Pereleski (Kaliningrad, Tschernjachowsk)

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Siedlung
Pereleski/Mühle Keppurren (Friedrichsmühle)
Перелески
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Tschernjachowsk
Frühere Namen Keppuraschen Mühle (um 1774),
Keppurrensche Mühle (um 1785),
Mühle Keppurren (bis 1938),
Friedrichsmühle (1938–1946)
Bevölkerung 0 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40141
Postleitzahl 238162
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 239 822 012
Geographische Lage
Koordinaten 54° 32′ N, 21° 41′ OKoordinaten: 54° 31′ 54″ N, 21° 40′ 56″ O
Pereleski (Kaliningrad, Tschernjachowsk) (Europäisches Russland)
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Lage im Westteil Russlands
Pereleski (Kaliningrad, Tschernjachowsk) (Oblast Kaliningrad)
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Lage in der Oblast Kaliningrad

Pereleski (russisch Перелески, deutsch Mühle Keppurren, 1938–1946 Friedrichsmühle, litauisch Kepuriai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) und gehört zur Swobodnenskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Swoboda (Jänischken, 1938–1946 Jänichen)) im Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg).

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pereleski liegt 14 Kilometer südwestlich der Stadt Tschernjachowsk (Insterburg) und ist von Ugrjumowo (Matheningken, 1938–1946 Mattenau) aus über Werschinino (Kohlischken, 1928–1946 Hutmühle) zu erreichen. Bis 2009 war Ugrjumowo die nächste Bahnstation an der Bahnstrecke Tschernjachowsk–Schelenesdoroschny (Insterburg–Gerdauen) zur Weiterfahrt nach Polen, die außer Betrieb gesetzt wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der bis 1938 Mühle Keppurren (in Unterscheidung zu (Adlig) Keppurren, 1938–1946 Kranichfelde, russisch: Sibirskoje, heute nicht mehr existent) genannte Ort[2] wurde im Jahre 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk Blockinnen[3] (1938–1946 Blocken, russisch: Otradnoje) eingegliedert, der zum Kreis Insterburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Im jahre 1910 waren im Gutsbezirk Mühle Keppurren 70 Einwohner registriert[4].

Am 30. September 1928 ging die Eigenständigkeit des Gutsbezirks Mühle Keppurren verloren, als er nämlich in die Landgemeinde Kohlischken eingemeindet wurde, die sich ab genau dem Zeitpunkt in „Hutmühle“ (heute russisch: Werschinino) umbenannte, während der neue Ortsteil Mühle Keppurren den Namen „Friedrichsmühle“ erhielt.

Im Jahre 1945 kam das Dorf mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion und erhielt 1946 die jetzt russische Bezeichnung Pereleski. Ein Jahr später wurde der Ort dem Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg) zugeordnet und gleichzeitig in den Swobodnenski selski sowjet (Dorfsowjet Swoboda (Jänischken, 1938–1946 Jänichen)) eingegliedert. Aufgrund einer umfassenden Struktur- und Verwaltungsreform[5] ist Pereleski heute mit seinen derzeit 0 Einwohnern (Stand: 14. Oktober 2010[1]) eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) qualifizierte Ortschaft im Verbund der neu formierten Swobodnenskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Swoboda).

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die überwiegend evangelische Bevölkerung von Mühle Keppurren resp. Friedrichsmühle gehörte zum Kirchspiel der Kirche Jodlauken (1938–1946: Schwalbental, russisch: Wolodarowka) im Kirchenkreis Insterburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Pereleski im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Tschernjachowsk (Insterburg) mit Pfarrsitz für die Kirchenregion Tschernjachowsk in der Propstei Kaliningrad[6] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Friedrichsmühle
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Blockinnen/Güldenau
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Insterburg
  5. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 262 vom 30. Juni 2008, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  6. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info