Peter Bosz

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Peter Bosz
Rostov-Ajax (8).jpg
Peter Bosz, 2016
Spielerinformationen
Name Peter Sylvester Bosz
Geburtstag 21. November 1963
Geburtsort ApeldoornNiederlande
Größe 178 cm
Position Mittelfeldspieler
Junioren
Jahre Station
OBV Apeldoorn
AGOVV Apeldoorn
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1981–1984 Vitesse Arnheim 81 (2)
1984–1985 AGOVV Apeldoorn
1985–1988 RKC Waalwijk 105 (4)
1988–1991 Sporting Toulon 93 (0)
1991–1996 Feyenoord Rotterdam 155 (6)
1996–1997 JEF United 33 (1)
1998 Hansa Rostock 14 (0)
1998–1999 NAC Breda 26 (1)
1999 JEF United 15 (1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1991–1995 Niederlande 8 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2000–2002 AGOVV Apeldoorn
2002–2003 De Graafschap
2004–2006 Heracles Almelo
2010–2013 Heracles Almelo
2013–2016 Vitesse Arnheim
2016 Maccabi Tel Aviv
2016–2017 Ajax Amsterdam
2017– Borussia Dortmund
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Peter Sylvester Bosz (ˈpeːtər ˈbɔʃ)[1] (* 21. November 1963 in Apeldoorn) ist ein niederländischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler. Seit der Saison 2017/18 ist er Trainer des Bundesligisten Borussia Dortmund.[2]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bosz begann mit dem Fußballspielen in seiner Geburtsstadt bei den Amateurvereinen OBV Apeldoorn und AGOVV Apeldoorn. 1981 wechselte er zu Vitesse Arnheim und debütierte 17-jährig in der zweiten niederländischen Liga. Nach drei Jahren – er war bis dahin regelmäßig zum Einsatz gekommen – wechselte Bosz 1984 zurück in den Amateurbereich und spielte für eine Saison bei seinem Jugendverein AGOVV Apeldoorn.

1985 unterschrieb er einen Vertrag beim RKC Waalwijk. Dem Verein gelang 1988 erstmals der Aufstieg in die erste Liga, woraufhin Bosz zu Sporting Toulon wechselte. An der Mittelmeerküste hatte er dreimal den Klassenerhalt in der Ligue 1 erreicht, ehe er 1991 von Feyenoord Rotterdam verpflichtet wurde. In seinem ersten Jahr gewann Bosz dort den KNVB-Pokal. In den folgenden vier Jahren folgten zwei weitere Pokalsiege und 1993 ein Meistertitel.

Peter Bosz im März 1988

1996 wechselte Bosz nach wenigen Spielen in die japanische J. League zu JEF United Ichihara. Nach dem Ende der Saison 1997, die im Kalenderjahr ausgetragen worden war, nahm der defensive Mittelfeldspieler in der Winterpause ein Angebot des deutschen Bundesligisten Hansa Rostock an und erreichte mit den Mecklenburgern am Saisonende den sechsten Platz.

Danach kehrte er in die Niederlande zurück, spielte ein Jahr für NAC Breda und stieg mit der Mannschaft in die Zweitklassigkeit ab. Daraufhin ging Bosz zurück nach Japan zu JEF United und beendete dort nach einem halben Jahr seine aktive Profikarriere, 18 Jahre, nachdem sie begonnen hatte.

Bosz spielte von 1991 bis 1995 achtmal für die niederländische Nationalmannschaft und nahm mit ihr an der EM 1992 teil.

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner aktiven Laufbahn übernahm Bosz im Jahr 2000 den Trainerposten bei seinem Jugendverein AGOVV Apeldoorn. Mit dem Amateurverein gewann er 2002 die nationale Meisterschaft der Amateure. Im gleichen Jahr wechselte er auf die Trainerbank des Ehrendivisionärs De Graafschap. Dort stieg er mit der Mannschaft als Tabellenletzter ab. Im folgenden Jahr war Bosz ohne Trainertätigkeit; 2004 unterschrieb er einen Vertrag bei Heracles Almelo. Mit Heracles stieg er im ersten Jahr in die erste Liga auf und hielt im zweiten Jahr die Klasse.

Ab der Saison 2006/07 war er Technischer Direktor bei Feyenoord Rotterdam. Im Jahre 2010 kehrte er als Trainer zu Heracles zurück. Von Juni 2013 bis Januar 2016 trainierte er Vitesse Arnheim, anschließend war er bis zum Sommer Trainer von Maccabi Tel Aviv in Israel. Danach übernahm er die Mannschaft von Ajax Amsterdam, erreichte mit dem Team, das überwiegend aus jungen und talentierten Spielern bestand, den zweiten Platz der Eredivisie und das Finale der Europa League 2016/17.

Anfang Juni 2017 wurde er von Borussia Dortmund als Nachfolger von Thomas Tuchel verpflichtet.[3] Er erhielt einen Zweijahresvertrag.[2][4] Das erste Pflichtspiel unter seiner Trainerschaft war das DFL-Supercup-Finale 2017 gegen den FC Bayern München.[5]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Peter Bosz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Boss oder Bosch – Wie spricht man Dortmunds neuen Trainer aus? in Focus Online vom 6. Juni 2017
  2. a b Dortmund holt Peter Bosz als neuen Trainer. In: Süddeutsche Zeitung. 6. Juni 2017, abgerufen am 6. Juni 2017.
  3. AFC Ajax N.V. (Hrsg.): Peter Bosz naar Borussia Dortmund. In: Ajax Amsterdam. 6. Juni 2017, abgerufen am 12. Juni 2017 (niederländisch).
  4. Meldung auf der Website des BVB, abgerufen am 6. Juni 2017
  5. FAZ.net / Roland Zorn: Das neue Klima bei Borussia Dortmund