Persönlichkeitsstörung

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Klassifikation nach ICD-10
F60 Spezifische Persönlichkeitsstörungen
F60.0 Paranoide Persönlichkeitsstörung
F60.1 Schizoide Persönlichkeitsstörung
F60.2 Dissoziale Persönlichkeitsstörung
F60.3 Emotional instabile Persönlichkeitsstörung
F60.4 Histrionische Persönlichkeitsstörung
F60.5 Anankastische [zwanghafte] Persönlichkeitsstörung
F60.6 Ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung
F60.7 Abhängige (asthenische) Persönlichkeitsstörung
F60.8 Sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen
F60.9 Persönlichkeitsstörung, nicht näher bezeichnet
F61 Kombinierte und andere Persönlichkeitsstörungen
F21 Schizotype Störung
ICD-10 online (WHO-Version 2016)

Persönlichkeitsstörungen (PS) stellen eine Klasse von psychiatrischen Störungen dar. Bei ihnen sind bestimmte Merkmale der Persönlichkeitsstruktur und des Verhaltens in besonderer Weise ausgeprägt, unflexibel oder wenig angepasst. Sie gehören zu den häufigsten Diagnosen in der Psychiatrie.[1]

Persönlichkeitsstörungen bezeichnen lang andauernde Erlebens- und Verhaltensmuster mit vielfältiger Verursachung (z. B. durch Entwicklungsbedingungen in der Kindheit oder späteren Lebensabschnitten, genetische Faktoren oder erworbene Hirnschäden). Diese Verhaltensmuster weichen von einem flexiblen, situationsangemessenen Erleben und Verhalten in charakteristischer Weise ab. Die persönliche Leistungsfähigkeit im sozialen, beruflichen und privaten Leben ist meist deutlich beeinträchtigt (siehe Lebensqualität bei PS).

Persönlichkeitsstörungen werden nach charakteristischen Merkmalen unterteilt, wobei jedoch häufig Überschneidungen vorkommen. In Psychiatrie und klinischer Psychologie wurden dazu verschiedene Typologien oder Klassifikationen entwickelt, etwa im ICD-10 und DSM-5. Der Begriff Persönlichkeitsstörung ist eng verwandt, aber nicht inhaltlich identisch mit den Begriffen Neurosenstruktur und Neurosendisposition.

Bei Kindern und Jugendlichen finden sich in seltenen Fällen Vorstufen oder Risikokonstellationen von Persönlichkeitsstörungen. Da aber die Entwicklung der Persönlichkeit noch nicht vollendet ist, wird hier eher von einer Persönlichkeitsentwicklungsstörung gesprochen.

Geschichtliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff „Persönlichkeitsstörung“ wurde ursprünglich gleichbedeutend mit dem Begriff Psychopathie verwendet.[2]

Bereits Philippe Pinel (1809) unterschied zwischen Psychotikern und Psychopathen und benutzte dabei den Begriff „manie sans delire“, wobei er Psychopathie als Beeinträchtigung der affektiven Funktionen bei ungestörten Verstandeskräften definierte.[3] Bénédict Morel (1857) glaubte an die Degenerationslehre: Danach entstünde gewohnheitsmäßige Dissozialität wohl durch die Umwelt, könne dann aber in einer Art Lamarckismus genetisch weitergegeben werden.

Das erste Diathese-Stress-Modell der Persönlichkeitsstörungen wurde von Valentin Magnan & Lagrain (1895) vorgestellt, die vererbten neurophysiologischen Faktoren eine entscheidende Rolle für die Anfälligkeit zusprachen, eine Persönlichkeitsstörung zu entwickeln. Diese könnten aber erst durch psychosoziale Stressoren wirksam werden.

Der Begriff Psychopathie wurde vor allem durch die Monographie über psychopathische Minderwertigkeiten (1891) von Julius Koch geprägt. Koch war ebenfalls Anhänger einer genetischen Degenerationslehre und beschrieb verschiedene Störungstypen wie zart Besaitete oder Stadt- und Weltverbesserer.[4]

Um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert erfolgte ein Paradigmenwechsel weg von der Degenerationslehre hin zur Konstitutionslehre. Besonders die deutschen Psychiater Kraepelin und Kretschmer brachten konstitutionelle Faktoren wie Triebstärke oder Körperbau mit verschiedenen Störungen in Verbindung. Ernst Kretschmer untersuchte dabei typische Körperbauformen und damit korrelierende Risiken für psychische Erkrankungen.[5] Mit Kurt Schneiders Die psychopathischen Persönlichkeiten (1923) verschwand in der Terminologie die wertende Begrifflichkeit und in seinen zehn verschiedenen Typen waren bereits die meisten der heute bekannten Persönlichkeitsstörungen enthalten.[6]

Erst 1980 wurde mit Einführung des DSM-III der Begriff „Psychopathie“ durch „Persönlichkeitsstörung“ ersetzt. Psychopathie bezeichnet dagegen im heutigen forensisch-psychiatrischen Sprachgebrauch eine schwere Störung des Sozialverhaltens, die Bezüge zur Antisozialen Persönlichkeitsstörung aufweist.

