Perlsdorf

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Perlsdorf (Rotte)
Ortschaft
Katastralgemeinde Perlsdorf
Perlsdorf (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Südoststeiermark (SO), Steiermark
Gerichtsbezirk Feldbach
Pol. Gemeinde Paldau
Koordinaten 46° 54′ 55″ N, 15° 48′ 59″ OKoordinaten: 46° 54′ 55″ N, 15° 48′ 59″ O
Höhe 299 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 344 (31. Oktober 2013)
Gebäudestand 105 (2001) f2
Fläche d. KG 5,62 km²
Postleitzahlenf0 8341, 8342 Paldau, Gnas
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 14759
Katastralgemeinde-Nummer 62145
Zählsprengel/ -bezirk Perlsdorf (62384 002)
Eigenständige Gemeinde bis Ende 2014
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk

f0

Perlsdorf ist eine Gemeinde mit 344 Einwohnern (Stand: 31. Oktober 2013)[1] im Südosten der Steiermark im Bezirk Südoststeiermark. Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark ist die Gemeinde ab 2015 mit der Gemeinde Paldau zusammengeschlossen,[2] die neue Gemeinde wird den Namen Paldau weiterführen. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[3]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Perlsdorf liegt ca. 35 km südöstlich von Graz und ca. 8 km südwestlich der Bezirkshauptstadt Feldbach im Oststeirischen Hügelland.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 9 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 7 ÖVP - stellt den Bürgermeister und den Vizebürgermeister
  • 2 SPÖ
Wappen von Perlsdorf
Wappen von Perlsdorf

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappenbeschreibung: In Rot zwei einander zugekehrte herschauende silberne Jungbären, mit den inneren Vordertatzen einen silbernen Perlenkranz haltend.[4]

Das mit Wirkung vom 1. Juli 1997 von Landeshauptmann Waltraud Klasnic verliehene Gemeindewappen von Perlsdorf ist ein redendes Wappen.

Auf blutrotem Grund, -der Farbe des Lebens-, schauen den Betrachter zwei silberne Jungbären an. Die kleinen Bären stehen nicht nur für den „perlein“ als Namensgeber. Der Bär wurde schon in frühesten Kulturen als Mittler zwischen Himmel und Erde verehrt. Silber steht für das stete Streben nach Erfolg. Ihre Tatzen halten eine Perlenkette ohne Anfang und Ende, das Symbol des Himmels und der Ewigkeit.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon weit vor der ersten urkundlichen Erwähnung lassen Bodenfunde auf eine Siedlung schließen. Es sind dies die „Tumuli“ – aufgeworfene Grabhügel mit recht bescheidenen Grabbeigaben. Diese ältesten Zeugen einer Besiedlung des Perlsdorfer Talkessels stammen aus römischer und vorrömischer Zeit und lassen auf eine, wenn auch kleine und bescheidene Ansiedlung schließen.

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon zur Römerzeit waren die Perlen der Flussperlmuschel sehr begehrt. Das ist auch der Grund, dass diese Muschelart die früher über ganz Europa verbreitet war, fast zur Gänze ausgerottet ist. In der volkstümlichen Namenserklärung wird auf diese Perlen zurückgegriffen. Eine zwar recht schöne Erklärung, aber historisch und sprachwissenschaftlich nicht haltbar. Da schon eher der „perlein“,- der kleine Bernhart.

Der alte deutsche Rufname Bernhart ist eine Zusammensetzung aus dem Althochdeutschen, aus „bero“ – der Bär und „harti“ – stark/tapfer/mutig.

Zum Begriff „torf“ (Dorf).

Sprachwissenschaftlich gibt sich daher eindeutig ein kleiner Bernhard, ein „perlein“ als Namensgeber von Perlsdorf zu erkennen.

Wann der kleine Bernhart,- der Perlein-, hier seine bescheidene Behausung baute und damit Perlsdorf seinen Namen gegeben hat, ist historisch nicht fassbar, dazu wird der Orts erstmals urkundlich viel zu spät erwähnt.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kapelle Perlsdorf

Dorfkapelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als 1992 die Renovierung der Dorfkapelle angegangen wurde, gab man auch neue Glasfenster bei Edith Temmel in Auftrag, wohl wissend, dass diese durchaus anders ausfallen würden, als man das von Dorfkapellen in der Gegend gewohnt ist. Die in Schlierbach gefertigten Fenster haben zwar Engel zum Thema, zeigen aber keine beflügelten Wesen, sondern lassen vielmehr ihre Kraft erahnen. Die kräftigen Farben und Formen lassen in unserem Herzen ein Bild davon entstehen, was unsere Augen nie erblicken können.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Land Steiermark: Endgültiger Bevölkerungsstand am 31.10.2013 (Excel-Datei, 85 KB; abgerufen am 2. Mai 2015)
  2. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  3. § 3 Abs. 9 Z 5 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 4.
  4. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 48, 1998, S. 55

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Perlsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien