Petit & Gebr. Edelbrock

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Petit & Gebr. Edelbrock
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1690
Sitz Gescher
Leitung Dirk Hüttemann
Mitarbeiterzahl 25
Branche Glocken- und Kunstguss
Website www.petit-edelbrock-gescher.de

Petit & Gebr. Edelbrock ist eine Glocken- und Kunstgießerei mit Sitz in der westfälischen Stadt Gescher. Das Unternehmen besteht nach eigenen Angaben seit 1690.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge unter den Petits[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betriebsgelände der Gießerei
Glockenguss bei Petit & Gebr. Edelbrock am 5. September 2008

Während in den offiziellen Angaben das Jahr 1690 als Gründungsdatum angegeben wird, gibt es jedoch keinen eindeutig belegten Zeitpunkt der Gründung. Das Jahr 1690 bezieht sich auf das Geburtsjahr von Joseph Petit, die Ursprünge des Unternehmens reichen jedoch noch weiter zurück bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts nach Lothringen. So heiratete der Glocken- und Kanonengießer Jean Francois Petit am 29. November 1688 Maria Julliens, Tochter des Glockengießers Nicolas Julliens, die ebenfalls die Glockengießerei beherrschte. Nach diesem Familienzusammenschluss gossen sie in den folgenden Jahrzehnten zusammen Glocken. Die Tätigkeitsorte beschränkten sich dabei nicht nur auf Lothringen, sondern erstreckten sich auch auf Deutschland. Im Jahr 1715 zogen die Petits wahrscheinlich infolge der Hugenottenverfolgung und der daraus resultierenden verschlechterten Wirtschaftslage nach Nederweert in die südlichen Niederlande.

In den Jahren von 1718 bis 1721 durchreisten die beiden Brüder Joseph und Jean Petit die Niederlande sowie das Rheinland und auch Westfalen. Dabei gossen sie zusammen mehrere Glocken. Durch die Heirat von Joseph mit Johanna Maria Guns am 27. Januar 1720 kam die Familie in den Besitz der Burg De Donck, in der sie eine feste Glockengießerei einrichteten. Sein Bruder Jean errichtete 1743 in Niederelten bei Emmerich sowie im Jahr 1744 in Hünxe eine Glockengießerei.

Im Jahre 1745 übernahm Alexius Petit der Ältere als ältester Sohn von Joseph Petit die Glockengießerei. Nebenbei gründete er auch eine Bierbrauerei, allerdings verlor er den Überblick über die Geschäfte, so dass er 1778 gezwungen war, die Burg an die Gebrüder Johan und Philip de Rooij zu verkaufen. In den darauffolgenden Jahren zog er mit seinen Söhnen durch die Niederlande, das Rheinland und Westfalen, wo sie zusammen als Glockengießer tätig waren.

Im Jahre 1787 führte Alexius’ Weg nach Gescher, wo er in den darauffolgenden Jahren eine Gießerei errichtete. Die erste in Gescher gegossene Glocke war der Umguss einer Glocke von St. Pankratius. Sein Sohn Alexius Petit der Jüngere gewährte in den 1790er Jahren erstmals längere Garantiezeiten von bis zu vier Jahren. Nach dem Tod des Vaters im Jahr 1801 ließ sich Alexius d. J. am 19. Februar 1806 endgültig in Gescher nieder. Im Dezember heiratete er die aus Horstmar stammende Maria Theodora Catharina Agnes Elisabeth Edelbrock und wurde am 2. Januar 1808 Bürger der Stadt Gescher. Direkt nach seiner Niederlassung in Gescher errichtete Alexius d. J. an der Hofstraße ein Firmengelände mit einem Ofen mit einem Fassungsvermögen von 5000 kg. Seine besonderen Fähigkeiten als Glockengießer wurden am 26. Juli 1841 in der Düsseldorfer Zeitung erwähnt, wonach er bis zu diesem Zeitpunkt 447 Glocken ohne einen einzigen Fehlguss gegossen habe, von denen zudem nicht eine gesprungen sei.