Diagnostik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beide Diagnosesysteme beschreiben genau sechs Kriterien für eine Allgemeine Persönlichkeitsstörung. Diese Kriterien beschreiben grundsätzliche Bedingungen, die in jedem Einzelfall erfüllt sein müssen, um von einer Persönlichkeitsstörung sprechen zu können. Erst dann kann eine genauere Diagnose einer spezifischen PS vergeben werden.

DSM-5

Im DSM sind das die Folgenden:[7]

  • Ein überdauerndes Muster von innerem Erleben und Verhalten, das merklich von den Erwartungen der soziokulturellen Umgebung abweicht. Dieses Muster manifestiert sich in mindestens zwei der folgenden Bereiche:
  1. Kognition (d. h. die Art, sich selbst, andere Menschen und Ereignisse wahrzunehmen und zu interpretieren),
  2. Affektivität (d. h. die Variationsbreite, Intensität, Labilität und Angemessenheit emotionaler Reaktionen),
  3. Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen.
  4. Impulskontrolle.
  • Das überdauernde Muster führt in klinisch bedeutsamer Weise zu Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen.
  • Das Muster ist stabil und lang andauernd, und sein Beginn ist mindestens bis in die Adoleszenz oder ins frühe Erwachsenenalter zurückzuverfolgen.
  • Das überdauernde Muster lässt sich nicht besser als Manifestation oder Folge einer anderen psychischen Störung erklären.
  • Das überdauernde Muster ist nicht Folge der physiologischen Wirkung einer Substanz oder eines medizinischen Krankheitsfaktors (z. B. Hirnverletzung).
  • Das überdauernde Muster ist unflexibel und tiefgreifend in einem weiten Bereich persönlicher und sozialer Situationen.

ICD-10

In den Leitlinien der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen sind folgende allgemeine Kriterien für Persönlichkeitsstörungen enthalten:[8]

  1. Unausgeglichenheit von Einstellungen von Verhalten in mehreren Funktionsbereichen (Affektivität, Antrieb, Impulskontrolle, Wahrnehmung, Denken, Beziehungen)
  2. Andauerndes und gleichförmiges Verhaltensmuster
  3. Das Muster ist tiefgreifend und in vielen Situationen unpassend.
  4. Beginn in der Kindheit oder Jugend, gefolgt von dauerhafter Manifestation im Erwachsenenalter.
  5. Subjektives Leiden.
  6. Einschränkungen der beruflichen und sozialen Leistungsfähigkeit.

Abgrenzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeitsstörungen müssen unterschieden werden von folgenden psychischen Störungen (Differenzialdiagnose):

  • 19–32 % die formalen Kriterien der zwanghaften PS,
  • 21–26 % die der schizoiden PS,
  • 13–25 % die der ängstlich-vermeidende PS
  • und 3–13 % der Fälle die der schizotypischen PS.

Umgekehrt ist nicht bekannt, wie viele Menschen mit einer PS zusätzlich eine autistische Störung haben. Im Gegensatz zum Asperger Syndrom zeigen sich PS jedoch in der Regel erst ab der Pubertät und bis dahin lässt sich zunächst noch ein angepasstes und unauffälliges Sozialverhalten feststellen.[10]

Cluster-Einteilung der PS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im DSM-5 werden die Persönlichkeitsstörungen in sog. Cluster gruppiert:[11]:S. 8

DSM-5 Beschreibung
Cluster A
sonderbar, exzentrisch
paranoide PS schizoide PS
schizotypische PS
Cluster A umfasst die schizophrenienahen PS. Menschen mit diesen Persönlichkeitsstörungen sind misstrauisch, sonderbar und exzentrisch und wirken affektarm bis gefühlskalt. Bei vermeintlichen Kränkungen und Bedrohung kann die Stimmung rasch in Wut umschlagen. Sie leben isoliert und haben kaum zwischenmenschliche Kontakte.
Cluster B
dramatisch, emotional
Borderline-PS
histrionische PS
antisoziale PS
narzisstische PS
Merkmale der Cluster-B-Persönlichkeitsstörungen sind Launenhaftigkeit, Impulsivität, starke Wut und Unfähigkeit, diese zu kontrollieren. Das Verhalten in Beziehungen ist tendenziell geprägt von Idealisierung und Entwertung sowie Schwierigkeiten im Umgang mit Nähe und Distanz. Selbstschädigende und suizidale Verhaltensweisen sind typisch, manchmal auch Fremdaggressivität. Gemeinsam liegt allen Persönlichkeitsstörungen dieses Clusters ein geringes Selbstwertgefühl zugrunde, so dass bei Kritik Gefühle wie Wut, Scham oder Demütigung aufkommen.
Cluster C
ängstlich, vermeidend
vermeidende PS
dependente PS
zwanghafte PS
(passiv-aggressive PS)
Menschen mit Cluster-C-Persönlichkeitsstörung lassen sich als ängstlich und furchtsam beschreiben. Zentrale Gefühle bei diesen Menschen sind neben einer Anspannung und Besorgnis Gefühle von Hilflosigkeit und Abhängigkeit. Sie sind leicht verletzbar durch Kritik oder Ablehnung und leiden unter massiven Trennungsängsten. Bei übermäßiger Gewissenhaftigkeit sind sie wenig flexibel und tendieren zu passiver Aggressivität.

