Peter Hoeres

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Peter Hoeres (* 1971 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Historiker. Er ist Professor für Neueste Geschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Hoeres ist ein Sohn des Philosophen Walter Hoeres.[1] Er studierte von 1992 bis 1997 Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Nach dem Magister Artium 1998 war er wissenschaftliche Hilfskraft und Dozent für Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen am Standort Essen.

Im Anschluss war Hoeres Promotionsstipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Computergestützte Hochschullehre im Fach Geschichte“ an der Universität Münster. 2002 wurde er bei Hans-Ulrich Thamer in Geschichte mit der Dissertation Krieg der Philosophen. Die deutsche und die britische Philosophie im Ersten Weltkrieg zum Dr. phil. promoviert, wofür er ein Jahr später mit dem Dissertationspreis der Universität Münster ausgezeichnet wurde. Von 2004 bis 2007 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Hans-Ulrich Thamer am Historischen Seminar in Münster und von 2007 bis 2011 bei Frank Bösch am Historischen Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen, wo er auch assoziiertes Mitglied des International Graduate Centre for the Study of Culture wurde.

2010 erhielt Hoeres das Postdoctoral Fellowship des Deutschen Historischen Instituts Washington und 2011 ein Forschungsstipendium der Gerda Henkel Stiftung. 2011 habilitierte er sich mit der von Frank Bösch betreuten Arbeit Außenpolitik und Öffentlichkeit. Massenmedien, Meinungsforschung und Arkanpolitik in den deutsch-amerikanischen Beziehungen von Erhard bis Brandt. Danach vertrat er die Professuren für Fachjournalistik Geschichte an der Universität Gießen und für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

2013 wurde Hoeres Professor für Neueste Geschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören internationale Geschichte, Kulturgeschichte, Mediengeschichte sowie Wissenschafts- und Ideengeschichte. Er gehörte seit 2012 dem Ausschuss des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands an.

Derzeit schreibt Hoeres eine Geschichte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und leitet ein DFG-Projekt zu diesem Thema.[2]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Krieg der Philosophen. Die deutsche und britische Philosophie im Ersten Weltkrieg. Schöningh, Paderborn 2004, ISBN 3-506-71731-6 (Rezension,Rezension).
  • Die Kultur von Weimar. Durchbruch der Moderne (= Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert. Band 5). be.bra Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-89809-405-4 (Rezension, Rezension).
  • Außenpolitik und Öffentlichkeit. Massenmedien, Meinungsforschung und Arkanpolitik in den deutsch-amerikanischen Beziehungen von Erhard bis Brandt (= Studien zur internationalen Geschichte. Band 32). Oldenbourg, München 2013, ISBN 978-3-486-72358-8. (Rezension).
  • Hrsg. mit Armin Owzar, Christina Schröer: Herrschaftsverlust und Machtverfall. Oldenbourg, München 2013, ISBN 978-3-486-71668-9. (Rezension).
  • Hrsg. mit Frank Bösch: Außenpolitik im Medienzeitalter. Vom späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart (= Geschichte der Gegenwart. Band 8). Wallstein, Göttingen 2013, ISBN 978-3-8353-1352-1. (Rezension).
  • Gärtner der Rhizome. Geschichte digital erzählen auf Wikipedia (= EPub-Ebook). Ripperger & Kremers, Berlin 2013, ISBN 978-3-943999-36-5.
  • Hierarchien in der Schwarmintelligenz. Geschichtsvermittlung auf Wikipedia. In: Thomas Wozniak, Jürgen Nemitz, Uwe Rohwedder (Hrsg.): Wikipedia und Geschichtswissenschaft. De Gruyter/Oldenbourg, Berlin 2015, ISBN 978-3-11-037634-0, S. 15–32, DOI:10.1515/9783110376357-004.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anna Hofmeister: Die Zeichen der Moderne. Peter Hoeres betrachtet die Weimarer Republik (Rezension zu: Die Kultur von Weimar, 2008). In: Deutsche Tagespost, Nr. 157/158 vom 30. Dezember 2008, S. 12.
  2. Webseite zum DFG-Projekt.