Gebrüder Edelbrock (1823–1912)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ehe mit seiner Frau blieb kinderlos, daher entschloss sich Alexius d. J. 1823, seine beiden Neffen Joseph und Bernhard Wilhelm Edelbrock in das Unternehmen aufzunehmen. Nach dem Tod von Alexius d. J. im Jahr 1842 führten sie das Unternehmen als Petit & Gebr. Edelbrock fort. Sie wurden auf der Pariser Weltausstellung 1855 mit der Silbermedaille geehrt. Nach dem Tod Bernhard Wilhelms im Jahr 1859 und Josephs Tod im Jahr 1885 ging die Gießerei auf Rudolf Edelbrock über, der bereits die Leitung des Unternehmens übernommen hatte. Aus seiner Ehe mit Crescentia Mayer aus Hechingen ging Carl Edelbrock hervor, der 1899 die Gießerei übernahm. Er gilt als der bedeutendste Glockengießer der Familie Edelbrock und fertigte eine Reihe von bekannten Glocken und Geläuten, wanderte allerdings im Jahre 1912 in die USA aus.

Leitung unter der Familie Hüesker (1912 bis 2010)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vier neue Glocken für St. Lamberti in Münster (Westfalen), gegossen am 5. September 2008

Da Carl Edelbrocks einziger Sohn bei einem Unfall ums Leben kam, übertrug er seinem Freund und Verwandten Werner Hüesker die Leitung des Unternehmens. Hüesker führte die Gießerei durch die schwierige wirtschaftliche Situation während des Ersten Weltkriegs und der Hyperinflation während der Weimarer Republik. Nachdem sich die wirtschaftliche Lage verbessert hatte, wurde 1925 eine dritte Glockengrube sowie ein 13.000 kg fassender Ofen errichtet. Dieser Ofen ist heute noch in Betrieb.

Nach dem Tod von Werner Hüesker im Jahr 1932 übernahm sein Sohn Hans die Gießerei. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Guss von neuen Glocken untersagt und die Produktion beschränkte sich auf Rüstungskomponenten sowie Rohre, Siphons und Sechswegehähne. Nach Ende des Krieges und Beseitigung von Kriegsschäden wurde die Produktion von Glocken wieder aufgenommen. Die erste gegossene Glocke war für die Notkirche in Coesfeld bestimmt. Im Oktober 1948 erfolgte der Guss des größten in Deutschland gegossenen Geläuts nach dem Zweiten Weltkrieg für die katholische Pfarrgemeinde in Lindenberg im Allgäu mit einem Gesamtgewicht von 18.500 kg.

Im Jahr 1956 wurde die Produktion von Grauguss aufgenommen, jedoch wenige Jahre später wieder eingestellt, da die hierfür mittlerweile notwendig gewordenen Maschinen nicht in die Werkshallen gepasst hätten. Stattdessen wurde auf die Produktion von Kunstguss gesetzt.

Nach dem Tod von Hans Hüesker im Jahr 1979 übernahm seine Frau Florence Hüesker das Unternehmen. Sie hatte sich bereits seit der Hochzeit 1959 darin engagiert. Im Jahr 1988 goss sie die mit 13.000 kg bisher schwerste nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland entstandene Glocke. Im Jahr 1995 – nach dem Tod von Florence Hüesker – ging die Leitung der Gießerei auf den Sohn Hans-Göran Hüesker über, unter dessen Leitung computergesteuerte Brennprozesse eingeführt wurden.

Hans Göran Hüesker starb am 17. August 2019 im Alter von 58 Jahren.

Insolvenz und Neubeginn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. Juli 2010 wurde beim Amtsgericht Münster ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Ziel war es, im Rahmen des Insolvenzplans die notwendigen Sanierungsmaßnahmen umzusetzen und die Glockengießerei wieder zukunftsfähig zu machen.[1] Das Insolvenzverfahren wurde mit Datum vom 24. September 2012 beendet.[2] Mit einer überarbeiteten Strategie und einem neuen Erscheinungsbild konzentriert sich das Unternehmen seitdem auf die Glocken- und Kunstguss-Manufaktur und bietet zusätzlich einen Shop und Führungen durch die denkmalgeschützte Produktion an.

Die Geschäftsführung hatte vom 1. März 2012 bis zum 31. März 2016 der Düsseldorfer Unternehmer Rainer Esser inne. In diesem Zeitraum wurden über 100 Glocken zwischen 200 und 4800 kg für den nationalen und internationalen Markt gegossen. Ebenso übernimmt das Unternehmen im Bereich Kunstguss Aufträge für Künstler aus Deutschland und dem benachbarten Ausland.