Im ICD-10 ist die schizotypische Persönlichkeitsstörung unter der Kodierung F21 als schizotype Störung gelistet. Obwohl sie dort der Gruppe der Schizophrenien und wahnhaften Störungen zugeordnet ist, heißt es aber auch: „Entwicklung und Verlauf entsprechen gewöhnlich einer Persönlichkeitsstörung.“[11]

Klassifizierung nach ICD-10[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im ICD-10 gibt es in Kapitel V einen Abschnitt zu Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen.[12]

Paranoide Persönlichkeitsstörung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die paranoide Persönlichkeitsstörung (F60.0) ist gekennzeichnet durch übermäßiges Misstrauen (bis hin zur häufigen Annahme von Verschwörungen, um Ereignisse zu erklären), Streitsucht, dauernden Groll und starke Selbstbezogenheit. Handlungen, Äußerungen und kommunikative Signale anderer Personen werden häufig als feindlich missgedeutet.

Schizoide Persönlichkeitsstörung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im ICD-10 wird die schizoide Persönlichkeitsstörung (F60.1) so beschrieben: „Eine Persönlichkeitsstörung, die durch einen Rückzug von affektiven, sozialen und anderen Kontakten mit übermäßiger Vorliebe für Phantasie, einzelgängerisches Verhalten und in sich gekehrte Zurückhaltung gekennzeichnet ist. Es besteht nur ein begrenztes Vermögen, Gefühle auszudrücken und Freude zu erleben.“

Dissoziale Persönlichkeitsstörung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typisch für die dissoziale Persönlichkeitsstörung (F60.2) sind Verantwortungslosigkeit und Missachtung sozialer Normen, Regeln und Verpflichtungen, fehlendes Schuldbewusstsein sowie geringes Einfühlungsvermögen in andere. Oft besteht eine niedrige Schwelle für aggressives oder gewalttätiges Verhalten, eine geringe Frustrationstoleranz sowie mangelnde Lernfähigkeit aufgrund von Erfahrung. Beziehungen zu anderen Menschen werden eingegangen, sind jedoch nicht stabil.

Menschen mit dissozialer Persönlichkeitsstörung kommen häufiger als im Bevölkerungsdurchschnitt mit dem Gesetz in Konflikt. Der ältere Begriff Psychopathie für diese Störung wird in der aktuellen deutschsprachigen Literatur nicht mehr verwendet.

Emotional instabile Persönlichkeitsstörung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ICD-10 unterscheidet zwei Subtypen der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung: Impulsiver Typ (F60.30, vorwiegend gekennzeichnet durch emotionale Instabilität und mangelnde Impulskontrolle) und Borderline-Typ (F60.31). Das DSM-5 spricht dagegen von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (Diagnose-Nr. 301.83) und unterscheidet nicht zwischen diesen beiden Unterformen.

Die wesentlichen Merkmale der Borderline-Persönlichkeitsstörung sind nach ICD-10 impulsive Handlungen ohne Berücksichtigung der Konsequenzen für den Betroffenen selbst oder dritte Personen in Verbindung mit häufigen, unvorhersehbaren und launenhaften Stimmungsschwankungen. Hinzu kommt eine Neigung zu intensiven und instabilen Beziehungen, oft mit der Folge emotionaler Krisen, Störungen und Unsicherheiten bezüglich des Selbstbildes, der eigenen Ziele und inneren Präferenzen. Es zeigen sich ein anhaltendes Gefühl der Leere und Zornesausbrüche. Wenn gewalttätiges Verhalten gegen andere oder gegen sich selbst auftritt, spricht man in diesem Fall von autoaggressiven Verhaltensweisen und mangelnder Impulskontrolle als überdauerndem Erlebens- und Verhaltensmuster. Ferner beobachtet man eine Tendenz zu streitsüchtigem Verhalten und Konflikten mit anderen Menschen, insbesondere, wenn impulsive Handlungen unterbunden oder getadelt werden. Ein wichtiges Kennzeichen dieser Störung ist die große Angst vor dem Alleinsein. Menschen mit dieser Erkrankung haben gelegentlich ausgeprägte Trennungsängste, Verlustängste oder Angst vor Isolation, auch wenn kein konkreter Grund dazu gegeben ist.[13][11]:S. 29

Histrionische Persönlichkeitsstörung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kennzeichnend für die histrionische Persönlichkeitsstörung (F60.4) sind Übertreibung, theatralisches Verhalten, Tendenz zur Dramatisierung, Oberflächlichkeit, labile Stimmungslage, gesteigerte Beeinflussbarkeit, dauerndes Verlangen nach Anerkennung und der Wunsch, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, erhöhte Kränkbarkeit sowie ein übermäßiges Interesse an körperlicher Attraktivität.

