Peter Rütten

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Peter Rütten (* 30. Juni 1962 in Rheydt, heute Mönchengladbach) ist ein deutscher Comedy-Autor und -Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rüttens Karriere begann 1988 mit seinem eigenen Autorenbüro „rührei“. Zu Beginn schrieb er viele Sketchbeiträge für Thomas Freitag und Hanns Dieter Hüsch. Er war zudem unter anderem für ZAK, die Dirk Bach Show und RTL Samstag Nacht tätig.

Schon damals übernahm Rütten Rollen in diversen Einspielfilmen – so z. B. bei einem Aidspräventionsspot. In seiner Karriere hat er mehrmals mit Hella von Sinnen zusammengearbeitet – beispielsweise in Wenn die Putzfrau zweimal klingelt.

1995 wurde Rütten Chefautor bei der RTL Nachtshow mit Thomas Koschwitz. Im selben Jahr wurde er auch Autor bei der Firma Brainpool. Hier fungierte er bis 1998 als Headwriter für Die Harald Schmidt Show – gemeinsam mit seinem Kollegen Ralf Husmann, der ihn später als Darsteller in der ProSieben Serie Stromberg einsetzte.

1998 wechselte Rütten auf Wunsch von Harald Schmidt zu dessen eigener Produktionsfirma Bonito TV, die dieser zur unabhängigen Herstellung von Die Harald Schmidt Show gegründet hatte. Dort war Peter Rütten bis 2003 Schmidts Chefautor. Rütten erfand dabei unter anderem Figuren wie Bimmel und Bommel, Dr. Udo Brömme und Kai Edel. Die Kunstfigur Kai Edel verkörperte er sogar selbst. Rütten war auch noch in anderen Rollen zu sehen, zum Beispiel als Ludi Fraukewitz. Darüber hinaus lieh Rütten der Show seine Stimme als Off-Sprecher.

Bereits vor Schmidts Kreativpause im Jahr 2004 hatte sich Rütten entschieden, neue Wege zu gehen. So wurde er Anfang 2003 Headwriter bei Was guckst du?!. Außerdem war er im selben Jahr die Werbestimme von L’TUR und übernahm eine Rolle im Kinofilm Der letzte Lude. Rütten wirkte zudem neben Kaya Yanar in einem AOL-Werbespot und einem Aids-Präventionsspot mit.

Nachdem sich Rütten Ende 2003 von Bonito TV getrennt hatte, wurde er Chefautor, Produzent, Darsteller und Stimme der Freitag Nacht News. Seit 2004 spielt Rütten regelmäßig (unter dem Namen „Ludwig Pelikan“) die Rolle des Herrn Pötsch bei Stromberg. Im Jahr 2005 entwickelte Rütten diverse Fernsehformate – unter anderem Die Klinsmännchen, eine Satire zur deutschen WM-Mannschaft 2006.

Im Herbst 2006 war Peter Rütten als Chefautor, Darsteller, Co-Moderator und Sprecher bei Die Niels Ruf Show tätig. Da er 2007 neben Mike Krüger die Hauptrolle in Krügers Woche auf ProSieben spielte, stieg er auf eigenen Wunsch nach der ersten Staffel bei der Show von Niels Ruf aus.

Von 2007 bis 2009 wirkte Peter Rütten wieder bei Bonito TV und der Latenightshow Schmidt & Pocher im Ersten mit. Danach war er von 2009 bis 2011 als Chefautor, Sprecher und Darsteller bei der Oliver Pocher Show tätig. 2009 arbeitete er zudem als Autor für Max Giermanns Comedy-Sendung Granaten wie wir und im darauffolgenden Jahr hatte Rütten einen Gastauftritt in der Fernsehserie Pastewka.

Seit dem 11. Oktober 2012 läuft seine eigene Satiresendung namens Rüttens Bullshit Universum auf Tele 5. Im Sommer 2013 feierte auf dem gleichen Sender das Format Die schlechtesten Filme aller Zeiten (SchleFaZ) Premiere, welches Rütten gemeinsam mit Oliver Kalkofe moderiert. Dabei präsentieren die beiden qualitativ minderwertige Filme und kommentieren diese auf satirische Art und Weise. Dabei bezeichnen sich Rütten und Kalkofe als „kompetente Reiseleiter beim Trash-Sightseeing“.[1] Die schlechtesten Filme aller Zeiten[2] orientiert sich stark an der KTMA-Serie Mystery Science Theater 3000.[3] Im selben Jahr wird Rütten für die Pro Sieben-Clip-Show Heroes of the Internet als Off-Sprecher engagiert, ebenso wie ab 2017 für einige Galileo Beiträge.[4]

Seit August 2014 kommentiert Rütten die Physical-Game-Show Crash Games – Jeder Sturz zählt. Ab März 2016 kommentierte er die deutsche Ausstrahlung der britischen Gameshow Man Vs. Fly. Außerdem hatte er einige Auftritte als Kommentator bei der Webshow World Wide Wohnzimmer[5], die 2016 für den deutschen Webvideopreis nominiert war.

In den Wochen vor der Bundestagswahl 2017 zeigte Tele 5 Rüttens animierte Serie Muttis Kampf, die Montags bis Donnerstags in 10 Minuten langen Folgen den Wahlkampf satirisch begleitete.[6]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Hoff: Partyschreck. Peter Rütten ist so etwas wie der Sportreporter der Gaga-Unterhaltung. Gerade betextet er bei Pro Sieben eine Show mit Matsch als zentralem Element. Mit ihm kann man Fernsehen wieder hassen und lieben. In: Süddeutsche Zeitung, 29. August 2014, S. 39.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Im Doppelinterview. In: tele5.de. Abgerufen am 7. August 2013.
  2. SchleFaZ is back!
  3. Trash-Offensive bei Tele 5: Porno-Recken im Haifischbecken. In: Spiegel Online. Abgerufen am 17. August 2013.
  4. Hipster bei den Piraten - Can you survive history? | Galileo | ProSieben. In: youtube.com. Abgerufen am 24. März 2003.
  5. YouTube-Video: youtu.be/y_xwy0cfb34
  6. Claudia Tieschky: Diese Comicserie macht den Wahlkampf wieder spannend. In: Süddeutsche Zeitung. 22. August 2017, abgerufen am 24. August 2017.