Peter Angermann

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Peter Angermann: 90° Dorf (Krümmung des Raumes), 1984, Hessisches Landesmuseum Darmstadt

Peter Angermann (* 17. Februar 1945 in Rehau) ist ein zeitgenössischer deutscher Maler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angermann studierte in den Jahren von 1966 bis 1968 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Gerhard Wendland und im Anschluss daran bis 1972 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph Beuys.

Gemeinsam mit Robert Hartmann, Hans Rogalla, Hans Henin und Hans Heiniger gründete er im Jahr 1969 die Gruppe YIUP. Mit Jan Knap und Milan Kunc bildete er ab 1979 die Künstlergruppe Normal, mit der er unter anderem im Jahr 1980 auf der XI. Biennale des Jeunes in Paris und 1984 auf der Gruppenausstellung „Von hier aus – Zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf“ vertreten war.

Er war Gastdozent an der Kunsthochschule in Reykjavík (1986), Gastprofessor für Malerei an der Gesamthochschule Kassel (1992–1993) und Professor für Malerei an der Städelschule in Frankfurt am Main (1996–2002). Von 2002 bis 2010 war er Professor für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg.

Peter Angermann lebt und arbeitet in Thurndorf und Nürnberg.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Studium bei Joseph Beuys wandte sich Peter Angermann entschieden von der Konzeptkunst ab und kehrte zu einer gegenständlichen Malerei zurück. Mit der Künstlergruppe Normal vertrat er einen betont antiavantgardistischen Standpunkt und strebte mit thematischen Bildern eine möglichst anschlussfähige und unelitäre Kunst an. Später wandte er sich mehr und mehr der Landschaftsmalerei zu und besonders der Pleinairmalerei. Sein Werk wird dem Neoexpressionismus zugerechnet. Peter Angermann schuf Kunstwerke für den öffentlichen Raum, beispielsweise ein 1985 entstandenes computergraphisches Mosaik für den U-Bahnhof Hohe Marter in Nürnberg und 1999 eine Installation für die Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg. Im selben Jahr stattete er für die Oper Nürnberg das Humperdinck-Singspiel „Hänsel und Gretel“ aus. Ein weiteres computergraphisches Mosaik, der "Entenzug", entstand 2015 in Nürnberg als Wandgestaltung in der Thomas-Mann-Str. 50.

Werke von Angermann befinden sich in folgenden Museumssammlungen:

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1980 Times Square Show, New York City
  • 1980 XI. Biennale des Jeunes in Paris[11]
  • 1981 Rundschau Deutschland, München
  • 1984 "Tiefe Blicke - Kunst der achtziger Jahre aus der Bundesrepublik Deutschland, der DDR, Österreich und der Schweiz", Hessisches Landesmuseum Darmstadt[12]
  • 1984 „Von hier aus – Zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf“, Düsseldorf
  • 1995 „Peter Angermann“, Kunsthalle Nürnberg
  • 2005 Prague Biennale, Prag[13]
  • 2007 "Normal Group", Trevi Flash Art Museum, Palazzo Lucarni, Italy[14]
  • 2008 "To be a teacher is my greatest work of art" - Kunstmuseum Ahlen, Germany[15]
  • 2009 "Peter Angermann: Autonomoney", Museen der Stadt Bamberg, Germany
  • 2009 "Joseph Beuys and His Students ", Sakip Sabanci Müzesi, Istanbul
  • 2010 "Peter Angermann", Daegu MBC, Gallery M, Korea
  • 2013 "Peter Angermann – Licht am Horizont", Museum Haus Lange, Krefeld[16]
  • 2014 "Peter Angermann: Die Lust am Sehen", Neues Museum Nürnberg, Germany
  • 2014 "Wild Heart: German Neo-Expressionism Since the 1960s", China Art Museum, Shanghai
  • 2015 "Die 80er. Figurative Malerei in der BRD", Städel Museum in Frankfurt[17]
  • 2016: The Blossom of Human Nature mit Clemens Heinl, Bode Galerie & Edition
  • 2016 "Die Neuen Wilden", Groninger Museum[18]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Städel Museum, Frankfurt am Main
  2. https://www.sammlung.pinakothek.de/de/artist/peter-angermann
  3. Centraal Museum Utrecht
  4. http://data.collectienederland.nl/search/?q=Peter+Angermann
  5. GNM
  6. Neues Museum Nürnberg
  7. Deutsches Historisches Museum
  8. Glasgow Museums
  9. MMK
  10. https://emuseum.cornell.edu/view/objects/asitem/People@7082/0?t:state:flow=67d031fd-f917-46a3-abf4-6dabcc0bc3ee
  11. http://archives.biennaledeparis.org/fr/1980/groupes/normal.html
  12. ISBN 3-7701-1740-9
  13. http://kunstaspekte.art/event/prague-biennale-2-event
  14. http://protrevi.com/protrevi/flart05Z.asp
  15. http://www.db-artmag.de/archiv/2008/d/5/1/626.html
  16. [/http://www.kunstmuseenkrefeld.de/d/ausstellungen/archiv/index.html Krefelder Museen]
  17. http://www.staedelmuseum.de/de/ausstellungen/die-80er
  18. http://www.groningermuseum.nl/de/die-neuen-wilden

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]