Personen mit dieser Struktur verfügen oftmals über hohes schauspielerisches Talent, sie schreiben sich für viele Lebenslagen eigene Rollen zu, die sie perfekt inszenieren. Falls sie in Situationen, denen sie Bedeutung beimessen, nicht die gewünschte Aufmerksamkeit bekommen, kann dies eine bedrohliche Situation für sie darstellen, in der sie sich hilflos und ausgeschlossen fühlen. Besonders in größerer Gesellschaft kann dies verheerende Reaktionen hervorrufen, denn oftmals greifen diese Persönlichkeiten zu drastischen, schockierenden Mitteln, die mitunter gefährlich werden können. Menschen mit histrionischer Persönlichkeitsstörung haben die Tendenz zu lügen, erfinden besonders extreme Geschichten oder "selbst erlebte Abenteuer", um die Aufmerksamkeit anderer zu erzwingen. Von ihrem Umfeld werden diese Persönlichkeiten häufig als unglaubwürdig eingeschätzt.

Zwanghafte Persönlichkeitsstörung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung (F60.5) ist gekennzeichnet durch Gefühle von Zweifel, Perfektionismus, übertriebener Gewissenhaftigkeit, ständige Kontrollen, allgemein große Vorsicht und Starrheit in Denken und Handeln, die sich als Unflexibilität, Pedanterie und Steifheit zeigt.

Typisch ist des Weiteren die übermäßige Beschäftigung mit Details und Regeln, so dass die eigentliche Aktivität oftmals in den Hintergrund tritt. Es können beharrliche und unerwünschte Gedanken oder Impulse auftreten, die nicht die Schwere einer Zwangsstörung erreichen.

Die Fähigkeit zum Ausdruck von Gefühlen ist häufig vermindert. In zwischenmenschlichen Beziehungen wirken Betroffene dementsprechend kühl und rational. Die Anpassungsfähigkeit an die Gewohnheiten und Eigenheiten der Mitmenschen ist eingeschränkt. Vielmehr wird die eigene Prinzipien- und Normentreue von anderen erwartet.

Menschen mit zwanghafter Persönlichkeitsstörung sind meist übermäßig leistungsorientiert und perfektionistisch. Daher erweisen sie sich im Arbeitsleben als fleißig, übermäßig gewissenhaft und übergenau, wobei der überstrenge Perfektionismus die Aufgabenerfüllung mitunter verhindert. Ihre Angst vor Fehlern behindert die Entscheidungsfähigkeit der Betroffenen. Etwa ein Prozent der Gesamtbevölkerung ist von einer anankastischen Persönlichkeitsstörung betroffen.

Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung oder auch selbstunsicher-vermeidende Persönlichkeitsstörung (F60.6) ist gekennzeichnet durch übermäßige Sorge bis hin zur Überzeugung, abgelehnt zu werden, unattraktiv oder minderwertig zu sein. Folgen davon sind andauernde Angespanntheit und Besorgtsein, der Lebensstil ist wegen des starken Bedürfnisses nach Sicherheit starken Einschränkungen unterworfen. Teilweise sind Betroffene überempfindlich gegenüber Ablehnung oder Kritik.

Abhängige Persönlichkeitsstörung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die abhängige (asthenische) Persönlichkeitsstörung (F60.7) ist geprägt durch mangelnde Fähigkeit zu eigenen Entscheidungen, ständiges Appellieren an die Hilfe anderer, Abhängigkeit von und unverhältnismäßige Nachgiebigkeit gegenüber anderen. Dazu kommen Ängste, nicht für sich selbst sorgen zu können und von einer nahestehenden Person verlassen zu werden und hilflos zu sein.

Schizotypische Persönlichkeitsstörung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die schizotypische Persönlichkeitsstörung oder schizotype Störung zeichnet sich aus durch ein tiefgreifendes Verhaltensdefizit im zwischenmenschlichen oder psychosozialen Bereich. Dies äußert sich in teils als unpassend empfundenen Verhaltenseigentümlichkeiten, der mangelnden Fähigkeit enge Beziehungen einzugehen und Verzerrungen in Denken und Wahrnehmung. Das Auftreten wirkt oft schrullig und exzentrisch. Im ICD-10 wird diese Störung den „schizophrenen und wahnhaften Störungen“ (F2x) zugeordnet.

Narzisstische Persönlichkeitsstörung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die narzisstische Persönlichkeitsstörung zeichnet sich durch einen Mangel an Empathie, Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und gesteigertes Verlangen nach Anerkennung aus. Ob die überzogenen Ansprüche der Betroffenen eine tiefe innere Unsicherheit kompensieren sollen oder ob sie vielmehr integraler Bestandteil einer stur auf Erfolg ausgerichteten Lebenskonzeption sind, ist in der Fachliteratur umstritten. Sie suchen ständig neue Bestätigung, um ihr Selbstwertgefühl weiter zu stärken. Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung werden oftmals als arrogant, überheblich, snobistisch oder herablassend beschrieben.