2014 wurden große Teile des Betriebes unter Denkmalschutz gestellt.[3]

Als Nachfolger von Rainer Esser übernahm 2016 und 2017 Andreas Hahner aus Oelde die Geschäftsleitung, 2018 wurde er von Dirk Hüttemann abgelöst. Das Unternehmen beschäftigt heute (Stand 2021) wieder 26 Mitarbeiter.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Ort Nominal Masse
(in kg)
Gießer Gussjahr Anmerkungen
Gangolfus Heinsberg, St. Gangolf des1 ca. 1.930 Alexius d. Ä. und Petrus Petit 1764 Es handelt sich dabei um eine der größten Glocken dieser Gießer. Sie wurde auf der Burg De Donck bei Aarle-Rixtel gegossen.
Salvator Ottmarsbocholt, St. Urban f1 900 Alexius Petit d. Ä. 1784
unbekannt Vreden, St. Georg c1 ca. 2.500 Alexius Petit d. J. 1822 eine der größten noch erhaltenen Glocken in Westfalen aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts
3-stimmiges Geläut Sindorf, St. Maria Königin e1–fis1–gis1 2.075 Joseph und Wilhelm Edelbrock 1850 Es handelt sich hierbei um eines der ältesten, noch vollständig erhaltenen Geläute dieser Gießerei. 1967 wurde eine vierte Glocke (Nominal h1) von derselben Firma hinzugegossen.
1-Glocke Gleschendorf, Friedhof e2 ca. 160 Joseph Edelbrock 1873 Hing ursprünglich in der kath. Kirche Maria Königin in Ahrensbök, diese wurde 2013 profaniert und die Glocke wurde von der Gemeinde 2018 dem Friedhof geschenkt
6-stimmiges Geläut Bad Homburg, St. Marien b0–d1–f1–g1–a1–b1 7.984 Carl Edelbrock 1894 Die g1 musste 1949 von Hans Hüesker neu gegossen werden
9-stimmiges Geläut Fulda, Fuldaer Dom h0–cis1–dis1–e1–fis1–gis1–a1–h1–fis2 unbekannt Carl & Rudolf Edelbrock 1897 einzig erhaltene Glocke ist die Salvatorglocke in h0
4-stimmiges Geläut Giesel, St. Laurentius bei Fulda gis1–h1–cis2–g2 1.225 Petit & Gebr. Edelbrock (1950) / Hans Hüesker (1971) 1950 1971 1950 erfolgte eine Neubeschaffung der 1942 im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzenen Glocken.
1971 Neuguss der 1962 von Monasterium Eijsbouts neu beschafften St.-Laurentius- und St.-Anna-Glocken.
15-stimmiges Glockenspiel Denver, St.-John’s-Cathedral a0 17.500 Carl Edelbrock 1905 nur die größte Glocke schwingt[4]
7-Stimmiges Geläut Limburg, Limburger Dom a0–c1–d1–e1–f1–g1–a1 Carl Edelbrock 1906 Bis auf die kleinste und die größte Glocke im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen, die eingeschmolzenen Glocken wurde 1948/1949 in der gleichen Tonfolge neugegossen.
2-stimmiges Geläut Pinneberg, St. Michael f2–as2 Carl Edelbrock 1907 1917 musste die größere der beiden Glocken abgeliefert werden, sie wurde 1956 nachgegossen
Osanna Fulda, Fuldaer Dom gis0 5.526 Carl Edelbrock 1908 nicht erhalten; Ersetzt 1953 durch Neuguss von Friedrich Wilhelm Schilling
4-stimmiges Geläut Bonn, St. Elisabeth c1–es1–f1–g1 6.050 Carl Edelbrock 1908 steht unter Denkmalschutz
St. Bernardus Münster, St.-Paulus-Dom g0 5.745 Carl Edelbrock 1911 im Zweiten Weltkrieg 1942 beschlagnahmt und eingeschmolzen
4-stimmiges Geläut Damme, St. Viktor c1–e1–g1–a1 Werner Hüesker/Hans Hüesker 1924/1949 Die kleinste Glocke ist von 1924, die drei größeren von 1949
3-stimmiges Geläut Reichenbach/Vogtland, Filialkirche Mariä Himmelfahrt fis1–a1–cis2 Werner Hüesker 1926 Nur die kleinste Glocke überstand den Zweiten Weltkrieg
