Peter Rösel

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Dieser Artikel behandelt den Konzertpianisten. Zum gleichnamigen Künstler siehe Peter Rösel (Künstler).
Peter Rösel im Konzert am 31. Oktober 2015 in Dresden

Peter Rösel (* 2. Februar 1945 in Dresden) ist ein deutscher Konzertpianist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Rösel absolvierte am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium ein fünfjähriges Studium bei Dmitri Baschkirow und Lew Oborin. Er hat an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden eine Professur für Klavier inne. Rösel lebt in Dresden, ist verheiratet und hat zwei Kinder, darunter die Opernsängerin Gabriele Rösel.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Rösel wurde erster Deutscher Preisträger des Tschaikowski-Wettbewerbs Moskau und des Klavierwettbewerbs Montreal. 1972 erhielt er den Kunstpreis der DDR und 2009 den Kunstpreis der Landeshauptstadt Dresden. 2016 wurde Rösel mit dem Mozartpreis der Sächsischen Mozart-Gesellschaft ausgezeichnet. Damit würdigt sie das „herausragende Schaffen des Pianisten, das sich durch eine kontinuierliche, kompetente und intensive Pflege der Klavierwerke von Wolfgang Amadé Mozart auszeichnet“.[1]

Auftritte und Konzerte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rösel tritt seit Jahren bei internationalen Festivals (u. a. Salzburg, Edinburgh, London Proms, Perth, Hollywood Bowl, Hongkong) und bei vielen bedeutenden Orchestern, wie Los Angeles und Royal Philharmonic, Detroit Symphony und Berliner Philharmoniker auf. Er musizierte mit namhaften Dirigenten, wie Blomstedt, Dutoit, Fedossejew, Haenchen, Haitink, Herbig, Janowski, Kempe, Kitajenko, Kondraschin, Sanderling, Stein, Temirkanov, Tennstedt und Vonk. Allein mit Kurt Masur und dem Gewandhausorchester Leipzig konzertierte er auf internationalen Podien über zweihundert Mal.

Sinfonische Höhepunkte der letzten Jahre waren u.a. Konzerte mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Gulbenkian-Orchester Lissabon, dem Niederländischen Philharmonischen Orchester, dem KBS Sinfonieorchester Seoul, dem Mozarteum Orchester, New Japan Philharmonic, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Deutschen Sinfonieorchester, der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter Dirigenten wie Kurt Sanderling, Günther Herbig, Hartmut Haenchen, Dmitri Kitajenko, Hubert Soudant, Herbert Blomstedt, Andrej Boreyko und Daniel Harding.

2005 spielte er in der Semperoper mit der Kioi Sinfonietta Tokio alle fünf Beethoven-Konzerte. Peter Rösel gastierte bisher in über 40 Ländern auf allen Kontinenten.

Aufnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Peter Rösel liegen zahlreiche Einspielungen auf CD vor, u.a. eine herausragende Gesamteinspielung der Klavierwerke von Johannes Brahms.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Rösel erhält Mozartpreis 2016. Sächsische Mozart-Gesellschaft e. V., 20. April 2016, abgerufen am 21. April 2016.