Peter Stöger

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Dieser Artikel behandelt den ehemaligen österreichischen Fußballspieler und heutigen -trainer Peter Stöger. Für den gleichnamigen Künstler siehe Peter Stöger (Künstler).
Peter Stöger

Peter Stöger, 2011

Spielerinformationen
Geburtstag 11. April 1966
Geburtsort WienÖsterreich
Größe 176 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1975–1985 Favoritner AC
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1985–1986
1986–1987
1987–1988
1988–1994
1994–1995
1995–1997
1997–1998
1998–2000
2000–2002
2002–2004
Favoritner AC
SK Vorwärts Steyr
First Vienna FC 1894
FK Austria Wien
FC Tirol Innsbruck
SK Rapid Wien
LASK Linz
FK Austria Wien
VfB Admira Wacker Mödling
SC Untersiebenbrunn
1 0(0)

36 0(6)
181 (52)
35 0(6)
84 (17)
32 0(5)
54 0(7)
47 0(6)
62 (29)
Nationalmannschaft
1988–1999 Österreich 65 (15)
Stationen als Trainer
2004–2005
2005–2006
2007–2010
2010–2011
2011–2012
2012–2013
2013–
FK Austria Wien Amateure (Manager)
FK Austria Wien (Sportdirektor)
First Vienna FC 1894
Grazer AK
SC Wiener Neustadt
FK Austria Wien
1. FC Köln
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Peter Stöger (* 11. April 1966 in Wien) ist ein österreichischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler. Seit Beginn der Saison 2013/14 ist er Trainer des deutschen Erstligisten 1. FC Köln.

Karriere[Bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten]

Über den FavAC, Steyr und Vienna kam der damals 22-jährige Stöger zu Austria Wien. Verpflichtet wurde er als Ersatz für Mittelfeldregisseur Herbert Prohaska, der 1989 seinen Rücktritt erklärte. Mit den Wiener Veilchen erlebte Stöger seine erfolgreichsten Jahre als Spieler. Mit drei Meistertiteln und drei Cupsiegen hatte er nach sechs Spielzeiten eine stolze Bilanz aufzuweisen. Sein erstes Spiel für das österreichische Nationalteam absolvierte er am 5. Februar 1988 gegen die Schweiz (Resultat 1:2). Insgesamt trug Stöger das österreichische Trikot 65 mal, wobei er 15 Tore erzielte. Auch bei der Weltmeisterschaftsendrunde 1998 in Frankreich gehörte er zum Kader (2 Einsätze).

Nach einer Bundesligasaison beim FC Tirol (1994/95) wechselte Stöger zum Erzrivalen der Austria, dem SK Rapid Wien. Gleich in seiner ersten Saison gelang ihm auch mit den Hütteldorfern der Meistertitel. 1996 erreichte er mit Rapid außerdem noch den Einzug ins Europacupfinale der Cupsieger.

Bei Rapid ausrangiert, kam er über den LASK wieder zur Austria, mit der er auch am häufigsten identifiziert wird, zurück. Nach Engagements beim VfB Admira Wacker Mödling und dem Zweitligisten SC Untersiebenbrunn erklärte Stöger 2004 seine aktive Fußballerlaufbahn für beendet.

2004 - 2013: Trainer, Sportdirektor, Kolumnist in Österreich[Bearbeiten]

Nachdem Stöger im Sommer 2004 seine Spielerkarriere beendet hatte, bekam er das Angebot vom SC Untersiebenbrunn, als Manager zu arbeiten. Jedoch machte es die prekäre finanzielle Situation unmöglich, eine Mannschaft zusammenzustellen, weshalb Stöger das Angebot ablehnte. Er kehrte wieder zu „seiner“ Austria zurück und wurde Manager der Amateure. Im Mai 2005 ersetzten Stöger und Frenk Schinkels, bisher Scout der Austria Amateure, überraschend das Trainer-Duo Günter Kronsteiner und Lars Søndergaard. Nach vier Wochen gewann die Austria unter Stöger/Schinkels das Cupfinale gegen Rapid mit 3:1 – Stögers erster Titel als Trainer. Im Dezember 2005 zog sich Stöger aus der täglichen Trainingsarbeit zurück und wurde Sportdirektor. In dieser Saison wurde die Austria zum 23. Mal Meister.

