Peter Schlickenrieder

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Peter Schlickenrieder Skilanglauf
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 16. Februar 1970
Geburtsort TegernseeDeutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland
Größe 172 cm
Gewicht 69 kg
Karriere
Verein SC Monte Kaolino Hirschau
Nationalkader seit 1992
Status nicht aktiv
Karriereende 2002
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Silber0 2002 Salt Lake City 1,5 km Sprint
Platzierungen im Skilanglauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 11. Januar 1992
 Weltcupsiege im Einzel 2  (Details)
 Gesamtweltcup 33. (1998/99)
 Sprintweltcup 10. (1998/99)
 Distanzweltcup 62. (1999/00)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Sprintrennnen 2 2 0
 

Peter Schlickenrieder (* 16. Februar 1970 in Tegernsee) ist ein ehemaliger deutscher Skilangläufer. Heute ist er als Autor, Unternehmer und Funktionär tätig. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skilangläufer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlickenrieders größten Erfolge waren die Silbermedaille im Sprint bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City, zwei Weltcupeinzel- und ein Weltcupstaffelsieg und fünf deutsche Meistertitel.

Für seine sportlichen Erfolge wurde er am 6. Mai 2002 mit dem Silbernen Lorbeerblatt geehrt.[1]

Unternehmer und Funktionär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parallel zu seiner sportlichen Laufbahn studierte er Wirtschaftswissenschaften. Anschließend gründete er eine Sportmarketing-Agentur und ist seit 2005 Vizepräsident des Deutschen Skiverbandes. Seit 2002 arbeitet er als Fernseh-Experte und Co-Moderator für die Disziplin Skilanglauf in der ARD mit wechselnden Moderatoren, so z. B. auch mit Wolfgang Nadvornik. Seit 2008 ist Peter Schlickenrieder auch als Fitness-Experte in der ARD-Sendung „ARD Buffet“ zu sehen.

Am 24. Januar 2009 trat er bei Wetten, dass..? auf und gewann seine Wette. Bei der Außenwette in Sölden lief er mit einem Pisten-Bully um die Wette.[2]

Am 3. Dezember 2009 durfte Peter Schlickenrieder im Rahmen des „Olympic Torch Relay“ als einziger Deutscher die Olympische Fackel auf ihrem Weg zu den Olympischen Winterspielen 2010 einen Streckenabschnitt tragen. Es handelte sich dabei um den 35. Tag der Reise der Olympischen Fackel, die durch die Altstadt von Quebec führte.[3]

Nach Beendigung seiner Karriere als Skilangläufer ist Peter Schlickenrieder häufig als sportlicher Abenteurer unterwegs. Er überquerte seit 2006 wiederholte Male die Alpen per Mountainbike und per Ski. Im Frühjahr 2011 überquerte er mit dem Mountainbike das Atlasgebirge in Marokko. Im Juli 2012 durchquerte er zu Fuß den Westkaukasus und bestieg mit dem Elbrus den höchsten Berg Europas. Als Zusammenfassung seiner Abenteuer ging Peter Schlickenrieder im Oktober 2012 mit seiner Vortragsreihe kalt-heiß-hoch auf Tour durch Bayern.[4]

Peter Schlickenrieder ist seit 2010 ehrenamtlich Schirmherr der Schulsportkommission des Deutschen Skiverbands[5], die in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium und Schulen deutschlandweit Kinder für Sport und Bewegung allgemein begeistern möchte, um zukünftige Talente früh zu fördern.

Im Sommer 2012 gründete Peter Schlickenrieder gemeinsam mit dem Marketingexperten und Buchautor Robert Jacobi sowie mit weiteren Mitstreitern das Bergsportportal Mountix.com.

Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Schlickenrieder ist auch als Buchautor erfolgreich und hat seit 2003 mehrere Bücher veröffentlicht.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 29. Dezember 1998 OsterreichÖsterreich Kitzbühel Sprint Freistil
2. 28. Dezember 1999 DeutschlandDeutschland Garmisch-Partenkirchen Sprint Freistil

Siege bei Worldloppet-Cup-Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkung: Vor der Saison 2015/16 hieß der Worldloppet Cup noch Marathon Cup.

Nr. Datum Ort Rennen Disziplin
1. 11. März 2001 SchweizSchweizMalojaS-chanf Engadin Skimarathon 42 km Freistil Massenstart

Siege bei Continental-Cup-Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin Serie
1. 1. März 1997 SlowenienSlowenien Pokljuka 15 km klassisch Continental Cup

Teilnahmen an Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordische Skiweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platzierungen im Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup-Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt die erreichten Platzierungen im Einzelnen.

  • Platz 1.–3.: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Hinweis: Bei den Distanzrennen erfolgt die Einordnung gemäß FIS.
Platzierung Distanzrennena Skiathlon
Verfolgung
Sprint Etappen-
rennen
b
Gesamt Team c
≤ 5 km ≤ 10 km ≤ 15 km ≤ 30 km > 30 km Sprint Staffel
1. Platz 2 2
2. Platz 2 2
3. Platz  
Top 10 10 10
Punkteränge 8 2 1 15 26
Starts 4 16 6 2 17 45
Stand: Karriereende
a inkl. Individualstarts und Massenstarts gemäß FIS-Einordnung
b Gesamtes Rennen, nicht Einzeletappen, z. B. Tour de Ski, Nordic Opening, Saison-Finale
c Mangels geeigneter Quellen vor 2001 eventuell unvollständig

Weltcup-Gesamtplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Gesamt Mitteldistanz Sprint
Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz
1992/93 33 46. - - - -
1993/94 17 62. - - - -
1994/95 33 47. - - - -
1995/96 1 85. - - - -
1996/97 - - - - - -
1997/98 51 41. - - 51 28.
1998/99 80 33. - - 247 10.
1999/2000 144 40. 8 62. 136 11.
2000/01 99 43. - - 124 17.
2001/02 42 73. - - 42 33.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Schlickenrieder & Christoph Elbern: Skilanglauf – Das Trainingsprogramm. Ehrenwirdt Verlag, Bergisch Gladbach 2003, ISBN 3-431-04060-8.
  • Peter Schlickenrieder: Nordic Walking im Oberland. Skigau Oberland, Miesbach 2004.
  • Peter Schlickenrieder & Uli Pramann: Skilanglauf für Einsteiger. Südwest Verlag, München 2006, ISBN 3-517-08230-9.
  • Peter Schlickenrieder: Nordic Blading: Inlineskaten mit Speed. Südwest Verlag, München 2008, ISBN 3-517-08406-9.
  • Peter Schlickenrieder: Transalp – Mit Hobbybikern über die Alpen. Südwest Verlag, München 2008.
  • Peter Schlickenrieder & Robert Jacobi: Madonna mia: Transalp auf Skiern. Pietsch Verlag, Stuttgart 2013, ISBN 3-613-50724-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes vom 5. Mai 2002 aus Anlass der Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes an die Medaillengewinnerinnen und -gewinner der Olympischen Winterspiele 2002 In: bundespraesident.de: Der Bundespräsident/Reden/Grußworte
  2. Schlickenrieder sorgt für Spannung bei „Wetten, dass“ auf merkur.de
  3. Olympische Fackelreise
  4. Vortragsreihe „kalt-heiß-hoch“
  5. DSV-Schulsportkommission