Percha

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Percha (Begriffsklärung) aufgeführt.
Percha
(ital: Perca)
Wappen
Wappen von Percha
Karte
Location of Percha (Italy).png
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen – Südtirol
Bezirksgemeinschaft: Pustertal
Einwohner:
(VZ 2001/31.12.2016)
1.461/1.522
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2001)
94,86 % deutsch
4,29 % italienisch
0,84 % ladinisch
Koordinaten 46° 48′ N, 11° 59′ OKoordinaten: 46° 48′ N, 11° 59′ O
Meereshöhe: 892–3105 m s.l.m. (Zentrum: 972 m s.l.m.)
Fläche: 30,28 km²
Dauersiedlungsraum: 4,0 km²
Fraktionen: Aschbach, Nasen, Litschbach, Oberwielenbach, Platten, Unterwielenbach, Wielenberg
Nachbargemeinden: Bruneck, Gais, Rasen-Antholz, Sand in Taufers
Partnerschaft mit: Percha
Postleitzahl: 39030
Vorwahl: 0474
ISTAT-Nummer: 021063
Steuernummer: 00409340213
Bürgermeister (2015): Joachim Reinalter (SVP)

Percha ([ˈpɛrça]; italienisch Perca) ist eine Gemeinde mit 1522 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) in unmittelbarer Nähe zu Bruneck im Osten Südtirols (Italien). Das Zentrum des Hauptorts liegt im Pustertal in etwa 970 m Höhe.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Percha mit Blick Richtung Osten

Das Gemeindegebiet von Percha, 30,28 km² groß, nimmt nur einen kleinen Teil des in Ost-West-Richtung verlaufenden Pustertals ein. Der größte Teil der Gesamtfläche erstreckt sich im Berggebiet nordöstlich davon, das zu großen Teilen im Naturpark Rieserferner-Ahrn unter Schutz gestellt ist. Die Rienz bildet im Pusterer Talgrund die Südgrenze. Abgesehen vom Hauptort verteilt sich die Bevölkerung auf sieben Fraktionen.

Die dörflichen Siedlungen konzentrieren sich im Pustertal. Der Hauptort der Gemeinde, Percha (950–1050 m s.l.m.), liegt auf einem Plateau am Ostrand der sogenannten Brunecker Weitung, in der sich die nahe Stadt Bruneck ausdehnt. Östlich davon befinden sich der Reihe nach die Fraktionen Unterwielenbach (940–990 m), Litschbach (950–960 m) und – an der Grenze zu Rasen-AntholzNasen (1000–1040 m).

Nordöstlich über dem Talboden erhebt sich die Rieserfernergruppe. Von Unterwielenbach aus steigt das langgezogene Wielental bergan, in dem sich Oberwielenbach (1340–1410 m) befindet. Über dem Talschluss erreicht Percha an der Schwarzen Wand (3105 m) seinen höchsten Punkt. An den das Wielental östlich begrenzenden Hängen liegen Wielenberg (1120–1160 m) und etwas höher Platten (1400–1560 m). Oberhalb von Nasen befindet sich Aschbach (1320–1480 m).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet von Percha Ort war schon zur Römerzeit besiedelt, wie ein Meilenstein bei der Kirche belegt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister seit 1952:[1]

  • Anton Zingerle: 1952–1958
  • Franz Kostner: 1958–1960
  • Josef Mayr: 1960–1964
  • Gottfried Niederwolfsgruber: 1964–2002
  • Joachim Reinalter: 2003–

Ergebnisse Gemeinderatswahlen 2015:[1]

  • Südtiroler Volkspartei - 73,5 % - 11 Sitze
  • Die Freiheitlichen - 26,5 % - 4 Sitze

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtige Wirtschaftszweige in der Gemeinde sind der Tourismus mit etwa je 15.000 Nächtigungen im Sommer- und Winterhalbjahr, sowie insbesondere in den Bergfraktionen die Land- und Forstwirtschaft.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet befinden sich zwei Grundschulen im Hauptort Percha und in Oberwielenbach, die beide dem deutschen Schulsprengel der Nachbargemeinde Bruneck I angeschlossen sind.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bemerkenswert neben alten Höfen und Mühlen sind die Erdpyramiden von Platten, deren Wildheit und Zerbrechlichkeit gleichermaßen beeindruckt. Darüber hinaus bietet sich das Zentrum der Dolomiten für Wanderungen ins nahe Hochgebirge des Ahrntales und Antholzer Tales an.

Oberwielenbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberwielenbach ist mit ca. 300 Einwohnern die größte Fraktion und liegt nördlich des Hauptortes im Wielental. Der Dorfkern mit der im gotischen Stil erbauten Kirche liegt auf einer Höhe von 1350 m. Besonders beliebt ist Oberwielenbach als Ausgangspunkt für Wanderungen in den Naturpark Rieserferner-Ahrn, in den das Wielental zu einem großen Teil hineinragt. Den Talschluss bildet die Schwarze Wand (3105 m s.l.m.).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Passler (Hrsg.): Percha im Pustertal. Percha 1991 (online).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Percha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Bürgermeister der Gemeinden Südtirols seit 1952. In: Festschrift 50 Jahre Südtiroler Gemeindeverband 1954–2004. Südtiroler Gemeindenverband, S. 139–159, abgerufen am 16. November 2015 (PDF; 15 MB).
  2. Schulsprengel Bruneck I. Südtiroler Bürgernetz, abgerufen am 25. Oktober 2014.