Sie können jedoch leistungsstark (in Schule, Beruf, Hobby) sein und haben bisweilen gepflegte und statusbewusste Umgangsformen. Betroffene sind immer auf der Suche nach Bewunderung und Anerkennung, wobei sie anderen Menschen wenig echte Aufmerksamkeit schenken. Es fällt ihnen schwer, auf die Bedürfnisse anderer Menschen einzugehen und sie verfügen über ein unrealistisches Selbstbild, wodurch sie unfähig sind, sich selbst anzunehmen. Sie haben ein übertriebenes Gefühl von Wichtigkeit, hoffen eine Sonderstellung einzunehmen und zu verdienen. Betroffene sind häufig sehr stolz und besitzen eine hohe Anspruchshaltung an sich selbst. Betroffene zeigen ein meist ausbeutendes Verhalten und einen Mangel an Empathie. Es können wahnhafte Störungen mit Größenideen auftreten.

Personen mit narzisstischer PS überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten und zerstören aus Missgunst, was Andere aufgebaut haben. Zudem zeigen Betroffene eine auffällige Empfindlichkeit gegenüber negativer Kritik, die sie oft global verstehen, was in ihnen Gefühle der Wut, Scham oder Demütigung hervorruft. Häufig wird deshalb, gerade im familiären Bereich, ein Netz aus Intrigen gesponnen, um sich ins rechte Licht zu rücken. Dies geschieht meist aus Selbstschutz und Angst vor weiterer Kritik. Hierbei werden als bedrohlich wahrgenommene Menschen durch teils erfundene oder übertriebene Geschichten herabgestuft.

Die narzisstische Persönlichkeitsstörung ist im ICD-10 unter der Rubrik „Andere spezifische Persönlichkeitsstörungen (F 60.8)“ aufgeführt. Sie wird jedoch nur im Anhang I der Ausgabe „Forschungskriterien“ näher beschrieben, obwohl sie als Diagnose in der Praxis häufig gebraucht wird. Im DSM-5 der American Psychiatric Association ist die NPS dagegen als selbstständiges Störungsbild enthalten und gehört dort zum Cluster B, der die „launisch, dramatisch, emotionalen“ Persönlichkeitsstörungen umfasst. In jedem Fall muss sie von normalem Narzissmus als tatsächlicher oder zugeschriebener Charaktereigenschaft abgegrenzt werden

Passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung ist gekennzeichnet durch ein tiefgreifendes Muster negativistischer Einstellungen und passiven Widerstandes gegenüber Anregungen und Leistungsanforderungen, die von anderen Menschen kommen. Sie fällt insbesondere durch passive Widerstände gegenüber Anforderungen im sozialen und beruflichen Bereich auf und durch die häufig ungerechtfertigte Annahme, missverstanden, ungerecht behandelt oder übermäßig in die Pflicht genommen zu werden.

Ein eigener Code im DSM-5 existiert nicht. In der ICD-10 und ihren Vorläuferinnen wird die Störung nur in F60.8 aufgeführt, jedoch nur in der Ausgabe „Forschungskriterien“ im Anhang I durch Kriterien genauer beschrieben.

Kombinierte Persönlichkeitsstörung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kombinierte Persönlichkeitsstörungen führen häufig zu Beeinträchtigungen, weisen aber nicht die spezifischen Symptombilder der in F60.- beschriebenen Störungen auf. Dies führt dazu, dass es häufig schwieriger ist, diese zu diagnostizieren.

Beispiele:

  • Kombinierte Persönlichkeitsstörungen mit unterschiedlichen Merkmalen aus der unter F60.- aufgeführten Störungen, allerdings ohne ein vorherrschendes Symptombild, das eine genauere Diagnose ermöglichen würde.
  • Störende Persönlichkeitsänderungen, die nicht in F60.- oder F62.- einzuordnen sind oder Zweitdiagnosen zu bisher bestehenden Angst- oder Affektstörungen.

Lebensqualität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meist wird angenommen, dass alle Persönlichkeitsstörungen die normale Lebensführung erschweren und zu niedriger Lebensqualität beitragen, da erkennbares Leiden und Beeinträchtigungen eine grundlegende Bedingung für die Diagnose sind. Aber das scheint nicht für alle Arten von PS gleichermaßen zuzutreffen.

