr ist. Er befindet sich in der Station Handen. Er wurde so lang gebaut, um die Strecke zwischen den beiden Ausgängen zu überbrücken.[6]

Die beiden Bahnhöfe Stockholm City und Odenplan haben Bahnsteigtüren. Der Fahrer muss auf 75 cm genau an der vorgesehenen Stelle halten, damit sich Zugtüren und Bahnsteigtüren an derselben Stelle öffnen können.

Passagiere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeden Tag werden rund 325.000 Reisen mit den Pendeltåg unternommen. Insgesamt werden an einem normalen (Winter-)Werktag mehr als 5,8 Millionen Personenkilometer mit den Pendeltåg zurückgelegt. Die zehn meistbenutzten Bahnhöfe[7] (Anzahl einsteigende Passagiere in die Pendeltåg an einem Winterwerktag 2016):

# Haltepunkt Anzahl zusteigender Passagiere
1. Stockholm C 64 200
2. Stockholms södra 17 100
3. Karlberg 15 900
4. Älvsjö 15 100
5. Solna 13 500
6. Flemingsberg 11 700
7. Sundbyberg 11 300
8. Sollentuna 11 000
9. Årstaberg 10 600
10. Jakobsberg 9 200
.
53. Hemfosa 100

Wagentypen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Pendeltåg des Typs X10 bei der Einfahrt in Årstaberg

In Betrieb:

Nicht mehr in Betrieb:

  • X10 (1982–2017)
  • X20/X23 (2001–2002)
  • Bn (2001–2003), „dansktåg“ (dänischer Zug)
  • X420 (2002–2005), „tysktåg“ (deutscher Zug)
  • X1 (1967–2011)

Depots[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1968 wurden die Züge im Depot Älvsjö gewartet. 2006 wurde ein Depot in Upplands-Bro in Betrieb genommen und 2009 folgte ein weiteres in Södertälje-Hamn[8]. Einige Züge werden an den Stationen Kungsängen, Märsta, Sundbyberg, Västerhaninge und Tumba abgestellt.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Trafikverket: Mälarbanan (schwedisch)
  2. SL-Fahrpläne
  3. SLL: Grönt ljus för pendeltågen 2018
  4. Försenad start för en av nya pendeltågslinjerna
  5. Nya tåglinjen skjuts upp igen
  6. Metro 13. Oktober 2008, SL-Werbung. Haninge Centrum
  7. Påstigande vintervardag 2016 (PDF; 11 MB)
  8. SL Jahresbericht 2009 (schwedisch, PDF; 3,4 MB). Archiviert vom Original am 7. September 2010; abgerufen am 5. Februar 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stockholms pendeltåg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien