Permanent Make-up

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Permanent Make-up

Permanent Make-up (PMU) (auch Pigmentierung oder Conture Make-up) ist die Bezeichnung für spezielle kosmetische Tätowierungen im Gesicht, durch die mehrjährig haltbare künstliche Lidstriche oder Lippenkonturen erzeugt werden.

Anwendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Permanent Make-up zählen:

Permanent Make-up an den Augenbrauen
  • Augenbrauen – Kontur formen, auffüllen, betonen
  • Wimpernkranzverdichtung – Lidstrich zwischen den Wimpernhärchen
  • Lidstrich – feine bis starke Linien für Eyeliner
  • Lipliner – Kontur formen, vergrößern oder verkleinern
  • Lippenfarbauffüllung – Lippen voll ausfüllen
  • Brustwarzenneugestaltung – Brustwarzenimitation
  • Schönheitsfleck anbringen

Haltbarkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist davon auszugehen, dass je nach Hauttyp eine effektive Haltbarkeit von zwei bis fünf Jahren erreicht wird, bevor das Permanent Make-up aufgefrischt werden muss.[1] Beim Pigmentieren werden Farben mit einer feinen Nadel in die obersten Hautschichten implantiert.

Da das Permanent Make-up im Allgemeinen forthaltendem Tageslicht ausgesetzt ist, zersetzten sich die chemischen Farbstoffe unter dem UV-Anteil des Sonnenlichts deutlich schneller als die einer regulären Tätowierung, die nicht ständigem Lichteinfall ausgesetzt ist. Das Permanent Make-up verblasst nach einiger Zeit. Farben von minderwertiger Qualität verändern dabei auch ihre ursprüngliche Farbe.

Risiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Risiken gehören Spannungsgefühl, Rötung, Schwellung, Lymphaustritt nach dem Eingriff, Entzündung, Infektionen, bleibende Narben, allergische Hautreaktion und Ausbruch von Lippenherpes.

Sofern die Pigmentierfarbe Eisenoxid enthält, besteht bei späteren MRT-Untersuchungen das Risiko, dass sich Bereiche, in denen das Permanent Make-up aufgetragen wurde, unangenehm erhitzen und dort Rötungen, Schwellungen oder leichte Verbrennungen entstehen.[2] Insbesondere ein am Auge angebrachtes Permanent Make-up ist daher dem Radiologen zuvor mitzuteilen;[3] unter Umständen muss dann eine MRT-Untersuchung abgebrochen werden.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Permanent Make-up – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Permanent-Make-up: Immer schön? Brigitte.de, abgerufen am 2. September 2012.
  2. a b Implantate bei MRT-Untersuchungen. Abgerufen am 14. April 2013 (PDF; 45 kB).
  3. Patienten-Merkblatt und Aufklärung über MRT-Untersuchung (Kernspintomografie). Abgerufen am 14. April 2013 (PDF; 48 kB).
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