Peter Kempny

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Peter Kempny (* 5. Februar 1862 in Wien; † 20. Mai 1906 in Gutenstein) war ein österreichischer Mediziner, Komponist und Insektenforscher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Kempny eröffnete im Alter von 25 Jahren seine Arztpraxis in Gutenstein und ließ zwei Jahre danach von Architekt Julius Deininger – mit dessen beiden Söhnen er Tennis spielte – aus eigenen Mitteln eine Badeanstalt mit Kurbetrieb und zwei großen beheizten Freiluftbecken (das heutige Gemeindebad) errichten.

Schon während seines Medizinstudiums betrieb er Insektenforschung (Netzflügler – Myrmeleoniden), anfangs lediglich in seiner Freizeit. Noch während des Studiums publizierte er bereits wissenschaftliche Arbeiten und erlangte bald auch als Wissenschaftler auf diesem Gebiet große Anerkennung. Viele seiner Forschungsarbeiten wurden von der Zoologisch-botanischen Gesellschaft Wien veröffentlicht. In der internationalen Fachwelt ist er wegen der Entdeckung von etwa 200 Insektenarten, die nach ihm benannt sind, ein Begriff.

Weiters sorgte er für die Kurgäste als Tennisspieler, Schachmeister und mit seinen hervorragenden pianistischen Darbietungen für gesellschaftliche Höhepunkte. Er hinterließ eine Reihe von Kompositionen (Lieder, Chorwerke, 2 Symphonien, Klavierwerke etc.). Diese galten lange als verschollen. Erst 2012 wurden über 100 wieder aufgefunden. In den letzten Jahren wurden einige seiner Werke in Gutenstein, Wien und Frankreich öffentlich aufgeführt.

Er verstarb 44-jährig in Gutenstein. Die Gemeinde widmete ihm seiner großen Verdienste wegen ein Ehrengrab. Im Vestibül des heutigen Gemeindebades erinnert eine Gedenktafel an Dr. Peter Kempny.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]