Petra Gastmeier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Petra Gastmeier (* 28. Juni 1957 in Potsdam) ist eine deutsche Medizinerin und Fachärztin für Hygiene und Umweltmedizin. Sie ist Professorin für Hygiene an der Charité in Berlin und Direktorin des dort angesiedelten Instituts für Hygiene und Umweltmedizin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petra Gastmeier absolvierte ihr Abitur auf dem Weinberggymnasium in Kleinmachnow und nahm im Jahr 1976 das Studium der Medizin in Halle auf. Im Jahr 1983 erhielt sie die Approbation als Ärztin. Anschließend absolvierte sie die Facharztausbildung für Hygiene und Umweltmediziner. Im Jahr 1990 wurde Gastmeier Krankenhaushygienikerin am Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann. Ab 1993 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der FU Berlin und im Anschluss an ihre Habilitation als Professorin für Krankenhaushygiene an der Medizinischen Hochschule in Hannover. Seit 2008 ist Gastmeier Direktorin des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin der Charité. Zudem leitet sie das Nationale Referenzzentrum für die Surveillance von nosokomialen Infektionen.

Wissenschaftliche Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gastmeier im Jahr 1985 abgeschlossene Promotion mit dem Titel Beitrag zur Elimination von Salmonellen aus dem Abwasser kommunaler Abwasserbehandlungsanlagen wurde im Jahr 1986 mit dem Robert-Koch-Preis der Berliner Humboldt-Universität ausgezeichnet. Im Jahr 1990 erhielt Gastmeier einen Lehrauftrag am Institut für Hygiene der Freien Universität Berlin, wo sie ab 1993 als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war. Gastmeier wirkte in dieser Funktion von Beginn an am Aufbau des Krankenhaus-Infektions-Surveillance-Systems (KISS) zur kontinuierlichen Überwachung nosokomialer Infektionen mit. In ihrer 1999 erfolgten Habilitation mit dem Thema Nosokomiale Infektionen in der Intensivtherapie: Möglichkeiten und Grenzen eines Surveillance-Systems verarbeitete Gastmeier Erfahrungen mit dem KISS. Im Jahr 2000 arbeitete sie im Rahmen einer Schwerpunktprofessur im Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene unter Dieter Bitter-Suermann. Im Jahr 2000 erhielt sie einen Ruf auf eine C3-Schwerpunktprofessur für Krankenhaushygiene an der Medizinischen Hochschule Hannover im Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene unter Leitung von Dieter Bitter-Suermann. Im Jahre 2003 erhielt sie den Hauptpreis der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) und im Jahr 2007 den Schülke-Preis. In dieser Zeit war sie Leiterin der Fachgruppe Allgemeine und Krankenhaushygiene der DGHM und von 2006 bis 2010 Vizepräsidentin dieser Gesellschaft. Im Jahr 2007 wechselte Gastmeier zurück an die Charité, als sie den Ruf auf die dortige W3-Professur für Hygiene erhielt. Sie ist seit Anfang 2008 Direktorin des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin der Charité und leitet das Nationale Referenzzentrum für die Surveillance von nosokomialen Infektionen. In dieser Funktion hat sie den Aufbau der Aktion Saubere Hände (ASH) begleitet, die sie seither leitet. Die ASH nutzt ebenfalls Module des von Gastmeier maßgeblich mitentwickelten Krankenhaus-Infektions-Surveillance-Systems (KISS). Aufgrund ihres Engagements für dieses datenbankgestützte Erfassungssystem hat sich für Gastmeier in Hygienikerkreisen die Bezeichnung Miss KISS eingebürgert.[1]

Im Verlauf ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit hat Gastmeier ca. 350 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht.

Gesellschaften, Vereine und Aktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Hygienepreis für Miss KISS“, Ärzteblatt online (2015)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]