5-stimmges Geläut Köln, St. Aposteln g0–b0–es1–ges1–b2 12.605 Werner Hüesker/Hans Hüesker/Florence Hüesker/Hans-Göran Hüesker 1927/1938/1983/2005 Ergänzung zu zwei historischen Glocken von Johann von Andernach, 1507, 1509 (des1–f1)
5-stimmiges Geläut Hamburg-Barmbek-Süd, St. Sophien cis1–e1–fis1–a1–h1 Werner Hüesker/Hans Hüesker 1928/1960 Die a1 ist von 1928, die anderen wurden 1960 neugegossen
3-stimmiges Geläut Coesfeld, Große Kreuzwegkapelle c2–d2–f2 Hans Hüesker 1945 Ursprünglich für die Notkirche gegossen
3-stimmiges Geläut Beckum, Liebfrauenkirche h0–d1–e1 Hans Hüesker 1946
7-stimmiges Geläut Lindenberg im Allgäu, Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul g0–a0–c1–d1–e1–g1–a1 18.500 Hans Hüesker 1948 Bis 2009 größter Neuguss Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg
unbekannt Osnabrück, St. Katharinen g0 7.002 Werner Hüesker
2-stimmiges Geläut Berlin-Karlshorst, St. Marien e1–g1 1.950 Hans Hüesker/Florence Hüesker 1936 1991
10-stimmiges Geläut Gronau (Westfalen), St. Agatha h0–d1–e1–e1–fis1–g1–a1–a1–h1–c2 10.211 Hans Hüesker/Florence Hüesker 1948/1951/1968/1995
5-stimmiges Geläut Minden, Dom zu Minden h0–d1–e1–fis1–g1 Hans Hüesker 1948 Großes Geläut aus 5 Glocken, gezeigt auf der Hannover Messe.
1993 ausgebaut und an die russisch-orthodoxe Kirche in Gifhorn verkauft. Nur noch anschlagbar.[5]
5-stimmiges Geläut Limburg, Limburger Dom c1–d1–e1–f1–g1 7.051 Hans Hüesker 1948/1949 als Ersatz für die im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzenen Glocken, die größte und kleinste erhalten
5-stimmiges Geläit Gescher, St. Pankratius h0–d1–e1–fis1–a1 ca. 7.200 Hans Hüesker 1949
5-stimmiges Geläut Kahl am Main, St. Margareta h0–d1–e1–fis1–a1 7.321 Hans Hüesker 1949
4-stimmiges Geläut Kriftel, St. Vitus g1–a1–h1–d2 Hans Hüesker 1949
5-stimmiges Geläut Mettingen, St. Agatha c1–d1–f1–g1–a1 Hans Hüesker/Hans-Göran Hüesker 1949/1996
5-stimmiges Geläut Neuss, Päpstliche Basilika St. Quirin cis1–dis1–e1–fis1–gis1 6.440 Hans Hüesker 1949/1959 cis1/dis1 1949, e1/fis1/gis1 1959, als Ergänzung zu zwei Glocken (gis0–h0) von Heinrich Ulrich, Apolda (1922)
3-stimmiges Geläut Großenlüder, St. Georg g1–a1–h1 Hans Hüesker 1950
4-stimmiges Geläut Nordenau, St. Hubertus g1–b1–c2–d2 1.445 Hans Hüesker 1950
7-stimmiges Geläut Bocholt, St. Georg c1–es1–f1–g1–b1–c2–es2 Hans Hüesker/Florence Hüesker/Hans-Göran Hüesker 1950/1959/1989/2000 Gl. 3/4 1950, Gl. 5 1959, Gl. 1/2 1989, Gl. 6/7 2000
4-stimmiges Geläut Bingen am Rhein, St. Aureus und Justina dis1–fis1–gis1–h1 3.118 Hans Hüesker 1951
4-stimmiges Geläut Wilhelmshaven, St. Marien fis1–a1–h1–d2 Hans Hüesker 1951/1962
13-stimmiges Geläut Beckum, St. Stephanus d1–g1–a1–h1–c2–d2–e2–g2–a2–f2–fis2–h2–c3 8.549 Hans Hüesker/Hans-Göran Hüesker/Rainer Esser 1952/2008/2013 Ergänzung zu zwei historischen Glocken (c1–e1)
6-stimmiges Geläut Landau in der Pfalz, Stadtpfarrkirche St. Maria a0–c1–e1–g1–a1–h1 Hans Hüesker 1953 laut Fachkreisen eines der besten Geläute der Gießerei
3-stimmiges Geläut Dorsten, St. Marien gis1–h1–cis2 Hans Hüesker 1954 Te-Deum-Motiv
5-stimmiges Geläut Haan, St. Chrysanthus und Daria f1–as1–b1–c2–es2 2.230 Hans Hüesker 1955
