Permeabilität (Festkörper)

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Permeabilität (lat.: permeare „durchlassen“, von lat.: per „hindurch“, und lat.: meare „passieren“) bezeichnet bei Festkörpern die Eigenschaft, Gase und/oder Flüssigkeiten passieren zu lassen.

In der Chemie und in der Biologie handelt es sich bei den Festkörpern, deren Durchlässigkeit (Permeabilität) betrachtet wird, in der Regel um Membranen.

Unterscheidet sich die Durchlässigkeit des Festkörpers für verschiedene Stoffe (z. B. unterschiedliche Gase oder gelöste Stoffe und Lösungsmittel), so spricht man von Semipermeabilität oder Selektiver Permeabilität. In der Technik wird diese Eigenschaft beispielsweise in der Dialyse und bei Akkumulatoren genutzt. Auch die Umkehrosmose nutzt – zum Beispiel bei der Meerwasserentsalzung – die Selektive Permeabilität. Durch die Diffusion von in der Flüssigphase gelösten Teilchen baut sich bei einer semipermeablen Membran ein osmotischer Druck auf.

Liegt keine Durchlässigkeit vor, so spricht man von Impermeabilität. Eine unselektive Permeabilität (Durchlässigkeit für alle Stoffe) wird als Omnipermeabilität (lateinisch: omni „ganz, jeder, alles“) bezeichnet, z. B. bei der primären Zellwand von Pflanzen.[1] Diese ist ein durchlässiges Gerüst aus Zellulose, Zellulosanen und Pektin, unter der eine semipermeable Zellmembran liegt.

Eine physikalische Einheit für Gasdurchlässigkeit durch dünne Membranen ist der Barrer.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Peter Schopfer, Axel Brennicke: Pflanzenphysiologie. Springer Berlin 2010. ISBN 9783827423528. S. 54.