Peter Mertens (Politiker)

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Peter Mertens

Peter Mertens (* 17. Dezember 1969 in Antwerpen) ist ein belgischer Publizist und Vorsitzender der Partij van de Arbeid (PVDA).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 18 Jahren gründete Peter Mertens zusammen mit Marc Spruyt an der Universität St.-Ignatius Antwerpen die Vereinigung 'Studenten tegen Racisme' (SteR). Um 1991 schloss er sich der MLB (Marxistisch-Leninistische Beweging), dem Studentenverband der PVDA, an, um gegen den Golfkrieg zu kämpfen. Mit dieser Organisation war er bei unterschiedlichen studentischen Aktivitäten dabei, so in der Solidaritätsbewegung anlässlich der Schließung der Boel-Werft in Temse. 1994 bis 1998 war er MLB-Vorsitzender. Unter seiner Leitung beteiligte sich die MLB an der Streikbewegung im Bildungswesen des französischsprachigen Landesteils gegen geplante Reformen.

1994 beendete er sein Studium als Lizentiat der Sozialwissenschaften und arbeitete danach anderthalb Jahre lang bei einer Zeitarbeitsfirma als Arbeiter für industrielle Reinigungsbetriebe in der Kanalzone von Gent.[1]

Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1995 fand der 5. Parteitag der PVDA statt. Auf diesem wurde er in das Zentralkomitee dieser Partei gewählt. 1998 wechselte er seine Funktion als Vorsitzender des MLB mit der des Politischen Sekretärs der Antwerpener Provinz-Parteiorganisation. 2002, nach dem 7. Parteitag, wurde er ins Politbüro (heute Partijbureau) gewählt. Vier Jahre später bekam er die Verantwortung für die Geschäftsführung der Partei übertragen.

Auf dem 8. Parteitag im März 2008 wurde er Nachfolger des Parteivorsitzenden Ludo Martens, der mit ernsten Gesundheitsproblemen kämpfte. [2] Als neuer Vorsitzender erklärte Mertens öffentlich, dass die PVDA den "belehrenden Finger" und die "großen Theorien" mehr oder weniger weglassen müsse, kündigte an, dass er gedenke, die Partei neu zu auszurichten und distanzierte sich von Maoismus und Stalinismus.[3]

Über die neue Richtung, die die Partei einschlagen müsse, veröffentlichte Mertens 2009 sein Buch Op mensenmaat ("In menschlichem Maß"). Eine Fortsetzung erschien zwei Jahre später im Dezember 2011 unter dem Titel Hoe durven ze? ("Wie können sie es wagen?")[4]. Von diesem auch auf Deutsch erschienenen Buch in flämischer Sprache wurden bis Mai 2012 17.000 Exemplare verkauft.

Bei den belgischen Kommunalwahlen von 2012 war er Spitzenkandidat zum Stadtrat von Antwerpen. Er wurde mit 8.976 Vorzugsstimmen gewählt.[5] Damit stand er an vierter Stelle auf der Beliebtheitsskala der Antwerpener Kommunalpolitiker, nach Bart De Wever (N-VA), Patrick Janssens (sp.a) und Filip Dewinter (Vlaams Belang).[6]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flämisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • De Belgische vakverenigingen tijdens en na de Tweede Wereldoorlog (Gent, 1993)
  • Het fascisme gisteren en vandaag (EPO, 2000) Herwig Lerouge, Peter Mertens e.a. ISBN 90-6445-202-4
  • De arbeidersklasse in het tijdperk van de transnationale ondernemingen (Imast, 2006)
  • Op Mensenmaat (Stof voor een socialisme zonder blauwe plekken), (EPO, 2009) ISBN 978-90-6445-507-0
  • Hoe durven ze? (De euro, de crisis en de grote hold-up) (EPO, 2011) ISBN 978-94-91297-13-7

Deutsch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mertens, 38 jaar: Peter Mertens: De mens achter de functie; PTVDA; 26. Februar 2008
  2. 'Peter Mertens nieuwe voorzitter PVDA'; De Morgen; 22. Februar 2008
  3. De Morgen: 'PVDA beschouwt zich niet langer als extreem linkse partij'; PVDA; 22. Februar 2008
  4. 'Communist schrijft bestseller'; De Standaard; 21. Januar 2012
  5. Uitslagen gemeenteraadsverkiezingen 2012 - Antwerpen; Vlaanderenkiest.be
  6. Het onverhoopte succes van Peter Mertens; Radio 1 (Flandern); 17. Oktober 2012