Im Herbst 2006 wurde er zusammen mit Schinkels aufgrund der schlechten Leistungen der Mannschaft (u. a. letzter Tabellenplatz) beurlaubt. Im Juni 2007 kehrte er zur Vienna zurück und war dort bis zum Juni 2010 als Sportdirektor tätig. Von Herbst 2007 bis April 2010 war er zusätzlich Trainer und stieg im Juni 2009 in die zweithöchste Spielklasse auf. Schinkels folgte ihm als Viennatrainer für die letzten Spiele der Saison.

Danach wechselte Stöger im Jahresrhythmus den Verein. Ab November 2010 war er Trainer des Grazer AK. Im Juni 2011 wurde sein laufender Vertrag beim GAK einvernehmlich gelöst, damit er ein Angebot vom österreichischen Bundesligisten SC Wiener Neustadt als Trainer und Sportdirektor wahrnehmen konnte. Nach nur einer Saison verhandelte er selbst die Auflösung des Vertrags, um bei der Wiener Austria mit einem Vertrag für zwei Jahre die Nachfolge von Ivica Vastić anzutreten.[1] In der Saison 2012/13 führte er die Austria mit dem damaligen Punkterekord zum Meistertitel. Stöger selbst empfand den Titel als den „schönsten“ seiner Karriere, und machte im Sommer 2013 seinen nächsten Karriereschritt: Er erhielt für eine kolportierte Ablösesumme von 700.000 Euro und den Einnahmen aus einem Freundschaftsspiel der beiden Mannschaften die Freigabe, zum 1. FC Köln zu wechseln. Stöger meinte zur Frage der Moral bei solchen Wechseln: „Wir reden nur über Moral, wenn gute Leute sich trotz bestehenden Vertrags verbessern wollen. Wir reden nicht über Moral, wenn Trainer trotz Vertrags gefeuert werden.“[2][3]

Zusätzlich war Stöger bei Sky als Analytiker von Bundesligaspielen tätig sowie als Kolumnist bei der Tageszeitung Kurier.

Ab 2013: Trainer 1. FC Köln[Bearbeiten]

Stöger wurde in seiner ersten Saison mit dem 1. FC Köln Herbstmeister und Meister schaffte somit den Aufstieg in die erste Bundesliga.[4] In der Saison 2014/15 konnte der FC ausser gegen Bayern und Freiburg gegen 15 Konkurrenten Punkte erzielen, im Frühjahr wurde kein Heimspiel verloren, 9 mal wurde 0:0 gespielt. Durch einen 2:0-Heimsieg gegen Schalke 04 erreichte Köln drei Runden vor Schluss den Klassenerhalt in der Bundesliga.[5][6]

Persönliches[Bearbeiten]

Die Moderatorin, Schauspielerin und Kabarettistin Ulrike Kriegler ist seit 1998 seine Lebensgefährtin.[7]

Erfolge als Spieler[Bearbeiten]

Erfolge als Trainer/Sportdirektor[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Peter Stöger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stöger feiert ein Comeback in Violett, Kleine Zeitung vom 30. Mai 2012
  2. http://sport.orf.at/stories/2186848/2186847/
  3. "Ich nehme Hosiner nicht mit", Österreich.at, 9. Juni 2013
  4. http://kurier.at/sport/fussball/peter-stoeger-der-koelner-neues-liebkind/42.836.537#
  5. http://www.express.de/fc-koeln/fc-sieg-macht-klassenerhalt-perfekt-peter-stoeger---ich-bin-einfach-nur-stolz-auf-die-mannschaft,3192,30667892.html
  6. Stöger: "Habe inständig gehofft, dass das aufgeht", Kurier, 2015-07-23.
  7. Es geht auch ohne Ring, BZ – Wiener Bezirkszeitung (Alsergrund), Nr. 12, 20/21. März 2013, S. 1, 38-39