Peter Berneis

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Peter Berneis, auch Peter Eysoldt (* 1. April 1910 in Berlin, Deutschland; † 4. November 1985 in München) war ein deutscher Schauspieler und Drehbuchautor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn des Kunstmalers Benno Berneis kam über seine Mutter, die Schauspielerin Gertrud Eysoldt, 1923 zum Film und trat unter dem Namen Peter Eysoldt an ihrer Seite als Kinderdarsteller vor die Kamera. Wegen seiner „halbjüdischen“ Herkunft emigrierte der diplomierte Physiker und Ingenieur infolge der nationalsozialistischen Machtübernahme nach London. Die Schwester seines Vaters, Frida Langer, wurde 1942 Opfer des Holocaust.[1] Im Mai 1937 reiste Berneis in die USA weiter. Dort beantragte er noch im selben Jahr die US-Staatsbürgerschaft. Berneis fand zunächst eine Anstellung als Kunstprofessor an der Universität von Washington, D.C. 1940 wurde er eingebürgert.

Wenig später holte ihn Wilhelm Dieterle nach Hollywood, wo er Drehbücher für einige Spitzenproduktionen verfasste, darunter die filigrane Menschenstudie Die Glasmenagerie und das Sozialdrama Fernruf aus Chicago. 1953 kehrte Berneis nach Deutschland (Bundesrepublik) zurück, schrieb aber auch weiterhin die Manuskripte für deutsche wie für amerikanische Filme. Dabei handelte es sich überwiegend um romantische Stoffe und Komödien, gelegentlich auch Dramen. 1963 und 1964 erhielt der Heimkehrer auch zweimal Gelegenheit zur Filmregie in der Bundesrepublik.

Berneis hatte auch als Überarbeiter von Drehbüchern anderer Autoren gewirkt.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Schauspieler Peter Eysoldt

  • 1923: Das brennende Geheimnis
  • 1924: Ich hatt' eine Kameraden
  • 1924: Die Schmuggler von Bernina
  • 1924: Die Puppe vom Lunapark
  • 1925: Sein Chef

als Drehbuchautor Peter Berneis

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kay Weniger: „Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben …“. Lexikon der aus Deutschland und Österreich emigrierten Filmschaffenden 1933 bis 1945. Eine Gesamtübersicht. ACABUS Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86282-049-8, S. 101.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frida Langer, bei FürthWiki