Peninna

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Peninna ist im Alten Testament im 1. Buch Samuel eine Frau Elkanas.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der hebräische Name פְּנִנָּה pəninnāh leitet sich von der Wurzel פּנן pnn ab, welche im Masoretischen Text nicht vorkommt, aber in Anschluss an die wahrscheinlich verwandte Wurzel פּנה pnh „wenden“ mit „umbiegen / wenden“ übersetzt wird. Auf diese Wurzel zurückgehende Substantive sind פִּנָּה pinnāh „Mauerzacke / Zinne / Ecke“ und פְּנִינִים pənînîm, das gewöhnlich mit „Perlen“ übersetzt wurde, wobei „(eckige und verästelte) Korallen“ wohl zutreffender ist (nach Klgl 4,7 EU waren diese Korallen rot). Daher bedeutet auch der Name Peninna „Koralle“.[1]

In der Septuaginta wird der Name mit Φεννανα Pennana wiedergegeben.

Biblische Erzählung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peninna ist gemäß 1 Sam 1,2 EU nach Hanna die zweite Frau des Zufiters Elkana aus Ramatajim. Ihrem Mann gebar sie Söhne und Töchter, während Hanna zunächst kinderlos blieb. Jedes Jahr zog Elkana nach Schilo, um dort JHWH Opfer darzubringen, nämlich Anteile für Peninna und ihre Kinder, aber für Hanna einen doppelten Anteil. In 1 Sam 1,6 EU wird Peninna als „Rivalin“ Hannas bezeichnet, da sie Hanna wegen ihrer Kinderlosigkeit „kränkte und demütigte“.

Wirkungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hexenhammer (I, 6) bezeichnet den Zank zwischen Peninna und Hanna als einen Grund für die Ausbreitung der Hexen. Der deutsche Barockdichter Friedrich von Logau bedachte Peninna in seinen Sinngedichten mit einem Reimspruch:

„Wann man sagt von Frauenschwächen, lacht Peninna dieser Wercke; Was den andren bringet Schwäche, dienet ihr zu einer Stärcke.“

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Gesenius, Hebräisches und Aramäisches Handwörterbuch, 18. Aufl. 1995, S. 645.649f.