Penguin Books

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Penguin Books Limited
Rechtsform Private Limited Company
Gründung 1880er Jahre
Sitz London
Branche Verlag
Website www.penguin.com
Stand: 14. Mai 2017 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2017
Die 80 Little Black Classics, die im Jahr 2015 zum 80. Geburtstag des Verlags veröffentlicht wurden

Penguin Books ist ein international tätiger Verlag, der seit Juli 2013 zur Verlagsgruppe Penguin Random House gehört. Seine Tochtergesellschaft in den Vereinigten Staaten firmiert als Penguin Group (USA) LLC. Im Jahr 2011 machte Penguin über 1 Milliarde Pfund Umsatz und über 100 Millionen Pfund Gewinn.[1]

Zu Penguin gehören als Sachbuchsparte Dorling Kindersley und die Reiseführer Rough Guides.

Der Verlag Penguin hatte großen Einfluss auf die britische Gesellschaft und darüber hinaus.[2][3] Im Jahr 1960 wurde er wegen seiner gegen die herrschende Moral verstoßenden Taschenbuchausgabe von Lady Chatterley's Lover angeklagt, setzte sich im Prozess durch, und beendete damit eine lange währende systematische Zensur.[4] In den späten 1980er Jahren war es der Verlag Penguin, der Die Satanischen Verse im englischen Original veröffentlichte.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Penguin Books geht zurück auf The Bodley Head. Der Verlag wurde in den 1880er Jahren ins Leben gerufen und später von Allan Lane übernommen.[6] Sein Ziel war es, hochwertige Literatur zu erschwinglichen Preisen für ein breites Publikum anzubieten - vor allem in Form von Taschenbüchern.[7] Der erste Titel unter der Marke Penguin mit einem Einband in Orange wurde bereits während Lanes Tätigkeit bei The Bodley Head veröffentlicht[8], später waren sowohl Name als auch Farbe wichtiger Bestandteil der Marke.[9] Das erste Logo des Unternehmens entstand aufgrund der Zeichnung eines Pinguins im Londoner Zoo, später erreichte Penguin Books große Bekanntheit im englischsprachigen Raum.[10]

Zu den ersten zehn Büchern, die Allan Lane 1935 unter der neuen Bezeichnung veröffentlichte, zählten Werke von Agatha Christie, André Maurois, Compton Mackenzie, Dorothy L. Sayers und Ernest Hemingway.[11] Maßgeblich für die Entwicklung von Penguin Books nach dem Zweiten Weltkrieg war die Einführung von Penguin Classics[6], einer Reihe von Werken des Kanons der Literatur. Sie begann mit einer Übersetzung der Odyssee des griechischen Dichters Homer.[12] 1961 startete der Handel mit Aktien von Penguin Books an der London Stock Exchange, der Börsengang war vielfach überzeichnet.[13] Jedoch geriet das Unternehmen in den folgenden Jahren in wirtschaftliche Schwierigkeiten, was schließlich zur Übernahme durch den Pearson-Konzern im Jahr 1971 führte. Der Gründer des Verlags Allan Lane war ein Jahr zuvor verstorben.[14]

Penguin-Buchreihen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Imprints[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Penguin Books (UK) sind u.a. folgende Imprints verbunden:

  • Allen Lane
  • Dorling Kindersley
  • Fig Tree
  • Hamish Hamilton
  • Michael Joseph
  • Ladybird
  • Pelican Books
  • Puffin
  • Rough Guides
  • Viking
  • Frederick Warne (Flower Fairies, Peter Rabbit, Spot)

Bei Penguin Group (USA) sind u.a. folgende Imprints verbunden:[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Penguin Books – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Press Release (PDF; 194 KB) Pearson PLC. S. 2. 27. Juli 2012. Abgerufen am 15. November 2015.
  2. Anne Trubek: How the Paperback Novel Changed Popular Literature. Smithsonian Institution. 30. März 2010.
  3. Henning Hoff: By Design. Die Zeit. 16. November 2005.
  4. Geoffrey Robertson: The trial of Lady Chatterley's Lover. The Guardian. 22. Oktober 2010.
  5. Kenan Malik: Changing landscape of free speech. The Hindu. 12. Februar 2014.
  6. a b Jeremy Lewis: The Life and Times of Allen Lane. Viking, 2006, ISBN 978-0-14-101596-5 (Goodbye to The Bodley Head).
  7. Henning Hoff: By Design. In: Zeit Online. 16. November 2005, abgerufen am 21. März 2014.
  8. Olaf Blaschke: Verleger machen Geschichte. Buchhandel und Historiker seit 1945 im deutsch-britischen Vergleich. Wallstein, Göttingen 2010, ISBN 978-3-8353-0757-5, S. 107.
  9. Jessica Fäcks: Der Verlag als Marke. Die Etablierung von Penguin Books durch werbepsychologische Ästhetik seiner Buchreihengestaltung. Grin Verlag, Ravensburg und München 2013, ISBN 978-3-656-45014-6.
  10. Gina Thomas: Das Ende einer Marke. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 29. Oktober 2012, abgerufen am 21. März 2014.
  11. The Original 10. Where Are They Now? Penguin Books, abgerufen am 21. März 2014 (englisch).
  12. Simon Eliot, Jonathan Rose: A Companion to the History of the Book. John Wiley & Sons, 2009, ISBN 978-1-4051-9278-1.
  13. Fifty Penguin Years. Published on the Occasion of Penguin Books' Fiftieth Anniversary. Penguin Books, 1985, S. 83.
  14. The Penguin Group history. Pearson, abgerufen am 21. März 2014 (englisch): „Sir Allen Lane died in 1970 and that same year, Pearson bought Penguin.“
  15. Penguin: Publishers/Imprints. Abgerufen am 29. Mai 2012.