Peter Lehmann (Bildhauer)

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Peter Lehmann (* 10. Juli 1921 in Bremen; † 15. April 1995 in Großenkneten) war ein deutscher Bildhauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plastik Taube, 1965 in Worpswede fotografiert von Hans Saebens

Peter Lehmann war der Sohn des Bremer Arztes und Sammlers Alexander Lehmann und dessen Frau Johanna, geb. Plump. Der Bildhauer Wilhelm Gerstel hatte in die Familie seiner Mutter eingeheiratet, und bei dessen Schüler Ernst Gorsemann studierte Lehmann von 1939 bis 1940 an der Kunsthochschule Bremen,und von 1948 bis 1952 wieder dort bei Ernst Krieg und Herbert Kubica. 1955 wurde ihm und seiner Frau, der Bildhauerin Angelika Lehmann-Billaudelle, in Koblenz ein staatliches Atelier zur Verfügung gestellt. 1962 zog das Paar nach Worpswede, wo seine Frau 1964 starb.[1]

Ab 1968 lebte und arbeitete der Künstler in Bissel, einem Ortsteil der Gemeinde Großenkneten. Peter Lehmann starb am 15. April 1995 im Alter von 73 Jahren in Großenkneten und wurde in Worpswede beerdigt. Dort ist das Grab des Ehepaares auf dem Friedhof bei der Zionskirche erhalten.[2]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lehmann orientierte sich künstlerisch an Henry Moore (ohne dessen Abstraktion zu übernehmen), Ernst Barlach und Bernhard Heiliger. Eines seiner bekannten Werke ist die 1974 errichtete Bronzeplastik Schweinehirt und seine Herde am Ende der Bremer Sögestraße, welches die Herkunft des Straßennamens (Söge = plattdeutsch für Säue) versinnbildlicht. In Bremen findet sich weiterhin die steinerne Seelöwengruppe Harmonie in der Neuen Vahr. 1984 wurde Fipps, der Affe, geschaffen 1965 nach einer Bildergeschichte von Wilhelm Busch, im Bremer Altstadtviertel Schnoor angebracht.[3][4]

Außerdem schuf er 1965 die Streithammel, die vor dem Landgericht Oldenburg stehen,[5] und 1979 den Eberborg-Brunnen in Cloppenburg.[6][1] 1977 wurde die Figurengruppe Nachtwächter mit zwei Hunden in Korbach und 1982 die Erbeerpflückerin mit Kindern in Arsten aufgestellt.[7] Im Innenhof des Kronenhofs an der Marktgasse 8 in Rheinfelden steht die von Lehmann geschaffene Skulpturengruppe von 1982, Die Rheinfelder Gänse.[8]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gans und Ganter, Cuxhaven um nach 1956
  • Fuchs auf heißer Spur und Junger Seehund, Cuxhaven
  • Storch, Klinikum Mitte in Bremen, 1957
  • Seelöwengruppe, Neuen Vahr, 1964
  • Taube, Worpswede, ca. 1965
  • Schnecke, An Smidts Park in Bremen-Burglesum, 1968
  • Wildeber, Schule Borchshöhe in Bremen-Vegesack, 1968
  • Fischreiher, Schule Schönebeck in Bremen-Vegesack, 1968
  • Schweinehirt und seine Herde, Bremen-Mitte, 1974
  • Nachtwächter mit zwei Hunden, Korbach, 1977
  • Erdbeerpflückerin mit Kindern, Arsten, 1982
  • Die Rheinfelder Gänse, Rheinfelden (Baden), 1982
  • Fipps, der Affe, Bremen-Schnoor, 1984

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Peter-Lehmann-Schule in Sage (Gemeinde Großenkneten) wurde posthum nach ihm benannt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Peter Lehmann (Bildhauer) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Brunnen erzählt vom Kampf der Bauern NWZ online, abgerufen am 10. Januar 2011.
  2. Prominentengräber. In: worpswede24.de. Abgerufen am 20. Dezember 2021.
  3. Fipps in Bronze verewigt, Bremer Nachrichten vom 20. Dezember 1984.
  4. Herr Bernd Mayer: Fipps, der Affe (Fotoserie), abgerufen am 6. August 2016.
  5. Die Streithammel im Gerichtsviertel Stadt Oldenburg, abgerufen am 10. Januar 2011.
  6. Eberborg Brunnen, www.vanderkrogt.net, abgerufen am 10. Januar 2011.
  7. Herr Bernd Mayer: Erdbeerpflückerin mit Kindern (Fotoserie), abgerufen am 6. August 2016.
  8. Rheinfelder Kunst: Nr. 27, Die Rheinfelder Gänse im Innenhof des Kronenhof, Altstadt Rheinfelden. (PDF) Abgerufen am 17. September 2019.