Peter Philippe Weiss

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Peter Philippe Weiss (* 2. Oktober 1962 in Basel) ist ein Schweizer Komponist, Sound-Designer, Klang- und Performancekünstler, Dozent und Autor.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2004 gründet Peter Philippe Weiss die Corporate Sound AG und schaffte damit weltweit die erste professionelle Kommunikationsagentur für akustische Markenführung und verfasst dazu die erste Publikation zu diesem Thema mit dem Titel „Corporate Sound – Marketinginstrument der Zukunft?“ im Thexis-Verlag der Universität St. Gallen. Mit seiner Agentur realisiert er akustische Markenauftritte von zahlreichen internationalen Unternehmen. Zusätzlich realisiert er als Musik- und Klanggestalter Projekte in den Bereichen Filmmusik, Ausstellungen, Museen, Events und Product-Design. 2009 wurde die Corporate Sound AG mit dem „Red Dot Design Award“ für Soundbranding ausgezeichnet.[1] Seit 2013 ist er Jurymitglied des Red Dot Design Awards.

Im gleichen Jahr schrieb er und Burkhard von Dallwitz die Filmmusik für den Kinofilm Manipulation (2011) mit Klaus-Maria Brandauer und Sebastian Koch in den Hauptrollen.[2]

Seit 2015 realisiert Weiss auch Workshops zur Visions- und Unternehmenskulturbildung sowie Kreativ-Workshops mit Cineastischen Visionsreisen, in denen er das verborgene Potential der Organisation und der Mitarbeitenden sichtbar und erlebbar macht.

2015 publizierte er das Buch „Wenn Design die Materie verläßt – Sound. Das Design der Emotionen, der Imagination und der Lebendigkeit“.

Peter Philippe Weiss arbeitet als Berater, Sound-Designer, Klangkünstler und Dozent. Er lebt und arbeitet in Basel und Berlin.

Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten daher möglicherweise demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Eine 10-jährige klassische Violinausbildung und die im Selbststudium erlernten Musikinstrumente Akustische- und Elektrische Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, Percussion und Keyboards bilden die musikalische Basis. Diese Instrumente spielte er in verschiedenen Bands und Formationen. In der kanadischen Performance-Band ‘The Look People’ spielte er 1991 als Gastmusiker (key, viol). Mit dieser Band ging er international auf Tournee und trat neben vielen Festivals und Bühnen am St. Gallen Open-Air, im CBGB’s in New York und im ‚Diamonds‘ in Toronto auf. Im Bereich der Komposition und auch der Klanginstallationen bezieht Weiss immer mehr non-musikalische, geräuschhafte und szenische Klängen in seine Kompositionen mit ein.

2002 komponierte und produzierte er in einer Privat-Edition eine kontemplative CD „zen jazz“[3], ein klangorientiertes Jazz-Lounge-Oeuvre mit Gastmusikern aus der ganzen Schweiz. 2006 produziert er mit der CD „Bodega“ ein akustisches Portrait seines Stamm-Restaurants in Basel.

2005 realisierte er in Eigenregie sein erstes grosses Klangkunstprojekt: HEADROOM[4], eine Stadtklanginstallation im öffentlichen Raum in Basel mit 16 verschiedenen Klangquellen und einer Leistung von ca. 20'000 Watt. Mitten in der Innenstadt ‚stellte‘ er mit hochrealistischen Soundscapes neue ‚Räume’ in die bestehende Klangumgebung hinein. Zwei Jahre später liess er anlässlich des 2. Hörforums der Universität Osnabrück aus den Gullys des Osnabrücker Marktplatzes ‚Unterwelten’[5] erklingen. Im August 2009 erklangen die ‚Unterwelten’[6] in neuer Form und in Zusammenarbeit mit dem Schwerhörigenverband in der Innenstadt von Basel.

Sein Kunstprojekt des Live-Hörspiels/Hörfilms begann 1992 mit „Bistro d’histoire“, welches er mit vier Mitmusikern und einem Schauspieler im stillgelegten Kino „Movie“ in Basel realisiert. 2002 folgte „Zzzip… …ooOH?!?“ eine Musicomix-Band mit Hugo Buser und Longo Hai und Konzerten in der Schweiz. 2008 realisierte Weiss seine erste Solo-Performance mit „mindgames“, einer Storytelling-Soundscape-Show. Seit 2014 arbeitet er unter dem Künstlernamen TRÄUMER. 2015 realisierte er seine erste Schweizer Performance-Reihe[7].

Soundinstallationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1992: Bistro d’ histoire
  • 2002: Zzzip… …ooOH?!?
  • 2005: HEADROOM Basel – Stadtklanginstallation
  • 2006: LICHT FELD 6 Basel – Rauminstallation (Elisabethen-Multikanal, Kidz)
  • 2007: LICHT FELD 7 Basel – Rauminstallation (Raum 0.874, „Scheissradio“ in der WC-Anlage)
  • 2008: Mindgames
  • 2008: unterwelten Osnabrück – Stadtklanginstallation
  • 2009: unterwelten Basel – Stadtklanginstallation
  • 2012: WeltHALL – Raumklang Gruppenarbeit
  • 2016: Turbinengesang, Kraftwerk Augst

Lehre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Dozent an der FH Offenburg sowie als Gastdozent an der HSG St. Gallen, HTW Chur, SFG Basel, SFGB, ZHDW und als Speaker in Seminaren und Konferenzen arbeitet Weiss an interdisziplinären Projekten mit und bezieht die Studierenden in Kunst- und Designprojekte mit ein.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wenn Design die Materie verlässt. BoD, Norderstedt 2015, ISBN 978-3-7347-7241-2.
  • Corporate Sound: Marketinginstrument der Zukunft? In: Torsten Tomczak/Frank Müller/Roland Müller (Hrsg.): Die Nichtklassiker der Unternehmenskommunikation, Thexis, St. Gallen 1995, ISBN 3-908545-10-2, S. 230–233.
  • Die Stimme der Marke – Akustische Anwendungen als neue Dimension der Markenkommunikation. In: Varus Verlag Bonn: Corporate Design 2008, ISBN 978-3-941231-01-6.[8]
  • Transdisziplinäre Spagate: Im Spannungsfeld zwischen Visionen und Pragmatismus. In: Heike Klussmann/Anke Eckhardt/Thorsten Klooster (Hrsg.): Symposiums SWEEP-Symposium zur Klangforschung, Kassel 2016, ISBN 978-3-7376-0332-4, S. 48–51. (online)
  • Ein Jingle reicht nicht! In: Hans-Ulrich Werner/Ralf Lankau/Peter Gendola/Hans Hoppe/ Jürgen Kühnel/Peter Marchal/Karl Riha/Georg Stanitzek (Hrsg.): Media Soundscapes II: Didaktik, Design, Dialog, MUK Massenmedien und Kommunikation 162/163, Fachbereich 3 an der Universität Siegen, 2007, S. 106–110. ISSN 0721-3271

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Subway, Maxi Single, private edition
  • zen jazz CD, private edition
  • Bodega CD, private art edition

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995 Manor Kunstpreis, Sonderpreis für „Eine musikalische Reise mit der Pariser MÉTRO“
  • 2009 Red Dot Design Award
  • 2011 Hörspielwettbewerb, 3. Rang, Call of the sirens, Hoer.Spiel, IC/M/T Institut für Creative/Media/Technologies, FH St. Pölten
  • 2015 Designer of the year „Who is Who“[9]
  • 2017 Soundbranding agency of the year „Worldwide Business Review“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jury 2015 – Peter Philippe Weiss | Red Dot Award: Communication Design In: red-dot.de abgerufen am 28. November 2017.
  2. Peter Philippe Weiss In: imdb.com abgerufen am 28. November 2017.
  3. Musik-CD "zen jazz" Swissinfo
  4. November 2005, HEADROOM Stadtklanginstallation
  5. 2008 Klanginstallation 'unterwelten' in Zusammenarbeit mir der Universität Osnabrück.
  6. 2009 'unterwelten' Basel in Zusammenarbeit mit dem Schwerhörigenverband Nordwestschweiz.
  7. TRÄUMER Performance-Reihe - 15. Januar 2015 Premiere im SUD Basel.
  8. Corporate Design 2008: Perspektiven- Auszeichnungen- Profile. Varus, Bonn 2008, ISBN 978-3-941231-01-6 (amazon.de [abgerufen am 6. Dezember 2017]).
  9. Worldwide Who's Who Press release In: worldwidebrandingpr.com abgerufen am 28. November 2017.