4-stimmiges Geläut Köln, St. Andreas d1–e1–f1–g1 ca. 4.260 Hans Hüesker 1955
4-stimmiges Geläut Limburg-Dietkirchen, St. Lubentius as0–c1–es1–f1 Hans Hüesker/Florence Hüesker 1955 1980 als Ergänzung zu einer historischen Glocke wurden 1955 zuerst die drei kleineren Glocken gegossen und 1980 die große Glocke
1-Glocke Pinneberg, St. Michael f2 Hans Hüesker 1956 Ersatz für die 1917 eingeschmolzene Glocke
4-stimmiges Geläut Köln, St. Pantaleon b0–c1–des1–f1 ca. 7.550 Hans Hüesker 1956/1957 Glocke 1 und 3 1956, 2 und 4 1957
Maria Aachen, Aachener Dom g0+8 6.045 Hans Hüesker 1958 Ersatz für den 1942 zerschlagenen Umguss von Rudolf Edelbrock (1881)
1-Glocke Hochheim, St. Peter & Paul c1 2.254 Hans Hüesker 1958 Ergänzung zu drei Glocken (d1–f1–a1) von J. G. & J. Schneidewind, Frankfurt/Main
Jakobusglocke Köln, St. Kunibert c2 ca. 280 Hans Hüesker 1958 Ergänzung zu zwei historischen Glocken von Martin Legros, 1773 (des1–f1)
5-stimmiges Geläut Köln, St. Mauritius as0–c1–es1–f1–as1 9.950 Hans Hüesker 1958/1959/1960
5-stimmiges Geläut Ratingen, St. Peter und Paul es1–f1–as1–b1–des2 3.788 Hans Hüesker/Florence Hüesker/Andreas Hahner 1958/1994/2017 Ergänzung zu drei historischen Glocken (b1–des1–ges1)
1-Glocke Berlin-Britz, Hephathakirche h1 310 Hans Hüesker 1959 Ergänzung zu zwei Glocken von Friedrich Wilhelm Schilling (1955)
6-stimmiges Geläut Köln-Weiß, St. Georg a1–h1–c2–d2–e2–g2 ca. 1.480 Hans Hüesker 1959
6-stimmiges Geläut Gescher, St. Mariä Himmelfahrt a0–c1–e1–g1–a1–h1 Hans Hüesker 1959
4-stimmiges Geläut Mainz, St. Peter c1–d1–e1–d2 5.404 Hans Hüesker 1960/1961 Ergänzung zu einer a0 von 1757. Die drei neuen großen Glocken wurden 1960 gegossen, die kleinste Glocke d2 1961
4-stimmiges Geläut Mammolshain, St. Michael e1–fis1–a1–h1 2.750 Hans Hüesker 1960 Ergänzung zu einer historischen (dis2) von N. Bernhard, Tiefenbach, 1781
6-stimmiges Geläut Essen-Kupferdreh, St. Josef h0–d1–e1–fis1–g1–a1 8.320 Hans Hüesker 1961 befinden sich jetzt in der Jacobikirche in Perleberg
4-stimmiges Geläut Borken-Gemen, Christus König d1–e1–fis1–a1 Hans Hüesker 1962
4-stimmiges Geläut Friedrichsdorf, Herz Jesu g1–a1–c2–d2 Hans Hüesker 1962
6-stimmiges Geläut Köln, St. Ursula a0–c1–d1–f1–g1–a1 ca. 9.200 Hans Hüesker 1962
7-stimmiges Geläut Körrenzig, St. Peter c1–es1–f1–g1–as1–b1–c2 ca. 6.685 Hans Hüesker 1962
1-Glocke Porta-Westfalica-Möllbergen, evang. Kirche c2 260 Hans Hüesker 1963 Ergänzung zu einer historischen Glocke (es2) von Johann Brauweiler (1450)
2-stimmiges Geläut Berlin, Dorfkirche Wittenau c2–f2 370 Hans Hüesker 1964 Ergänzung zu zwei historischen Glocken
4-stimmiges Geläut Duisburg, St. Suitbert es1–f1–g1–b1 Hans Hüesker 1964
7-stimmiges Geläut Meschede, Abtei Königsmünster h0–d1–e1–fis1–g1–a1–h1 8.060 Hans Hüesker/Hans-Göran Hüesker 1964/2002 g1 2002, der Rest von 1964
Jesus-Maria Joseph, Christ König, Toten[6] Troisdorf, Filialkirche St. Adelheid fis1–a1–h1–d2 Hans Hüesker 1964 Kirchenbau von Gottfried Böhm
6-stimmiges Geläut Köln-Porz, St. Fronleichnam g1–b1–c2–es2–f2–g2 ca. 1650 Hans Hüesker 1965/66 die große Glocke wurde erst 1966 gegossen, die anderen bereits 1965
