Petar Naumoski

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Basketballspieler
Petar Naumoski
Spielerinformationen
Geburtstag 27. August 1968
Geburtsort Prilep, SFR Jugoslawien
Größe 194 cm
Position Point Guard
Vereine als Aktiver
1989–1991 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoplastika/POP 84 Split
1991–1992 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien KK Rabotnički Skopje
1992–1994 TurkeiTürkei Efes Pilsen SK
1994–1995 ItalienItalien Benetton Treviso
1995–1999 TurkeiTürkei Efes Pilsen SK
2000–2001 ItalienItalien Benetton Treviso
000 0 2002 ItalienItalien Montepaschi Siena
2002–2004 ItalienItalien Olimpia Milano
000 0 2004 TurkeiTürkei Ülkerspor
Nationalmannschaft
Seit 1992 Mazedonien

Petar Naumoski (mazedonisch Петар Наумоски; * 27. August 1968 in Prilep, SR Mazedonien) ist ein ehemaliger mazedonischer Basketballspieler und Politiker. Naumoski gilt als einer der besten europäischen Spielmacher im Basketball der 1990er und genießt insbesondere in der Türkei besondere Verehrung, da er die erste türkische Vereinsmannschaft anführte, die 1996 mit dem Korać-Cup einen Europapokal gewinnen konnte. Während seiner aktiven Zeit wurde Naumoski in der Türkei und Italien naturalisiert. Zwischen 2002 und 2006 war er Abgeordneter des mazedonischen Parlaments innerhalb der Fraktion der VMRO-DPMNE.[1]

Naumoski begann 1989 seine Karriere beim Basketballverein aus dem kroatischen Split, der damals einen Großteil der besten Spieler der zu jener Zeit führenden europäischen Basketballnation Jugoslawien vereinte. Beim zwischen 1989 und 1991 dreifachen Triple-Gewinner aus nationaler Meisterschaft und Pokal sowie dem Europapokal der Landesmeister konnte sich Naumoski jedoch nicht durchsetzen, so dass er 1991 in seine mazedonische Heimat zu KK Rabotnički in Skopje zurückkehrte. 1992 wechselte er in die Türkiye Basketbol Ligi zu Efes Pilsen in Istanbul. Mit diesem Verein gewann er mit einjähriger Unterbrechung 1994/95 viermal die türkische Meisterschaft und wurde zweimal Vizemeister sowie viermal türkischer Pokalsieger. Nachdem er mit dem unter Benetton firmierenden Basketballverein aus dem italienischen Treviso 1995 das Finale des Europapokals der Pokalsieger, welches er 1993 mit Efes Pilsen noch verloren hatte, sowie den italienischen Landespokal gewonnen hatte, gewann er 1996 nach seiner Rückkehr zu Efes Pilsen den Korać-Cup im Finale gegen Stefanel Mailand, die bereits ein Jahr zuvor die Finalspiele dieses Wettbewerbs gegen den deutschen Vertreter Alba Berlin verloren hatten. Mit Efes Pilsen erreichte er zudem dreimal das Viertelfinale im nun Euroleague betitelten Europapokal der Landesmeister. 1999 verließ Naumoski Efes Pilsen. Mit der mazedonischen Nationalmannschaft konnte sich Naumoski bei der Basketball-Europameisterschaft 1999 für eine EM-Endrunde qualifizieren, wo man nach drei Niederlagen in der Vorrunde ausschied. In der Saison 1999/2000 war er nicht aktiv.

Für die Saison 2000/01 kehrte Naumoski zu Benetton Treviso zurück. In der Saison 2001/02 spielte er ab Februar 2002 für Montepaschi im toskanischen Siena und gewann mit dieser Mannschaft die letzte Austragung des nun als Saporta Cup betitelten Europapokals der Pokalsieger. Anschließend war er noch für Olimpia aus Mailand bis Januar 2004 aktiv, bevor er für den Rest der Spielzeit 2003/04 nach Istanbul zurückkehrte und mit Ülkerspor einen weiteren türkischen Pokalsieg errang und die Finalserie der türkischen Meisterschaft erreichte, die gegen seinen Ex-Verein Efes Pilsen verloren ging.

Zwischen 2008 und 2009 spielte er noch unterklassig in Italien und stand in der Spielzeit 2010/11 im Kader des KK MZT in Skopje.[2]

Petar Naumoski gehörte Anfang 2008 zu einem Kreis von 105 Basketballspielern, die von der Euroleague Basketball und/oder Basketballinteressierten nominiert wurden, um fünfzig bedeutende Persönlichkeiten des Basketballsports in Europa, im Zeitraum 1958 bis 2008 aktiv, bestimmen und in der Folge im Mai 2008 in Madrid (Spanien) ehren zu können. Alle nominierten Spieler haben in den Europapokal-Wettbewerben der FIBA Europe und der Euroleague Basketball eine besonders herausragende Rolle gespielt und gehörten jeweils zu den besonders herausgehobenen 'Stars' ihrer nationalen Ligateams.[3]

Erfolge[Bearbeiten]

Saison Verein Europapokal Nationale Meisterschaft Nationaler Pokal
1989/90 Jugoplastika Split EuropaEuropa Europa Landesmeister Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien
1990/91 POP 84 Split EuropaEuropa Europa Landesmeister (2) Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien (2) Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien (2)
1992/93 Efes Pilsen Istanbul EuropaEuropa Europa Pokalsieger-Vize TurkeiTürkei Türkei
1993/94 Efes Pilsen Istanbul TurkeiTürkei Türkei (2) TurkeiTürkei Türkei
1994/95 Benetton Treviso EuropaEuropa Europa Pokalsieger ItalienItalien Italien Vize ItalienItalien Italien
1995/96 Efes Pilsen Istanbul EuropaEuropa Europa Korać-Cup TurkeiTürkei Türkei (3) TurkeiTürkei Türkei (2)
1996/97 Efes Pilsen Istanbul TurkeiTürkei Türkei (4) TurkeiTürkei Türkei (3)
1997/98 Efes Pilsen Istanbul TurkeiTürkei Türkei Vize TurkeiTürkei Türkei (4)
1998/99 Efes Pilsen Istanbul TurkeiTürkei Türkei Vize (2)
2001/02 Montepaschi Siena EuropaEuropa Europa Pokalsieger/Saporta Cup (2) ItalienItalien Italien Vize
2003/04 Ülkerspor TurkeiTürkei Türkei Vize (3) TurkeiTürkei Türkei (5)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. VMRO - Democratic Party for Macedonian National Unity (2002 - 2006). Parlament der Republik Mazedonien:sobranie.mk, abgerufen am 18. September 2011 (englisch, Fraktionszusammensetzung).
  2. KK MZT Skopje Aerodrom basketball - team details, stats, news, roster: List of Former Players. eurobasket.com, abgerufen am 18. September 2011 (englisch, Anzeige früherer Spieler mit Spielzeitende).
  3. The All-Time Player Nominees - A bis Z. Website Euroleague Basketball. Abgerufen 21. Oktober 2011.