Peter Beuth (Politiker)

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Peter Beuth

Peter Beuth (* 3. Dezember 1967 in Köln) ist ein deutscher Politiker (CDU) und Abgeordneter des Hessischen Landtags. Seit dem 18. Januar 2014 ist er Hessischer Minister des Innern und für Sport[1]. Zuvor war Beuth seit dem 14. März 2009 Generalsekretär der hessischen CDU, gewählt auf dem Landesparteitag in Marburg mit 93,1 %.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur im Jahr 1988 an der IGS Obere Aar in Taunusstein arbeitete Beuth in der Funktion eines Mediaplanungs-Assistenten und studierte Rechtswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Im Jahr 1997 legte er das erste, 2001 das zweite Juristische Staatsexamen ab. Seit 1991 lebt Peter Beuth in Taunusstein. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit seinem Eintritt 1983 in die Junge Union Oberhausen war Beuth politisch aktiv. Im Jahr 1987 wurde er Vorsitzender der JU Hohenstein, 1989 Kreisvorsitzender der JU Rheingau-Taunus und von 1994 bis 1998 Mitglied im Landesvorstand.

Nach seinem Eintritt in die CDU Hohenstein 1987 bekleidete Beuth verschiedene Ämter in der CDU Rheingau-Taunus, zuletzt das des stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden (seit 2000).

Von 1993 bis 2011 war er Kreistagsabgeordneter im Rheingau-Taunus-Kreis, dort von 1997 bis 2006 stellvertretender Fraktionsvorsitzender und schulpolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion.

Von 2006 bis 2011 war er Kreistagsvorsitzender im Rheingau-Taunus-Kreis.

Von 2011 bis 2014 war er ehrenamtlicher Kreistagsabgeordneter im Rheingau-Taunus-Kreis.

Seit der Kommunalwahl 2016 nimmt er erneut ein ehrenamtliches Mandat im Kreistag Rheingau-Taunus wahr.[2]

Von 1997 bis 2009 und 2011 bis 2012 war er Stadtverordneter in Taunusstein, und von 2004 bis 2008 Fraktionsvorsitzender der CDU Taunusstein.

Peter Beuth auf dem 29. Parteitag der CDU Deutschlands am 6. Dezember 2016 in Essen

Von 2006 bis 2014 war er Mitglied der Regionalversammlung Südhessen.

Peter Beuth ist Mitglied im CDU-Bundesvorstand[3] und leitet den Bundesfachausschuss Innenpolitik der CDU Deutschlands bereits seit 2013.

Als Abgeordneter im Hessischen Landtag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Landtagswahl in Hessen im Jahr 1999 ist Beuth direktgewählter Abgeordneter für den Wahlkreis 29 - Rheingau-Taunus II des Hessischen Landtags. Im Landtag konnte Peter Beuth in den vergangenen Wahlperioden im Rechtsausschuss, im Kulturpolitischen Ausschuss, im Petitionsausschuss sowie als CDU-Obmann in der Enquete-Kommission „Demographischer Wandel“ in unterschiedlichen Fachbereichen seine praktische Arbeit leisten. Er war bisher rechts- sowie innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Obmann im Untersuchungsausschuss 18/1 (dem Untersuchungsausschuss zur sog. Steuerfahnderaffäre). Den Untersuchungsausschüssen 18/2 (einem Untersuchungsausschuss zur Überprüfung der Einsetzung eines Polizeipräsidenten, die sog. Polizeipräsidentenaffäre) und 18/3 (einem Untersuchungsausschuss zur Untersuchung der finanziellen Unterstützung der European Business School durch die Landesregierung und zum finanziellen Gebaren der European Business School) hat er jeweils als Vorsitzender vorgestanden. In allen Untersuchungsausschüssen konnte Beuth im Abschlussbericht die Position der Landesregierung vertreten.

Als Generalsekretär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Bildung einer CDU-geführten Landesregierung zur Landtagswahl in Hessen 2009 wurde Peter Beuth als Generalsekretär der CDU Hessen vorgeschlagen und auf dem Landesparteitag im März 2009 mit 93,1 % der Stimmen gewählt. Auf dem Parteitag 2012 in Darmstadt wurde er im Amt bestätigt.

Als Generalsekretär hat Beuth den hessischen Wahlkampf 2013 organisiert. Nach der Landtagswahl, aus der die CDU mit Stimmenzuwachs erneut als stärkste Kraft hervorging, hat er für die CDU Hessen die Koordination der Koalitionsgespräche übernommen,[4] an deren Ende die erste schwarz-grüne Landesregierung in einem Flächenland steht.[5]

Als Hessischer Minister des Innern und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. Januar 2014 wurde Beuth zum Hessischen Minister des Innern und für Sport im Kabinett Bouffier II ernannt.

Aufgrund der steigenden Zahl der Übergriffe auf Hilfskräfte startete Beuth die „Schutzschleifen“-Initiative. Mit der rot-weiß-blauen Schleife soll Solidarität mit den Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zum Ausdruck gebracht werden.[4]

Zu Beginn des Jahres 2018 wurde er vom Bundesrat zum Beauftragten für den Rat Justiz und Inneres der Europäischen Union berufen. [6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1], Lebenslauf Peter Beuths auf der Internetseite des HMdIS, zuletzt eingesehen am 23. Januar 2014
  2. Rheingau-Taunus-Kreis: Fraktionen. Abgerufen am 23. Januar 2018.
  3. Vorstand. In: Christlich Demokratische Union Deutschlands. (cdu.de [abgerufen am 10. Dezember 2016]).
  4. [2] Pressestatement Peter Beuths zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen
  5. [3] Pressestatement von Ministerpräsident Volker Bouffier zur Unterzeichnung des Koalitionsvertrages 2013, zuletzt eingesehen am 23. Januar 2014
  6. Peter Beuth - Über mich. Abgerufen am 23. Januar 2018.