Penguin Island (Antarktis)

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Penguin Island
Gewässer Südlicher Ozean
Inselgruppe Südliche Shetlandinseln
Geographische Lage 62° 6′ 0″ S, 57° 56′ 0″ WKoordinaten: 62° 6′ 0″ S, 57° 56′ 0″ W
Penguin Island (Südliche Shetlandinseln)
Penguin Island
Länge 1,6 km
Höchste Erhebung Deacon Peak
170 m
Einwohner (unbewohnt)
Lage von Penguin Island vor der Südküste der King George Island
Lage von Penguin Island vor der Südküste der King George Island

Penguin Island (spanisch Isla Pingüino), auch bekannt als Georges Island, ist eine der Südlichen Shetlandinseln in der Antarktis.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ovale Insel mit einem Durchmesser von 1,6 Kilometern liegt einen Kilometer südöstlich von Turret Point an der Südküste von King George Island und markiert den östlichen Eingang zur King George Bay. Der höchste Punkt der Insel ist der erloschene Schichtvulkan Deacon Peak mit 170 Metern Höhe. Im Nordosten gibt es einen Kratersee. Mit Ausnahme eines Strandabschnitts im Norden ist die Insel von einem niedrigen Kliff umgeben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Penguin Island wurde im Jahre 1820 durch den britischen Entdecker Edward Bransfield entdeckt. Weil sehr viele Pinguine die Küste der Insel bevölkerten, benannte er sie nach ihnen.

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vegetation besteht hauptsächlich aus Flechten und Moosen. An höheren Arten kommen nur die Antarktische Schmiele und die Antarktische Perlwurz vor.

Auf der Insel brüten Zügel- und Adeliepinguine ebenso wie Riesensturmvögel, Antipodenseeschwalben, Dominikanermöwen und Skuas, wahrscheinlich auch Weißgesicht-Scheidenschnäbel und Buntfuß-Sturmschwalben. BirdLife International weist Penguin Island deshalb als Important Bird Area (ANT064) aus.[1] An flachen Küstenabschnitten sind häufig Südliche See-Elefanten und Weddellrobben anzutreffen.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Penguin Island wird im Sommer regelmäßig von kleineren Kreuzfahrtschiffen (bis 200 Passagiere) angelaufen. Besucher gehen am flachen Nordufer an Land und besteigen den Deacon Peak oder besuchen die Kolonie der Zügelpinguine.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. C. M. Harris et al.: Important Bird Areas in Antarctica 2015, BirdLife International and Environmental Research & Assessment Ltd., Cambridge 2015, S. 82 f. (englisch)