Petra Behle

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Petra Behle Biathlon
Voller Name Petra Behle (geb. Schaaf)
Verband Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland
DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 5. Januar 1969
Geburtsort Offenbach am Main
Karriere
Beruf Sportökonomin
Verein SC Willingen
Debüt im Weltcup 1987
Weltcupsiege 20
Status zurückgetreten
Karriereende 1998
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 9 × Gold 2 × Silber 2 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Silber0 Albertville 1992 Staffel
0Silber0 Lillehammer 1994 Staffel
0Gold0 Nagano 1998 Staffel
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
0Gold0 Chamonix 1988 Sprint
0Gold0 Feistritz 1989 Einzel
0Bronze0 Feistritz 1989 Mannschaft
0Bronze0 Minsk 1990 Einzel
0Silber0 Oslo 1990 Mannschaft
0Gold0 Lahti 1991 Einzel
0Gold0 Nowosibirsk 1992 Mannschaft
0Gold0 Borowez 1993 Einzel
0Gold0 Antholz 1995 Staffel
0Silber0 Antholz 1995 Mannschaft
0Gold0 Ruhpolding 1996 Staffel
0Gold0 Ruhpolding 1996 Mannschaft
0Gold0 Osrblie 1997 Staffel
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 3. (1991/1992, 1995/1996)
 

Petra Behle (* 5. Januar 1969 in Offenbach am Main; gebürtig Petra Schaaf) ist eine ehemalige deutsche Biathletin.

Biathlonkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Familie nach Mittenwald umgezogen war, lernte Petra Behle mit acht Jahren Skifahren und begann mit dem Langlauf. 1986 kam sie auf das Ski-Internat in Willingen. Dort brachte sie ihre damalige Trainerin Renate Schinze zum Biathlon. Petra Behle startete für den SC Willingen. Sie wurde 1988 die jüngste deutsche Weltmeisterin im Biathlon. Mit vier Einzel- und fünf Staffelgoldmedaillen ist sie nach Magdalena Neuner die zweit-erfolgreichste deutsche WM-Teilnehmerin aller Zeiten (Stand: 12. März 2011). Trotz ihrer überragenden Weltmeisterschaftsergebnisse konnte sie bei drei Olympischen Spielen keine Einzelmedaille gewinnen, holte aber jeweils eine Medaille mit der Staffel. Ähnlich erging es ihr im Weltcup: Mit zwanzig gewonnen Rennen gehört sie auch hier zu den erfolgreichsten Athletinnen – Magdalena Forsberg als Beste gewann 42 Rennen. Den Gewinn eines Einzel- oder gar des Gesamtweltcups schaffte Petra Behle hingegen nicht, zwei dritte Plätze im Gesamtweltcup stehen für sie zu Buche.

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1998 bis 2007 war sie beim ZDF als Biathlonexpertin zu sehen. Zusammen mit Christa Haas und ab der Wintersaison 2006/2007 mit Norbert König moderierte sie die Live-Übertragungen der Wettbewerbe. Ihr Nachfolger in der Position wurde Sven Fischer.

Sportfunktionärin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petra Behle ist persönliches Mitglied des NOK und Aktivensprecherin in der Landessportkonferenz Hessen. Zudem ist sie Mitglied im Gutachterausschuss der Deutschen Sporthilfe. An der European Business School hat sie 2003 eine Ausbildung zur Sportökonomin erfolgreich absolviert.

Privatleben und Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1994 heiratete sie den Langläufer Jochen Behle, von dem sie sich im April 1999 wieder trennte. Am 30. Januar 2009 hat sie erneut geheiratet. Petra Behle wohnt derzeit in Biebertal. Sie ist ehrenamtlich als Schirmherrin der Tour der Hoffnung tätig, einer Prominentenradtour, mit deren Hilfe jedes Jahr Spenden zu Gunsten krebskranker Kinder gesammelt werden.[1][2]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Winterspiele
  • 1992: Silber (Staffel)
  • 1994: Silber (Staffel)
  • 1998: Gold (Staffel)
Weltmeisterschaften
  • 1988: Gold (Sprint)
  • 1989: Gold (Einzel), Bronze (Mannschaft)
  • 1990: Silber (Mannschaft), Bronze (Einzel)
  • 1991: Gold (Einzel)
  • 1992: Gold (Mannschaft)
  • 1993: Gold (Einzel)
  • 1995: Gold (Staffel), Silber (Mannschaft)
  • 1996: 2x Gold (Staffel, Mannschaft)
  • 1997: Gold (Staffel)
Gesamtweltcup
  • 2x Platz 3 (1991/92; 1995/96)
Weltcupsiege
  • 20

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Probst: Superfrauen 12 - Sport. Biographien berühmter Sportlerinnen in Wort und Bild. 1. Auflage. 2001, ISBN 3-935718-04-7, Petra Behle: Die beste Biathlon-Sportlerin, S. 27–28.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tour der Hoffnung: Organisation, abgerufen am 5. Oktober 2012
  2. Rheinische Post vom 15. August 2009: Kindern ein bisschen Hoffnung geben Rheinische Post vom 17. August 2007: Radeln für den guten Zweck , abgerufen am 21. Februar 2010