6-stimmiges Geläut Oberhausen-Schlad, St. Johannes Evangelist cis1–e1–fis1–a1–h1–cis2 ca. 5.170 Hans Hüesker 1965
5-stimmiges Geläut Essen-Bedingrade, St. Franziskus es1–f1–g1–b1–c2 Hans Hüesker 1966
4-stimmiges Geläut Jever, St. Marien e1–g1–a1–h1 Hans Hüesker 1966
3-stimmiges Geläut Köln, St. Mariä Himmelfahrt dis2–fis2–gis2 360 Hans Hüesker 1966
5-stimmiges Geläut Krefeld, St. Thomas Morus d1–f1–g1–a1–c2 ca. 3.845 Hans Hüesker 1966/1967
2-stimmiges Geläut Großenwörden, Marienkirche a1–c2 670 Hans Hüesker 1969
1-Glocke Rodewald, Johanniskirche g2 100 Hans Hüesker 1969
3-stimmiges Geläut Berlin-Lankwitz, Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde h1–d2–e2 Hans Hüesker 1970
2-stimmiges Geläut Netze, ev. Klosterkirche g1–c2 Hans Hüesker 1971 Ergänzung zu einer historischen (a1) aus dem 12. Jahrhundert
8-stimmiges Geläut Erwitte, St. Laurentius h0–d1–e1–fis1–g1–a1–a2–h2 8.450 Hans Hüesker/Hans-Göran Hüesker 1972 2008
Martin Fritzlar, Fritzlarer Dom St. Peter ais0+3 3.416 Hans Hüesker 1972 größte der insgesamt acht Domglocken (sechs historische und eine weitere von 1972)
1-Glocke Mainzlar, ev. Kirche e2 Hans Hüesker 1972 Ergänzung zu zwei Glocken (g2, ais2)
Josefsglocke Oberhausen, Propsteikirche St. Clemens f'+9 775 ? 1974 zur Erinnerung an das 100-jährige Bestehen der KAB St. Clemens
1-Glocke Stade-Bützfleth, St. Nicolai g1 600 Hans Hüesker 1976 Ergänzung zu einer Glocke von der Glockengießerei Radler (1930)
2-stimmiges Geläut Wilhelmshaven-Heppens, St. Peter h1–d2 Hans Hüesker 1977
Papstglocke Dietkirchen, St. Lubentius as0 ca. 5.000 Florence Hüesker 1980 Gegossen in Anwesenheit einer Vatikanischen Gesandtschaft, geweiht durch Papst Johannes Paul II. am 17. November 1980
1-Glocke Berlin-Lübars, Dorfkirche Lübars d2 200 Florence Hüesker 1980 Ergänzung zu einer f2 von Franz Schilling & Söhne, Apolda (1907)
4-stimmiges Geläut Hamburg-Steilshoop, St. Johannis g1–a1–c2–d2 Florence Hüesker/Hans-Göran Hüesker 1980 2001
5-stimmiges Geläut Köln, Groß St. Martin c1–f1–g1–a1–c2 5.437 Florence Hüesker 1984
4-stimmiges Geläut Gonzenheim, Heilig Kreuz f1–as1–b1–c2 2.056 Florence Hüesker 1985
Heilig Geist Nümbrecht, Heilig Geist f2 100 Florence Hüesker 1985 Ersatz für die nach Brand 1984 als beschädigte eingestufte Glocke e2 von G. Claren. Seit dem Jahr 2000 läuten beide Glocken im Duett.
5-stimmiges Geläut Grevenbrück, St. Nikolaus h0–d1–e1–f1–a1 Florence Hüesker 1986 Ersatz für vier Stahlglocken vom Bochumer Verein
2-Stimmiges-Geläut Braunschweig, Katharinenkirche d1–g1 2.200 Florence Hüesker 1987 Ergänzung zu drei historischen Glocken (h0–d1–e2)
Stupa San Francisco e0 13.000 Florence Hüesker 1988 schwerste in Deutschland gegossene Glocke nach dem Zweiten Weltkrieg
Friedensglocke, Clemensglocke, Don Bosco-Glocke Oberhausen, Propsteikirche St. Clemens a°+2, c'+7, d'+8 3.150, 1.800, 1.220 ? 1988 Die 3 Glocken wurden dem insgesamt 6-stimmigen Geläut ein Jahr nach Neuerrichtung des Kirchturms hinzugefügt. Die Friedensglocke ist eine der tontiefsten Bronzeglocken im Ruhrgebiet.[7]
6-stimmiges Geläut Bad Homburg, Herz Jesu es1–f1–g1–b1–c2–es2 4.000 Florence Hüesker 1989
3-stimmiges Geläut Bad Laer, Dreifaltigkeitskirche h1–cis2–e2 Florence Hüesker 1989
