Petran

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Petran
Petran (Albanien)

Koordinaten: 40° 12′ N, 20° 24′ O

Basisdaten
Qark: Gjirokastra
Gemeinde: Përmet
Höhe: 262 m ü. A.
Fläche: 184 km²
Einwohner: 1622 (2011)
Bevölkerungsdichte : 9 Einw./km²
Telefonvorwahl: (+355) 0813
Postleitzahl: 6404

Petran (albanisch auch Petrani) ist ein Dorf in der Gemeinde Përmet, Qark Gjirokastra, im Süden Albaniens. Der Ort Petran liegt im Tal der Vjosa, rund sieben Kilometer südlich der Stadt Përmet. Die Straße von Përmet nach Süden zur griechischen Grenze und nach Leskovik führt durch Petran.

Bis 2015 war Petran eine eigenständige Gemeinde, die 1622 Einwohner hatte (Volkszählung 2011).[1] Nach lokalen Behördenangaben für das Jahr 2010 lebten in der Gemeinde 3243 Einwohner.[2] Das Gemeindegebiet umfasste den nördlichen Teil der Ostflanke der Nemërçka, eines der höchsten Berge Südalbaniens, und Hügelland im Osten des Flusses Vjosa, insgesamt 184 Quadratkilometer.

Vjosa und Dorf

Bei Petran mündet rechtsseitig der Fluss Lengarica in die Vjosa. Etwas weiter oben im Flusstal der Lengarica finden sich bei Bënja Thermalquellen, bekannt als Banjat e Bënjës. Es handelt sich um einige Naturbecken, aber ein touristischer Ausbau ist in Diskussion. Gleich daneben steht eine Steinbrücke aus dem 18. Jahrhundert, die Ura e Kadiut. Dahinter verengt sich das Flusstal zu einem sehr engen Canyon. Die 100 Meter tiefe Schlucht ist über eine lange Strecke nur wenige Meter breit. Thermalquellen und Schlucht sind Naturschutzgebiete, ebenso eine Höhle in der Nähe. Auch zwei Kiefernwälder sind Schutzgebiete, der große Tannenwald von Hotova-Dangell sogar ein Nationalpark.[2][3]

Im Gebiet der Lengarica-Schlucht befindet das Kraftwerk Lengarica, dessen Inbetriebnahme erfolgte 2015.

Die Gemeinde bestand aus den folgenden Dörfern:[4]

  • Petran
  • Leshnica
  • Leus
  • Lipa
  • Qilarishta
  • Badëlonja
  • Bënja-Novosela
  • Delvina
  • Bodar
  • Kaludh
  • Lupcka
  • Gjinakar
  • Ogdunan
  • Lipivan-Trebozishta
  • Tremisht

36 Prozent der Bevölkerung ist jünger als 18 Jahre. Es gab in der Gemeinde 15 Schulen. Nicht ganz 40 Prozent der Einwohner haben zurzeit Arbeit. 1377 Hektar Land werden landwirtschaftlich genutzt. Von der arbeitenden Bevölkerung sind 70 Prozent im landwirtschaftlichen Sektor tätig, und rund ein Viertel arbeitet saisonal in Griechenland.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ines Nurja: Censusi i popullsisë dhe banesave / Population and Housing Census – Gjirokastër 2011. Rezultatet Kryesore/Main Results. Hrsg.: INSTAT. Pjesa/Part 1. Adel Print, Tirana 2013 (instat.gov.al [PDF; abgerufen am 14. April 2019]).
  2. a b c Augustin u. Magdalena Cara: Report – Updating the Social and Envoronmental Impact Assessment of Lengarica Small Hydro Power Plant (SHPP) at Prefecture Gjirokastra, Albania. (PDF; 3,5 MB;) 28. Juni 2011, archiviert vom Original am 3. Mai 2014; abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  3. Selfo Oruçi: Bio-Ecological Data on Amphibians of Thermal Water of Permeti Area (South Albania). (PDF; 126 kB) 29. Mai 2010, archiviert vom Original am 4. Mai 2014; abgerufen am 5. März 2012 (englisch).
  4. Shoqata e Komunave të Shqipërisë (albanisch) Archiviert vom Original am 13. März 2012.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.aac-al.org Abgerufen am 5. März 2012.