Verschiedene Studien belegten zwar, dass die ängstliche, abhängige, schizoide, paranoide, schizotype und die dissoziale Persönlichkeitsstörung mit einer verminderten Funktionsfähigkeit und Lebensqualität einhergeht. Die zwanghafte und histrionische PS dagegen hatten jedoch kaum einen negativen Einfluss auf Lebensqualität und Leistungsfähigkeit im Alltag. In einer Langzeitstudie waren noch nach 15 Jahren fast alle PS mit psychosozialen Einschränkungen assoziiert; mit Ausnahme der zwanghaften und narzisstischen Persönlichkeitsstörung.[14][15]

Diese beiden PS scheinen sich im Gegenteil sogar positiv auszuwirken, wie eine Untersuchung zu bestimmten Aspekten des „Lebenserfolgs“ ergab (d.h. sozialer Stellung, Wohlstand und erfolgreichen intimen Beziehungen). Denn sie erreichten hier die höchste Stufe und zeigten eher gute Werte; die schizotypische, antisoziale, borderline und abhängige PS dagegen eher schlechte Werte. Die paranoide, histrionische und ängstliche Persönlichkeitsstörung lagen im Mittelfeld, die schizoide PS war mit schlechten Werten verbunden und bildete somit das Schlusslicht.[16]

Insgesamt gibt es einen direkten negativen Zusammenhang zwischen der Menge erfüllter Diagnosekriterien und Lebensqualität. Das bedeutet, je mehr Persönlichkeitsstörungen und je mehr einzelne Kriterien (von allen PS) vorliegen, desto geringer ist die Lebensqualität einer Person. Einige Befunde deuten auch auf einen ungünstigen Einfluss der meisten PS auf Ausbildungsniveau, wirtschaftliche Probleme (Arbeitslosigkeit o.ä.) und sozioökonomischen Status.[17]

Häufigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Häufigkeit von Persönlichkeitsstörungen ist nur begrenzt erforscht, dementsprechend ungewiss und diesbezügliche Angaben schwanken stark. In Deutschland wurde bisher nur eine einzige Studie hierzu durchgeführt, laut der etwa 9,4 Prozent der Gesamtbevölkerung an einer Persönlichkeitsstörung leidet. Unter psychiatrischen Patienten haben allerdings 40 bis 60 Prozent eine PS, sodass der Anteil dort deutlich größer ist. [1] Innerhalb dieser Bevölkerungsgruppe ist die ängstliche Persönlichkeitsstörung häufigste Diagnose, die paranoide und schizoide Persönlichkeitsstörung hingegen die seltenste.

Häufig sind Persönlichkeitsstörungen unter Obdachlosen, besonders solche aus Cluster A.[18] Ähnliches gilt für männliche Inhaftierte, wobei hier PS aus Cluster B erwartbar überwiegen.[19] Die paranoide, ängstliche und abhängige Persönlichkeitsstörung scheint häufiger unter Menschen mit geringerer Ausbildung vorzukommen, die zwanghafte dagegen öfter in höheren sozialen Schichten. Auch Menschen, die im Zentrum einer Stadt leben haben häufiger Persönlichkeitsstörungen; die Ursachen hierfür sind jedoch noch unklar. [14][17]

Auch die Frage nach der Geschlechterverteilung von Persönlichkeitsstörungen ist nicht ausreichend geklärt. Es gibt jedoch Hinweise dafür, dass sie sich bei bestimmten Störungen erheblich unterscheidet. So sind um die 80 Prozent der Menschen mit dissozialer Persönlichkeitsstörung männlich. Auch die schizotypische und die paranoide PS sind bei Männern vermutlich häufiger. Die histrionische, abhängige und die Borderline Persönlichkeitsstörung scheinen hingegen bei Frauen öfter vorzukommen.[14][11]:S. 5–6

Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existiert keine einheitliche Vorstellung über die Ursachen oder die Entstehung von Persönlichkeitsstörungen. Die Entwicklung der Persönlichkeit wird allgemein als Ergebnis komplexer Wechselwirkungen aus Umweltfaktoren (Eltern, soziales Umfeld) und genetischer Veranlagung gesehen.

Die verschiedenen Erklärungsansätze der Psychologie gewichten einzelne Aspekte stärker als andere, ergänzen sich jedoch im Großen und Ganzen. Aus Sicht der Tiefenpsychologie werden Störungen in der kindlichen Entwicklung als ursächlich oder begünstigend für die Ausbildung von Persönlichkeitsstörungen angenommen. Beispielsweise werden ein ungünstiges soziales Umfeld und eventuelle traumatische Erlebnisse als belastende Faktoren angesehen. Die klassische Psychoanalyse wertet die Prozesse der Identitätsentwicklung stärker. Lerntheoretische Ansätze betonen, dass Persönlichkeitsstörungen im Kern ein gelerntes Verhalten darstellen. Prinzipien des operanten Konditionierens (Beeinflussung durch positive oder negative Verstärkung) und Modell-Lernens (dem Lernen am Beispiel) führen demnach dazu, dass bereits angelegte Verhaltenstendenzen verstärkt oder abgeschwächt werden können. Diese Annahmen sind der Ansatz für die moderne Verhaltenstherapie, die beispielsweise bei der Behandlung der Borderline-Symptomatik empirisch belegte Behandlungserfolge aufweist.

Behandlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Behandlung von Persönlichkeitsstörungen erfolgt in erster Linie mit psychotherapeutischen Verfahren. Dabei kommen meist psychoanalytische oder tiefenpsychologische Therapie (nach Peter Fonagy oder Otto F. Kernberg) und kognitive Verhaltenstherapie (nach Aaron T. Beck oder Marsha M. Linehan) zum Einsatz.

In einigen Fällen werden auch Medikamente verschrieben. Diese bewirken jedoch nur eine Abmilderung von Symptomen: So können beispielsweise einige Antidepressiva und Antipsychotika impulsive oder selbstverletzende Handlungen reduzieren. Gleichzeitig bestehende andere psychiatrische Erkrankungen, wie zum Beispiel Depressionen, sollten mitbehandelt werden; hier sind antidepressiv wirksame Medikamente durchaus indiziert.

Je nach Ausgangslage können sich Therapien über Jahre hinziehen und stellen somit große Ansprüche an die Therapeuten wie auch die Patienten. In einigen Fällen treten Suizidalität oder selbstverletzendes Verhalten auf, bei anderen die Tendenz zu Drogenmissbrauch, Delinquenz oder Gewalttätigkeit. Sehr häufig kommt es im Rahmen einer Persönlichkeitsstörung zu Depressionen, seltener sind psychotische Symptome. All diese Faktoren erschweren die therapeutische Arbeit.

Es ist fraglich, ob Persönlichkeitsstörungen mit psychiatrisch-psychotherapeutischen Interventionen so behandelt werden können, dass eine vollständige Heilung eintritt. Oftmals wird darauf hingewiesen, dass die Behandlung eine Besserung der psychischen Störung oder die Lösung konkreter, zum Behandlungszeitpunkt bestehender Alltagsprobleme zum Ziel hat. In verschiedenen Studien zum Behandlungserfolg von Persönlichkeitsstörungen konnten Therapieeffekte nachgewiesen werden, nach denen die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nicht mehr gerechtfertigt war. Aber auch hier kann nicht von einer vollständigen Genesung gesprochen werden, lediglich von einer starken Verbesserung.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Fiedler übt aus einer verhaltenstherapeutisch orientierten klinisch-psychologischen Perspektive Kritik am Konzept der Persönlichkeitsstörungen.[2]

Mit Hilfe eines Zitats des Philosophen und Psychiaters Karl Jaspers beschreibt er das Stigmatisierungsproblem: „Menschlich aber bedeutet die Feststellung des Wesens eines Menschen eine Erledigung, die bei näherer Betrachtung beleidigend ist und die Kommunikation abbricht“. Die Festschreibung einer gesamten Persönlichkeit als „gestört“ sei ethisch zweifelhaft. Insbesondere führt Fiedler an, dass Personen mit Persönlichkeitsstörungen sich auf charakteristisch gestörte Art und Weise in zwischenmenschlichen Interaktionen verhalten. Erst auf dieser Ebene trete die Störung zu Tage, die Betroffenen selbst empfänden sich als Person oft nicht als gestört (Ich-Syntonie).

Somit erfolge durch die „Diagnose“ einer Persönlichkeitsstörung eine Umdeutung des Geschehens durch den „gesunden“ Interaktionspartner, und zwar derart, dass der abweichende Interaktionspartner per „Charakter-Diagnose“ allein verantwortlich für die Störung gemacht wird. Diese Umdeutung des Geschehens stelle letztlich eine Pseudoerklärung dar: Die Person in ihrer Gesamtheit ist gestört und die Person ist das Störende, die Ursache der Störung. Mögliche Störungen des sozialen Systems, der Interaktion, der Gesellschaft gerieten aus dem Blickfeld.[2]

Verhaltenstherapeutisch orientierte Klinische Psychologen (im deutschen Sprachraum u. a. Rainer Sachse) betrachten Persönlichkeitsstörungen primär als „Interaktionsstörungen“. Im englischen Sprachraum verstehen z. B. Beck und Freeman Persönlichkeitsstörungen als eine Kombination von grundlegenden Gedanken über sich selbst (z. B.: „Ich bin hilflos.“) und entsprechenden interaktionellen Verhaltensstrategien (z. B. Anhänglichkeit), die in charakteristischer und unflexibler Weise die soziale Interaktion bestimmen und somit zu Folgeproblemen führen können.[20]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachbücher

