Peribolos

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Der Peribolos (griechisch περίβολος „Umfriedung, Umzingelung“; von περὶ peri „herum“' und βάλλειν ballein „werfen, legen, setzen“), Mehrzahl: Periboloi,[1] ist die bauliche Umgrenzung eines als heilig geltenden Tempelbezirkes (Temenos) im antiken Griechenland. Ursprünglich eine einfache Mauer, wurde der Peribolos später mit Hallen und Säulengängen umzogen, mit Statuen reich verziert und mit einem monumentalen Zugang (Propylon) versehen. Ein heute noch sichtbares Beispiel ist der Peribolos des Apollon der Agora von Korinth.

Bei Grabbauten trennte ein Peribolos die Grabmale symbolisch vom Diesseits, er kann als Vorläufer der heutigen Grabeinfassungen angesehen werden. Im Mittelalter wurde der Begriff auf ummauerte, heilige Bezirke übertragen.[2] In fast allen frühen Kulturen stellten Einhegungen der unterschiedlichsten Art übliche Abgrenzungen des profanen vom sakralen Raum dar.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Duden Nr. 5, Ausgabe 1990, S. 589
  2. Meyers Konversations-Lexikon, Band 13. Bibliographisches Institut, Leipzig-Wien 1897, S. 665