Peter Walter (Theologe)

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Peter Walter (* 4. April 1950 in Bingen am Rhein) ist ein katholischer Theologe (Dogmatiker).

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Walter studierte nach seinem in Bingen abgelegten Abitur 1968 bis 1976 Philosophie und Katholische Theologie in Mainz und Rom (Theol. Lizentiat 1976 in Rom). 1980 wurde er in Rom mit einer Arbeit über das Erste Vaticanum zum Dr. theol. promoviert. Von 1980 bis 1984 war er in der Seelsorge des Bistums Mainz tätig. Er war u.a. Kaplan in Seligenstadt und Bischofskaplan des Mainzer Bischofs Hermann Volk. 1984 bis 1990 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen. 1989 habilitierte er sich über die Schriftauslegung des Erasmus von Rotterdam.

Von 1990 bis zu seiner Pensionierung zum 1. Oktober 2015 war er Professor für Dogmatik an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg und als solcher Direktor der Arbeitsbereiche Dogmatik und Quellenkunde der Theologie des Mittelalters (Raimundus-Lullus-Institut). Seit 1991 ist er ferner Mitglied des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen. 1993/94 war er Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg und von 2006 bis 2012 Präfekt der Universitätskirche (Freiburg im Breisgau). 1994 bis 2015 war er Vertrauensdozent der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Seit 2001 ist er Berater der Kommission für Glaubensfragen der Deutschen Bischofskonferenz, seit 2002 Vertreter der römisch-katholischen Theologie in der Kammer für Theologie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und korrespondierendes Mitglied der Reial Acadèmia de Bones Lletres in Barcelona. 2005 wurde er in Mainz zum Präsidenten der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte gewählt und übernahm den Vorsitz bei dem großen Editionswerk Corpus Catholicorum (Reihe). Seit 2015 ist er Mitglied des Vorstands der Görres-Gesellschaft.

Seine Forschungsschwerpunkte sind theologische Hermeneutik, Theologiegeschichte des Mittelalters und der Neuzeit sowie Konversionen.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Frage der Glaubensbegründung aus innerer Erfahrung auf dem I. Vatikanum. Die Stellungnahme des Konzils vor dem Hintergrund der zeitgenössischen römischen Theologie (= Tübinger Theologische Studien. Bd. 16). Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1980, ISBN 3-7867-0824-X (Zugleich: Rom, Päpstliche Universität, Dissertation, 1979/1980).
  • Das Wesen und Wirken des Bösen (= Antwort des Glaubens. Bd. 41, ZDB-ID 2135394-3). Informationszentrum Berufe der Kirche, Freiburg (Breisgau) 1986.
  • Johann Baptist Franzelin (1816–1886). Jesuit, Theologe, Kardinal. Ein Lebensbild. Verlagsanstalt Athesia, Bozen 1987, ISBN 88-7014-438-0.
  • Theologie aus dem Geist der Rhetorik. Zur Schriftauslegung des Erasmus von Rotterdam (= Tübinger Studien zur Theologie und Philosophie. Bd. 1). Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1991, ISBN 3-7867-1554-8 (Zugleich: Tübingen, Universität, Habilitations-Schrift, 1990).
  • Syngrammata. Gesammelte Schriften zur Systematischen Theologie. Herder-Verlag Freiburg 2015, ISBN 978-3-451-31285-4.
  • Syngrammata. Gesammelte Schriften zu Theologie und Kirche am Mittelrhein (= Beiträge zur Mainzer Kirchengeschichte. Bd. 8). Echter-Verlag, Würzburg 2015, ISBN 978-3-429-03815-1.
  • Syngrammata. Gesammelte Schriften zu Humanismus und Katholischer Reform (= Reformationsgeschichtliche Studien und Texte. Supplementband 6). Aschendorff Verlag, Münster 2015, ISBN 978-3-402-11585-5.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]