Persgletscher

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Persgletscher
Zusammenfluss von Persgletscher (links) und Morteratschgletscher im Jahr 2005

Zusammenfluss von Persgletscher (links) und Morteratschgletscher im Jahr 2005

Lage Kanton Graubünden, Schweiz
Gebirge Berninagruppe
Typ Talgletscher
Länge 4 km
Fläche 6 km²
Breite max. 1,5 km
Koordinaten 793860 / 142409Koordinaten: 46° 24′ 18″ N, 9° 57′ 36″ O; CH1903: 793860 / 142409
Persgletscher (Kanton Graubünden)
Persgletscher
Entwässerung Morteratschgletscher
Vorlage:Infobox Gletscher/Wartung/Bildbeschreibung fehlt

Der Persgletscher (rätoromanisch Audio-Datei / Hörbeispiel Vadret Pers?/i) ist ein Talgletscher in der Berninagruppe im Süden des Kantons Graubünden, Schweiz.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er ist 4 km lang, im oberen Teil bis zu 1,5 km breit und bedeckt eine Fläche von ungefähr 6 km². Seinen Ausgangspunkt nimmt der Persgletscher mit zahlreichen Firnfeldern an der Nordflanke des Piz Palü, über den die Grenze zwischen Italien und der Schweiz verläuft sowie am Piz Cambrena (3602 m). Über den firnbedeckten Pass Fuorcla Bellavista (3688 m) ist der Gletscher nach Süden mit dem Altipiano di Fellaria verbunden, einem ausgedehnten Plateaugletscher auf der italienischen Seite des Berninamassivs.

Der Persgletscher fliesst mit einer verhältnismässig geringen Neigung von 10 bis 15 % nach Norden und dreht am Südfuss des Munt Pers (3206 m) allmählich nach Westen ab. Früher mündete er hier stark zerklüftet über einen steileren Hang in den Morteratschgletscher. Im Sommer 2015 schmolz der Persgletscher jedoch so weit zurück, dass die Verbindung der beiden Gletscherzungen abriss.[1]

Auf der Diavolezza, einem Berggrat zwischen dem Munt Pers und dem Piz Trovat nordöstlich des Persgletschers, steht auf 2973 m die Bergstation der Luftseilbahn Bernina-Diavolezza mit Aussicht auf das Berninamassiv und den Pers- und Morteratschgletscher.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Persgletscher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Radio Südostschweiz vom 23. September 2015: Unsere Gletscher verhungern