Petershausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Petershausen
Petershausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Petershausen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 25′ N, 11° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Dachau
Höhe: 460 m ü. NHN
Fläche: 32,79 km2
Einwohner: 6454 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 197 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85238
Vorwahl: 08137
Kfz-Kennzeichen: DAH
Gemeindeschlüssel: 09 1 74 136
Gemeindegliederung: 18 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bürgermeister-Rädler-Straße 3
85238 Petershausen
Webpräsenz: www.petershausen.de
Bürgermeister: Marcel Fath (FW Petershausen)
Lage der Gemeinde Petershausen im Landkreis Dachau
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Über dieses Bild

Petershausen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Dachau. Sie liegt am Fluss Glonn.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeteile von Petershausen sind Asbach, Freymann, Glonnbercha, Göppertshausen, Höckhof, Kollbach, Lindach, Mittermarbach, Mühldorf, Oberhausen, Obermarbach, Petershausen, Piflitz, Sollern, Speckhof, Wasenhof, Weißling und Ziegelberg.[2]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petershausen liegt ca. 36 km nördlich von München und ist etwa zehn Kilometer von der Autobahnabfahrt Allershausen und fünf Kilometer von der Bundesstraße 13 entfernt. Die Gemeinde verfügt mit der S2 über einen guten S-Bahn-Anschluss im 20- oder 40-Minuten-Takt im MVV. Da der Bahnhof auf der Strecke München-Nürnberg liegt, halten zudem auch der München-Nürnberg-Express und der Regional-Express von und nach Ingolstadt. Die Fahrzeit zum Hauptbahnhof in München beträgt mit der S-Bahn 38 Minuten, mit der Regionalbahn je nach Verbindung zwischen 15 und 20 Minuten.

Durch Petershausen führt der Altbaierische Oxenweg und die Fahrradroute Nürnberg-München.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde Obermarbach eingemeindet.[3] Am 1. Mai 1978 folgten Kollbach und ein Teil der Gemeinde Asbach.[4]

Durch Eingliederung dieser beiden Gemeinden zählt Petershausen heute mehr als 6000 Einwohner und hat rund 40 Vereine. Viele Petershausener sind in München berufstätig, aber auch am Ort selbst haben sich viele Gewerbebetriebe angesiedelt. 1866 hielt hier erstmals die Eisenbahn; heute ist Petershausen das nördliche Ende der S-Bahn-Linie 2, wird aber auch von Regionalzügen stündlich bis halbstündlich angefahren und liegt an der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahlbeteiligung: 69,4 %
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40
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20
10
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39,2 %
35,1 %
20,1 %
5,6 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister des Ortes ist seit 1. Mai 2014 Marcel Fath von den Freien Wählern Petershausen, er wurde im März 2014 mit 54,0 % der Stimmen gewählt.[6]

Gemeindefinanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angaben für den Zeitraum 2005–2009 (in Tausend Euro)[7]

Merkmal 2005 2006 2007 2008 2009
Bruttoausgaben 6775 7051 7677 8197 9977
Gemeindesteuereinnahmen 3598 4169 4937 5171 4552
Verschuldung je Einwohner 1,202 0,871 0,734 0,951 0,874

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schräglinks geteilt von Silber und Schwarz; oben ein schräglinks gestellter blauer Fisch, unten ein goldener Pflug. Im Wappen symbolisiert der Fisch die Fischerei, der Pflug die Landwirtschaft. Seit etwa 1950 ging deren Bedeutung aber stetig zurück, heute gibt es hier nur noch vier Vollbauern.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • FrankreichFrankreich Frankreich: Seit 1968 existiert eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Varennes-en-Argonne. Mit dieser findet jährlich ein Jugendaustausch statt, der von einer Gruppe jugendlicher Gemeindemitglieder organisiert wird.[8]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Laurentius: Errichtet um 1315, Hochaltar 1680, Rokoko-Gestalt seit 1750.
  • Frauenkirche in Kollbach: Entstanden um 1288, zunächst gotisch-romanisch, um 1705 barockisiert.
  • Ulrichskirche in Mühldorf (zwischen Petershausen und Hohenkammer): Gotische Kirche, die um 1480 entstand. 1657 kam ein stattlicher Hochaltar des Münchner Bildhauers Konstantin Paderim hinzu.
  • Herz-Jesu-Kapelle: Um 1724 an der Glonnbrücke als Wallfahrtskapelle errichtet.
  • Notburga-Kapelle in Weißling: 1748 zunächst als Holzbau entstanden, Steinbau seit 1768. An den Wänden hängt noch ein Teil der hundert Votivbilder, die wegen Viehkrankheiten entstanden.
  • Tausendjährige Linde in Obermarbach: Nördlich der Kirche steht eine uralte Linde mit mittlerweile acht Meter Stamm-Umfang, die schon zahlreiche Blitzeinschläge überlebte.
  • Aussichtspunkt an der Straße zwischen Kollbach und Asbach: Durchseh-Löcher in der runden Steinsäule sind mit den von dort aus sichtbaren Orten beschriftet. Die Säule wurde der Gemeinde für deren Leistungen bei der ländlichen Entwicklung als Staatspreis 1993/1994 verliehen.
  • Pertrichhof, im Ortskern von Petershausen: Um 1500 entstand der Pertrichhof als Taverne. Um 1700 wurde er zu einem ansehnlichen Barockbau mit seinen unverkennbaren geschweiften Giebeln. Vor wenigen Jahren wurde er renoviert und ist der zentrale Blickfang am Pertrichplatz. Auf dem Vorplatz findet in der Sommersaison freitags ein Wochenmarkt statt.

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jan Simon Fach, Bad Salzschlirf
  • Johann Hammerl, Kollbach
  • Josef Hefele, Kollbach
  • Ferdinand Ostermair, Petershausen
  • Stefan Pfister, Petershausen
  • Ludwig Zins, Petershausen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Petershausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Petershausen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 27. Dezember 2017
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 444.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 571.
  5. http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2008.php?g=h&schluessel=174&suchbegriff=1
  6. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/
  7. https://www.statistik.bayern.de/statistikkommunal/09174136.pdf
  8. www.varennes-petershausen.de