Peter Burmeister

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Peter Burmeister (* 16. Juli 1941 in Berlin) ist ein deutscher Mathematiker und pensionierter Professor am Fachbereich Mathematik der Technischen Universität Darmstadt.

Peter Burmeister, 1996, TU Darmstadt

Wissenschaftliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Burmeister studierte Mathematik an der Freien Universität Berlin mit einem Austauschjahr an der Uni Münster. 1966 wurde er an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn von Jürgen Schmidt promoviert mit der Dissertation Über die Mächtigkeiten und Unabhängigkeitsgrade der Basen freier Algebren[1][2]. 1971 wurde er von Wolfram Schwabhäuser an der Universität Bonn habilitiert mit der Arbeit Primitive Klassen partieller Algebren.[1] Im selben Jahr wurde er als Mathematikprofessor an die TU Darmstadt berufen. Im Jahr 2004 wurde er pensioniert.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Burmeisters Forschungsinteresse gilt der Allgemeinen Algebra insbesondere den Partiellen Algebren. Darüber hinaus interessiert er sich auch für: Ordnungs- und Verbandstheorie, Grundlagen der Geometrie, Diskrete Mathematik vor allem für Graphentheorie, Formale Begriffsanalyse und Begriffliche Wissensverarbeitung.

Seine nach eigenen Angaben wichtigste Veröffentlichung ist A model theoretic orientated approach to partial algebras[3][1] mit mehr als 500 Seiten.

Zusammen mit Rudolf Wille arbeitete er in der Arbeitsgruppe Allgemeine Algebra und der Forschungsgruppe Begriffsanalyse. Er ist Gründungsmitglied des Ernst-Schröder-Zentrums für begriffliche Wissensverarbeitung e.V. und gehört dessen Vorstand an.[4]

Aufbauend auf dem von Bernhard Ganter entwickelten Algorithmus zur Berechnung eines Begriffsverbandes entwickelte Peter Burmeister die Software ConImp (Contexts & Implications).[5] Damit können formale Kontexte editiert und evaluiert werden, insbesondere durch die Berechnung der Duquenne-Guigues-Basis und durch die Merkmalexploration - auch bei unvollständigem Wissen. Dabei sind Erkenntnisse eingeflossen, die von Burmeisters Doktorand Richard Holzer in seiner Dissertation Methoden der formalen Begriffsanalyse bei der Behandlung unvollständigen Wissens erarbeitet wurden.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Peter Burmeister: List of Publications Peter Burmeister. Abgerufen am 10. Mai 2014 (ps, englisch).
  2. Peter Burmeister. In: Mathematics Genealogy Project. Abgerufen am 28. April 2014 (php, englisch).
  3. Peter Burmeister: A model theoretic orientated approach to partial algebras. Introduction to theory and application of partial algebras. Part I. In: Mathematical Research. Band 32. Akademie Verlag, Berlin 1986, ISBN 978-3-05-500176-5 (Online verfügbar [PDF]).
    (Part II, Structural Induction on Partial Algebras wurde von Horst Reichel verfasst. Siehe hierzu Vorwort in Part I)
  4. Ernst-Schröder-Zentrum. Der Vorstand. Abgerufen am 28. April 2014 (html).
  5. Peter Burmeister. In: Fachbereich Mathematik der TU-Darmstadt. 4. Mai 2002, abgerufen am 28. April 2014 (html).
  6. Richard Holzer: Methoden der formalen Begriffsanalyse bei der Behandlung unvollständigen Wissens. Dissertation. Shaker Verlag, Aachen 2001, ISBN 978-3-8265-9092-4 (uni-passau.de [PDF; abgerufen am 22. Mai 2014]).