Perim

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Perim (Barīm)
Die Bab al-Mandab-Straße mit Perim
Die Bab al-Mandab-Straße mit Perim
Gewässer Bab al-Mandab
Geographische Lage 12° 39′ 24″ N, 43° 24′ 54″ O12.65666666666743.41565Koordinaten: 12° 39′ 24″ N, 43° 24′ 54″ O
Perim (Barīm) (Jemen)
Perim (Barīm)
Länge 5,63 km
Breite 2,85 km
Fläche 13 km²
Höchste Erhebung 65 m
Einwohner 221 (16. Dezember 2004)
17 Einw./km²
Hauptort Mayyun
Perim als Teil der Kolonie Aden
Perim als Teil der Kolonie Aden

Perim (arabisch ‏بريم‎ Barīm) ist eine vulkanische Insel ohne Süßwasserquellen in der Meeresstraße Bab al-Mandab am Südeingang zum Roten Meer vor der Südwestküste des Jemen. Die Insel ist 13 km² groß und bis zu 65 m hoch. Der Vulkan hat mehrfach in der geologischen Vorgeschichte den Bab al-Mandab blockiert und damit das Rote Meer vom Indischen Ozean abgeschnitten. Die Insel setzt im Westen einer aus dem Küstenvorland herausragenden Halbinsel Jemens eine natürliche Engstelle in Richtung auf das 20,3 km entfernte Afrika fort und verkürzt so die Distanz zwischen der arabischen Halbinsel und Afrika (Ras Siyan). Genau südlich davon in ca. 20 km Entfernung liegen die Sawabi-Inseln (dt. etwa die Sieben Brüder) vor der Küste Dschibutis. Dieser Meeresabschnitt heißt Dact-el-Mayun und erreicht eine Tiefe bis zu 310 m.

Die Insel in strategisch wichtiger Lage hat an ihrer Südwestseite einen natürlichen Hafen, jedoch war das Fehlen von Süßwasser immer ein Hindernis für die dauerhafte Besiedlung. Im Norden befindet sich ein Flugplatz (Luftkennung VOR). Die Vegetation auf der Insel ist spärlich.

Die Insel wurde 1513 von Portugiesen besucht, die aber von ihren osmanischen Gegnern sehr bald aus der Region vertrieben wurden. Frankreich besetzte die Insel 1738. 1799 nahm die Britische Ostindien-Gesellschaft kurzfristig von ihr Besitz, um die geplante Invasion Ägyptens zu unterstützen. 1857 wurde sie dann endgültig von England annektiert und der Kolonie Aden eingegliedert, und auf ihr wurde ein Leuchtturm errichtet. Von 1869 an bis 1936 diente die Insel als Kohlestation für Schiffe, die den Suezkanal benutzten. Nach dieser Zeit sank die Bevölkerungszahl auf der Insel. Im Ersten Weltkrieg versuchten türkische Truppen 1916 erfolglos, die Insel zu erobern. Die britische Herrschaft über die Insel endete am 30. November 1967 mit der Selbständigkeit der Volksrepublik Jemen. Die Insel gehört heute zum jemenitischen Gouvernement Aden und dort zum Distrikt Al Mualla,[1] liegt jedoch relativ fern westlich des Hauptteils dieses Gouvernements (80 Kilometer) bzw. Distrikts (170 Kilometer).

Zurzeit laufen Planungen, in der Nähe oder direkt über die Insel eine etwa 28 km lange Brücke zu bauen, die Afrika/Dschibuti mit Asien/Jemen verbindet.[2] [3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • The Times, London, 1799, 1857, 1858, 1963

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Verwaltungsgliederungskarte des Gouvernements Adan
  2. Artikel bei Spiegel online (vom 2. Mai 2008)
  3. Artikel bei Spiegel online (vom 13. August 2008)