4-stimmiges Geläut Marxheim, St. Bonifatius c1–d1–e1–g1 5.884 Florence Hüesker 1989
1-Glocke Lübeck-Kücknitz, St. Joseph h1 Florence Hüesker 1989 Ergänzung zu einer Glocke (d2) von M & O Ohlsson und Ersatz für die im 1. Weltkrieg eingeschmolzene große Glocke
3-stimmiges Geläut Sulingen, Mariä Heimsuching b1–des2–es2 Florence Hüesker 1989
5-stimmiges Geläut Bielefeld-Brackwede, Bartholomäuskirche d1–e1–fis1–g1–a1 ca. 4.968 Florence Hüesker 1990
1-Glocke Langeoog, Inselkirche c2 300 Florence Hüesker 1990
3-stimmiges Geläut Porta Westfalica, Evang. Kirche h1–cis2–dis2 915 Florence Hüesker 1990 Ergänzung zu zwei historischen Glocken (fis1–fis1)
Dankglocke Spandau, St.-Nikolai-Kirche b0 3.400 Florence Hüesker und Hans-Göran Hüesker 1990 Die Sendung mit der Maus drehte hier ihre Spezialsendung über das Glockengießen.[8]
4-Stimmes Geläut Soest, Heilig-Kreuz-Kirche f1–g1–as1–b1 Florence Hüesker 1990
7-stimmiges Geläut Ahlen, St. Marien b0–d1–f1–f–g2–b2–d3 ca. 7.296 Florence Hüesker/Hans-Göran Hüesker 1991/1999 Ergänzung zu einer historischen Glocke von Gottfried de la Paix
Liudger Billerbeck, Propsteikirche St. Ludgerus ges0 7.200 Florence Hüesker 1992
4-stimmiges Geläut Frankfurt-Preungesheim, St. Christophorus es1–as1–b1–c2 2.600 Florence Hüesker/Hans-Göran Hüesker 1992/1996 Die große Glocke wurde 1992 gegossen, drei drei kleineren 1996
3-stimmiges Geläut Duisburg-Neudorf, Christuskirche a1–c2–d2 2.492 Hans-Göran Hüesker 1998 Ergänzung zu einer Glocke (f1) Von Gg. Pfeiffer, Kaiserslautern
3-stimmiges Geläut Niederreifenberg, St. Johannes der Täufer d1–f1–a1 2.529 Hans-Göran Hüesker 1998 Ergänzung zu einer Glocke (e2) von Gg. Pfeiffer, Kaiserslautern
2-stimmiges Geläut Weischlitz-Reuth, Dorfkirche c2–es2 339 Hans-Göran Hüesker 2001
3-stimmiges Geläut Steyerberg, Katharinenkirche a1–d2–f2 2.335 Hans-Göran Hüesker 2003 Ergänzung zu einer historischen Glocke (c2) von Thomas Rideweg (1734)
Weltjugendtagsglocke
(offiziell: Johannes-Paul-II.-Glocke)
Köln, St. Aposteln g0 6.700 Hans-Göran Hüesker 2005 Sie wurde von Papst Benedikt XVI. zu Beginn der Vigilfeier beim Weltjugendtag am 20. August 2005 auf dem Marienfeld bei Köln geweiht.
Gertrudisglocke Köln, Jesuitenkirche St. Peter f1 758 Hans-Göran Hüesker 2005 Ergänzung zu sechs Glocken (g1–as1–a1–b1–c2–f3)
Viertelglocke II Stendal, St. Marien es3 40 Hans-Göran Hüesker 2007 Ergänzung zu 11 Glocken
4-stimmiges Geläut Münster, St. Lamberti f1–b2–c2–es2 Hans-Göran Hüesker 2008 Ergänzung zu vier historischen Glocken (c1–des1–es1–as1)
2-stimmiges Geläut Ahlden (Aller), St. Johannis der Täufer cis1–e1 2.979 Rainer Esser 2013 Ergänzung zu einer Glocke (fis2) von 1520
2-stimmiges Geläut Clausthal-Zellerfeld-Wildemann, Maria-Magdalena-Kirche d1–f1 2.913 Rainer Esser 2015 Ergänzung zu einer Glocke (a1) von Friedrich Wilhelm Schilling (1964)
3-stimmiges Geläut Eime, Jakobikirche dis1–fis1–gis1 3.086 Andreas Hahner 2017 Ergänzung zu einer Glocke (h1) von der Glockengießerei Radler (1920)
4-stimmiges Geläut Göttingen, St. Albani b0–c1–es1–g1 7.792 Andreas Hahner/Dirk Hüttemann 2017/2018 Die zwei kleinen Glocken wurden bereits 2017 gegossen, die beiden großen 2018

