Peter Kluska

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Westpark in München, Blick in den Ostteil
Ufergestaltung des Main-Donau-Kanals in Berching, Oberpfalz
Kabinettsgarten in der Münchner Residenz

Peter Kluska ist ein deutscher Landschaftsarchitekt mit Büro in München, das er zusammen mit seiner Frau Edit Kluska-Szügyi führt.[1] Kluska hat sich spezialisiert auf städtebauliche Zielsetzungen, bei denen er Freiräume besonders in ihrer sozialen Qualität gestaltet.[1] Sein bekanntester Entwurf ist der Münchner Westpark, der 1983 zur Internationalen Gartenbauausstellung angelegt wurde. Er ist Mitglied im Bund Deutscher Landschaftsarchitekten und im Deutschen Werkbund.

Berufliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kluska machte zunächst eine Gärtnerlehre und studierte anschließend Landschaftsarchitektur in Weihenstephan. Seine erste Berufstätigkeit war ein Praktikum bei Hans Luz in Stuttgart. Anschließend arbeitete er von 1964 bis 1970 im Büro von Walter Rossow in Berlin. 1970 machte er sich in München selbständig und ist seitdem freischaffend tätig. Er baute sich durch die Teilnahme an Architektur-Wettbewerben ein eigenständiges Profil auf und sieht seine Arbeitsschwerpunkte in gestaltender Objektplanung im urbanen und ländlichen Raum[2], wobei in späteren Jahren der städtebauliche Anteil zunimmt.

Von 1991 bis 1997 war er Mitglied der Stadtgestaltungskommission der Landeshauptstadt München, seit 1994 ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung.[1]

Kluska erhielt für den Kabinettsgarten der Münchner Residenz 2005 eine Würdigung im Rahmen des Deutschen Landschaftsarchitekturpreis.[3]

Einflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als prägend für sein Verständnis von Raumbildung und Raumerlebnis schildert er einen Besuch im Park Sanssouci in Potsdam, den er Mitte der 1960er Jahre als West-Berliner nur dank einer Sondergenehmigung der DDR-Behörden besuchen konnte.[4]

Für Kluska ist Landschaftsarchitekt der „zweitschönste Beruf der Welt“,[5] Vorrang hat für ihn nur die Musik. Beim Zeichnen lässt er sich von Tschaikowski und Mahler inspirieren. Für die Stadt Leipzig entwarf er die Gestaltung des Augustusplatzes zwischen Gewandhaus und Opernhaus Leipzig während er durch geschlossene Türen eine Probe von Tschaikowskis Serenade Nr. 48 in C-Dur unter Kurt Masur hörte. Er gestaltete die Platzoberfläche als Notenblatt auf dem die ständige Bewegung von Menschen auf dem Platz „eine immer neue Partitur“ ergeben würde.[6]

Projekte (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kluska gewann zwischen 1970 und 2010 mehr als 20 Wettbewerbe, die auch verwirklicht wurden. Darunter sind:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c P. Diemer: Architekten in Bayern 2. Verlag Buch und Film 2000, ISBN 3-933687-04-7, Seiten 184–187
  2. Kluska 2013, Seite 6
  3. Bund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla: Kabinettsgarten in der Residenz München – der kleinste Garten im Zentrum der Stadt , Deutscher Landschaftsarchitekturpreis 2005
  4. Kluska 2013, Seite 14
  5. Stefani Wandl: Die Oase aus dem Brachland. Süddeutsche Zeitung, 17. Juli 2013, Seite R7
  6. Kluska 2013, Seite 238