Perdix (Mythologie)

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Die bekannteste Version der Geschichte von Perdix (griechisch πέρδιξ „Rebhuhn“), auch Talos oder Kalos genannt, findet sich in den Metamorphosen des Ovid, VIII 236-259.[1] Er ist der Neffe des berühmten Baumeisters Daidalos und wird von seiner Mutter, dessen Schwester, mit 12 Jahren zu seinem Onkel in die Lehre gegeben. Er beweist erstaunliches Talent und erfindet u. a. die Säge, den Zirkel und die Töpferscheibe. Daidalos wird neidisch auf ihn und stürzt ihn schließlich von Athenes heiliger Burg hinunter.

Doch Minerva ist begabten Menschen sehr gewogen, sie fängt den Jungen auf und verwandelt ihn in einen Vogel, genauer gesagt in ein Rebhuhn (Perdix perdix). Aus Angst vor der Höhe fliegt dieser neue Vogel jedoch immer nah am Boden[1].

Diese Metamorphose hat also zugleich eine erklärende als auch mahnende Funktion. Perdix, das Rebhuhn, war daraufhin nämlich ein ständiger Vorwurf für den neidischen Daidalos, u. a. scheint es Schadenfreude durch seine Laute auszudrücken als Daidalos seinen Sohn Ikarus, der zu nah an der Sonne geflogen war, so dass deren Hitze das Wachs seiner Flügel schmolz, auf Ikaria begraben muss.

In der Version von Apollodorus ist Perdix die Schwester des Daidalos; ihr Sohn heißt hingegen Talos[2].

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b E.Gottwein: Ovid: Metamorphosen, 8. Buch (deutsche Übersetzung v. R.Suchier). In: www.gottwein.de. Abgerufen am 16. Januar 2017.
  2. Apollodorus: Bibliothek Apollodors Buch 3.15.8 http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.01.0022%3Atext%3DLibrary%3Abook%3D3%3Achapter%3D15%3Asection%3D8