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Westf. Nachrichten: Petit & Gebr. Edelbrock beantragen Insolvenzverfahren. 26. Juli 2010. (Memento vom 12. Februar 2013 im Webarchiv archive.today)
  2. Wamsiedler.de: Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock beendet Insolvenzverfahren. 12. September 2012.
  3. Unternehmenshomepage der Glockengießerei Petit & Edelbrock: Aktuelles – 24. April 2014 Wir stehen unter Denkmalschutz
  4. Cathedral of St.John in the Wilderness. Abgerufen am 30. Juli 2020 (englisch).
  5. Roland Pieper, Anna-Beatriz Chadour-Sampson: Stadt Minden. Teil II: Altstadt 1 & Der Dombezirk. In: Fred Kaspar, Ulf-Dietrich Korn (Hrsg.): Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen. Band 50. Klartext-Verlag, Essen 1998, ISBN 3-88474-632-4, Kapitel VII Ausstattung. Die Glocken, S. 853.
  6. Gerhard Hoffs: Glocken der Kirche St. Adelheid in Müllekoven. In: Glockenbücher des Erzbistums Köln, Dekanat Troisdorf (Stand 23.2.2013). S. 27–30, abgerufen am 1. Februar 2022.
  7. Matthias Dichter: Turmaufnahme der Glocken der Propstei St. Clemens. In: YouTube. Matthias Dichter, 25. November 2017, abgerufen am 25. November 2017.
  8. Die Maus Spezial – Glockengießen (gedreht in den 1990er Jahren bei Petit & Gebr. Edelbrock) auf YouTube.

Koordinaten: 51° 57′ 20″ N, 7° 0′ 34″ O