Petra Erler

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Petra Erler (* 3. Mai 1958 in Thüringen) ist eine ehemalige DDR-Politikerin. Sie war nach der Wende parteilose Staatssekretärin im Amt des Ministerpräsidenten der DDR in der CDU/SPD-Regierung von Lothar de Maizière.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erler studierte ab 1976 in Ost-Berlin Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Außenhandel und arbeitete anschließend in einem Außenhandelsbetrieb der DDR. Im Jahr 1984 wurde sie wissenschaftliche Assistentin am Institut für Internationale Beziehungen der Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR (ASR) in Potsdam, wo sie 1987 promovierte.[1]

Nach der Volkskammerwahl am 18. März 1990 war sie zunächst als Beraterin des DDR-Außenministers Markus Meckel und Mitglied des Planungsstabes tätig. Im Juni 1990 wurde Erler zur Staatssekretärin berufen und leitete im Amt des Ministerpräsidenten das Referat für Europafragen.[1] Außerdem war sie Leiterin der interministeriellen Arbeitsgruppe „Europäische Gemeinschaft“. Nach der Deutschen Einheit arbeitete sie als Assistentin für einen Bundestagsabgeordneten, bevor sie zur Leiterin des Referats für Europapolitik an der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund ernannt wurde. Ab 1999 beriet Petra Erler den EU-Kommissar Günter Verheugen, der damals für die Erweiterung der Europäischen Union zuständig war.[1] Ihre Berufung zur Kabinettschefin Verheugens geriet in die Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass Verheugen und Erler eine Beziehung hatten.[2][3]

Gemeinsam mit Verheugen betreibt Erler heute eine Strategieberatungsfirma für Führungskräfte und Politiker.[1][4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Staatssekretäre und Staatssekretärinnen im Amt des Ministerpräsidenten, Bundesstiftung Aufarbeitung, abgerufen am 15. März 2021
  2. Wo sind die Nacktfotos von Günter Verheugen?, Die Welt, 7. Dezember 2006, abgerufen am 15. März 2021
  3. Verheugen schon seit 2005 mit Petra Erler liiert, Die Welt, 12. September 2007, abgerufen am 15. März 2021
  4. Ehrenhaft und zurückhaltend Geld verdienen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. Juli 2019, abgerufen am 15. März 2021