  • Sven Barnow: Persönlichkeitsstörungen: Ursachen und Behandlung. Mit fünf Fallbeispielen. Huber, Bern 2007, ISBN 978-3-456-84406-0.
  • Thomas Bronisch, Martin Bohus, Matthias Dose: Krisenintervention bei Persönlichkeitsstörungen. Klett Cotta Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-608-89007-6.
  • Peter Fiedler, Sabine Herpertz: Persönlichkeitsstörungen. 7. Auflage, Beltz Verlag 2016. ISBN 3-621-28013-8.
  • H. Haltenhof, G. Schmid-Ott, U. Schneider (Hrsg.): Persönlichkeitsstörungen im therapeutischen Alltag. Pabst, Lengerich 2009, ISBN 978-3-89967-517-7.
  • Otto F. Kernberg: Schwere Persönlichkeitsstörungen. 2000, ISBN 3-608-95369-8.
  • Rudi Merod (Hrsg.): Behandlung von Persönlichkeitsstörungen. Ein schulenübergreifendes Handbuch. Dgvt-Verlag, Tübingen 2005, ISBN 3-87159-054-1.
  • Andreas Remmel, Otto F. Kernberg, Wolfgang Vollmoeller: Handbuch Körper und Persönlichkeit. Schattauer, Stuttgart 2006, ISBN 3-7945-2411-X.
  • Rainer Sachse: Persönlichkeitsstörungen verstehen. Zum Umgang mit schwierigen Patienten. 10. Auflage. Psychiatrie-Verlag, Bonn 2014, ISBN 978-3-88414-508-1.
  • B. Schmitz, P. Schuhler, A. Handke-Raubach, A. Jung: Kognitive Verhaltenstherapie bei Persönlichkeitsstörungen und unflexiblen Persönlichkeitsstilen. Pabst, Lengerich 2002, ISBN 3-935357-38-9.

Leitlinien

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Henning Saß (2001): Personality Disorders. In: International Encyclopedia of the Social & Behavioral Sciences. S. 11301–11308, doi:10.1016/b0-08-043076-7/03763-3 (elsevier.com [abgerufen am 30. November 2017]).
  2. a b c Peter Fiedler: Persönlichkeitsstörungen. 6. Auflage. Beltz, 2007, ISBN 978-3-621-27622-1, S. 3–6.
  3. Philippe Pinel: Traité Medico-Philosophique sur l'aliénation mentale. Brosson, Paris 1809.
  4. Julius A. Koch: Die psychopathischen Minderwertigkeiten. Maier, Ravensburg 1891–1893.
  5. Ernst Kretschmer: Körperbau und Charakter. Springer, Berlin 1921.
  6. Kurt Schneider: Die psychopathischen Persönlichkeiten. In: Gustav Aschaffenburg (Hrsg.): Handbuch der Psychiatrie. Deuticke, Leipzig 1923.
  7. Peter Falkai, Hans-Ulrich Wittchen (Hrsg.): Diagnostisches und statistisches Manual psychischer Störungen DSM-5. Hogrefe, Göttingen 2015, ISBN 978-3-8017-2599-0, S. 885.
  8. Horst Dilling: Internationale Klassifikation psychischer Störungen: ICD-10 Kapitel V (F) – Klinisch-diagnostische Leitlinien. Hans Huber, 2015. ISBN 3-456-85560-5.
  9. What’s the Difference Between a Personality Disorder and a Mood Disorder? Abgerufen am 15. September 2015.
  10. Fritz-Georg Lehnhardt et al.(2013): Diagnostik und Differentialdiagnose des Asperger-Syndroms im Erwachsenenalter. Ärzteblatt, doi:10.3238/arztebl.2013.0755.
  11. a b c d AWMF: Alte S2-Leitlinie Persönlichkeitsstörungen (gültig von 2008 bis 2013) (Memento vom 23. Januar 2013 im Internet Archive).
  12. ICD-10-WHO: Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen.
  13. Rainer Sachse: Persönlichkeitsstörungen. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Hogrefe, Göttingen. 2013. ISBN 978-3-8017-2542-6.
  14. a b c Thomas A. Widiger (2012): Kap. 9 (Epidemiology) und Kap. 10 (Gender and Personality Disorders). In: The Oxford Handbook of Personality Disorders. ISBN 978-0-19-999601-8, S. 203 f., 201 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  15. Paul Emmelkamp (2013): Personality Disorders. S. 54ff, ISBN 978-1-317-83477-9.
  16. Simone Ullrich (2007): Dimensions of DSM-IV Personality Disorders and Life-Success (Volltext). doi: 10.1521/pedi.2007.21.6.657.
  17. a b Svenn Torgersen (2014): Prevalence, Sociodemographics and Functional Impairment. In: The American Psychiatric Publishing textbook of personality disorders. 2. Auflage. 2014, ISBN 978-1-58562-456-0, S. 122, 126 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  18. Adrian J. Connolly (2008): Personality Disorders in Homeless Drop-In Center Clients. doi:10.1521/pedi.2008.22.6.573: „Cluster A personality disorders (paranoid, schizoid, schizotypal) were found in almost all participants (92% had at least one diagnosis), and Cluster B (83% had at least one of antisocial, borderline, histrionic, or narcissistic) and C (68% had at least one of avoidant, dependent, obsessive-compulsive) disorders also were highly prevalent.“
  19. Tina Schröder: Psychische Erkrankungen bei männlichen Gefangenen im geschlossenen Vollzug. Dissertation (2005), ab S. 49. (PDF; 447 kB), abgerufen am 20. Mai 2017.
  20. Aaron T. Beck, Arthur Freeman: Kognitive Therapie der Persönlichkeitsstörungen. 3. deutsche Auflage. Beltz, Weinheim 1995, ISBN 3-621-27155-4.
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