Pepperball

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SEK-Polizist mit Pepperballgewehr in Dresden

Pepperballs (Pfefferspraygeschosse) sind eine Munition, die von der Polizei ähnlich wie Pfefferspray eingesetzt wird, aber über größere Distanz mit einem Gewehr verschossen wird, vergleichbar mit dem Beschuss durch einen Paintball. Die Kapseln sind mit Pfefferstaub bestückt.

Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihr Einsatz ist umstritten und fand offenbar erstmals in der Praxis bei der Auflösung von Sitzblockaden gegen eine NeonaziDemonstration in Dresden am 19. Februar 2011 statt. Kurz zuvor erließ das Landesinnenministerium die Pepperball-Vorschrift „VwV PeBa SEK“ und regelte, dass das sächsische Spezialeinsatzkommando (SEK) die mit Capsaicin II gefüllten Kugeln auf Menschen abfeuern durfte.[1]

Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Reizstoff wird mit einer speziellen Schusswaffe als Kapsel verschossen. Diese platzt bei einem Treffer auf eine Person auf und bedeckt diese mit dem Reizstoff. In Deutschland wurden solche Waffen erstmals im Februar 2010 per Verwaltungsbeschluss für die Sächsische Polizei nur bis Brusthöhe und darunter zugelassen, im übrigen Land nur zur Gefahrenabwehr gegen Angriffe durch Tiere. Bei Polizeikräften in den USA wurde eine Unterart dieser Waffe, der „TAC 700 Launcher“ der Pepperball Technologies Inc. teilweise wieder abgeschafft, nachdem 2004 eine Passantin in Boston durch einen Schuss ins Auge getötet wurde.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pepperballs gegen Nazi-Blockierer
  2. Night of chaos