Peter Lawford

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Peter Lawford (* 7. September 1923 in London; † 24. Dezember 1984 in Los Angeles; eigentlich Peter Sydney Ernest Aylen) war ein britischer Schauspieler.

Lawford (links) mit seinem damaligen Schwager, US-Präsident John F. Kennedy (1962)

Leben[Bearbeiten]

Peter Lawford wurde als Sohn des Armee-Leutnants Sir Sidney Lawford (1865–1953) und dessen Ehefrau May (1883–1972) geboren. Seine Eltern heirateten, als er ein Jahr alt war, deshalb steht in seiner Geburtsurkunde der Nachname seiner Mutter. Seine Kindheit verbrachten seine Eltern mit ihm in Frankreich und so lernte er Französisch eher als die englische Sprache. Lawford sprach später außerdem noch fließend Spanisch und Italienisch. Bereits mit sieben sieben Jahren stand er zum ersten Mal im britischen Film Poor Old Bill (1931) vor der Kamera. 1938 spielte im Drama Lord Jeff eine Nebenrolle an der Seite der Kinderstars Freddie Bartholomew und Mickey Rooney, was seinen erster Film in Amerika war. Anfang der 1940er-Jahre unterschrieb Lawford seinen ersten Studiovertrag bei Metro-Goldwyn-Mayer. Eine schwere Armverletzung, die Lawford erhalten hatte, als er mit 14 Jahren gegen eine Glastür gerannt war, hinderte ihn an einem Einsatz im Zweiten Weltkrieg. Das brachte ihm den Vorteil, dass viele seiner Konkurrenten um bessere Rollen fort waren und so stieg er vom Kleindarsteller zum vielversprechenden Jungstar auf.

Den Durchbruch brachten ihn seine Rollen im Irene-Dunne-Drama The White Cliffs of Dover (1944) und in der Literaturverfilmung Das Bildnis des Dorian Gray (1945) als David Stone. Seine erste Hauptrolle hatte Lawford 1945 im Lassie-Film Son of Lassie unter Regie von S. Sylvan Simon. 1946 war er in Ernst Lubitschs Komödie Cluny Brown auf Freiersfüßen und Henry Kosters Musical Two Sisters from Boston zu sehen. An der Seite von Fred Astaire spielte er in den Filmen Osterspaziergang (1948) und Königliche Hochzeit (1951). Häufig verkörperte Lawford bei MGM jugendliche Liebhaber, etwa als Theodore Laurence in Kleine tapfere Jo, der Verfilmung des Romanes Little Women. Nach dem Ende seines Vertrages bei MGM wurde er Mitglied des Rat Pack um Frank Sinatra, wo er unter anderem den Playboy Jimmy Foster in Ocean's Eleven verkörperte. Im Fernsehen spielte Lawford zwischen 1957 und 1959 die Hauptrolle in der Fernsehserie Der dünne Mann.

In seiner späteren Karriere spielte er zahlreiche Gastrollen im Fernsehen und war in größeren und kleineren Filmen wie Ein Frosch in Manhattan und Unternehmen Rosebud zu sehen. Der Sprung zum großen Star gelang ihm allerdings nicht. Seine letzte Rolle hatte er 1983 in der britischen Komödie Die Himmelsmaschine neben Tony Curtis.

Privatleben[Bearbeiten]

Peter Lawford (links) bei John F. Kennedys Beerdigung (1963)

Peter Lawford war bekannt für sein teilweise schillerndes und turbulentes Privatleben: Er heiratete 1954 Patricia Kennedy, die Schwester von John F. Kennedy, und wurde damit Mitglied der Kennedy-Familie. Sie hatten gemeinsam vier Kinder, darunter der Schauspieler Christopher Lawford. Die Ehe wurde 1966 geschieden. Lawford und das Rat-Pack um Frank Sinatra unterstützten Kennedy auch bei seinen Wahlkämpfen. Lawford soll die engen persönlichen Beziehungen der beiden Kennedy-Brüder John F. und Robert Kennedy zu Marilyn Monroe wesentlich unterstützt haben. Mit Lawford wechselte Marilyn Monroe während eines Telefonats ihre letzten Worte in der Nacht des 4. August 1962, in der sie auf bis heute nicht zweifelsfrei aufgeklärte Weise starb. Nach der Scheidung von der Kennedy-Tochter heiratete Lawford 1971 Mary Rowan, die 27 Jahre jünger war und Tochter von Dan Rowan. Die Ehe hielt bis 1975. Danach trat er noch zweimal vor den Traualtar, einmal mit Debora Gould (1977–78) und einige Monate vor seinem Tod mit Patricia Seaton.

Die Freundschaft zwischen ihm und Sinatra litt über Jahre darunter, dass er eine Affäre mit Sinatras Ehefrau Ava Gardner hatte und Sinatra dies für den Grund seiner Trennung von Gardner hielt. Lawford hatte dagegen diverse mehr oder weniger ernstzunehmende Affären mit Stars wie June Allyson, Lana Turner und Kim Novak. Bemerkenswert war seine Beziehung mit der afroamerikanischen Schauspielerin Dorothy Dandridge, die Hochzeitspläne scheiterten an den unterschiedlichen Hautfarben.

Peter Lawford, der jahrelang alkoholabhängig war, starb 1984 an Nieren- und Leberversagen

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Peter Lawford – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien