Petronell-Carnuntum

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Petronell-Carnuntum
Wappen von Petronell-Carnuntum
Petronell-Carnuntum (Österreich)
Petronell-Carnuntum
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Bruck an der Leitha
Kfz-Kennzeichen: BL
Fläche: 25,37 km²
Koordinaten: 48° 7′ N, 16° 52′ OKoordinaten: 48° 6′ 53″ N, 16° 51′ 57″ O
Höhe: 175 m ü. A.
Einwohner: 1.275 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 50 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2404
Vorwahl: 02163
Gemeindekennziffer: 3 07 18
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchenplatz 1
2404 Petronell-Carnuntum
Website: www.petronell.at
Politik
Bürgermeister: Martin Almstädter (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
9
9
1
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Petronell-Carnuntum im Bezirk Bruck an der Leitha
Au am Leithaberge Bad Deutsch-Altenburg Berg Bruck an der Leitha Ebergassing Enzersdorf an der Fischa Enzersdorf an der Fischa Fischamend Göttlesbrunn-Arbesthal Götzendorf an der Leitha Gramatneusiedl Hainburg an der Donau Haslau-Maria Ellend Himberg Hof am Leithaberge Höflein Hundsheim Klein-Neusiedl Lanzendorf Leopoldsdorf Mannersdorf am Leithagebirge Maria-Lanzendorf Moosbrunn Petronell-Carnuntum Prellenkirchen Rauchenwarth Rohrau Scharndorf Schwadorf Schwechat Sommerein Trautmannsdorf an der Leitha Wolfsthal ZwölfaxingLage der Gemeinde Petronell-Carnuntum im Bezirk Bruck an der Leitha (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Das Heidentor – Wahrzeichen der Marktgemeinde
Das Heidentor – Wahrzeichen der Marktgemeinde
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Petronell-Carnuntum ist eine Marktgemeinde mit 1275 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im niederösterreichischen Bezirk Bruck an der Leitha.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petronell-Carnuntum liegt im Industrieviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 25,36 Quadratkilometer. 25,99 Prozent der Fläche sind bewaldet. Die Gemeinde liegt am rechten Ufer der Donau südwestlich von Hainburg an der Donau, 182 Meter über dem Meeresspiegel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Altertum waren das Militärlager und die Zivilstadt von Carnuntum Teil der römischen Provinz Pannonien. Im Laufe des 5. Jahrhunderts wurde der Ort von seinen romanischen Bewohnern aufgegeben und verlassen. In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts entwickelte sich hier eine Siedlung, der im Jahr 1142 das Marktrecht verliehen wurde. Damit zählt Petronell zu den ältesten Marktgemeinden Niederösterreichs.

Der heutige, eher ungewöhnliche Ortsname Petronell geht auf die französische Gemahlin Kaiser Heinrichs III., Agnes von Poitou, zurück, die sich 1077 in Rom neben der heiligen Petronilla beisetzen ließ. Zur Erinnerung an die Kaiserin erbauten die kaisertreuen Grafen von Vohburg (Diepoldinger-Rapotonen) um 1125 auf dem Boden des alten Carnuntums eine Kirche, die der Petronella geweiht war. Sie ist auch die Schutzheilige gegen Gicht, Fieber und Rheuma, die in den Schwefelquellen von Bad Deutsch-Altenburg behandelt werden.[1]

Der Erbauer der Burg Liechtenstein bei Mödling heißt Hugo von Petronell. Demnach existierte im 13. Jahrhundert eine Petroneller Linie des Hauses Liechtenstein.

Von 1656 bis zum Ende der Monarchie im Jahre 1918 und darüber hinaus lenkte die Adelsfamilie Abensperg-Traun die Geschicke der Marktgemeinde Petronell, als eine von vielen zur Adelsfamilie gehörigen Herrschaften. Ein Zweig der Familie ist bis heute in Petronell ansässig.

Den Namen Petronell-Carnuntum führt die Gemeinde seit 1963. Zum 900-jährigen Bestehen Petronells im Jahr 1958 verlieh die Landesregierung Niederösterreichs der Marktgemeinde ein Marktwappen. Die dazugehörende Marktfahne ist in den Farben Blau-Weiß gehalten und trägt in der Mitte das neue Wappen: in blauem Schild das weiße Heidentor auf grünem Grund.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1158 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 1202 Einwohner, 1981 1241 und im Jahr 1971 1236 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat mit 19 Mitgliedern hat mit der Wahl 2015 folgende Verteilung: 9 ÖVP, 9 SPÖ, 1 FPÖ.

Bürgermeister
  • 1953–1983 Viktor Schneider (SPÖ)
  • 2003–2017 Ingrid Scheumbauer (ÖVP), zurückgetreten mit 23. April 2017 [3]
  • seit 2017 Martin Almstädter (SPÖ)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Petronell-Carnuntum

Die wesentlichste Sehenswürdigkeit des Ortes sind die Reste der römischen Festung.

Sehenswert darüber hinaus:

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besucherzentrum des Freilichtmuseums
Petronell (oben) und der nördliche Teil der Kurzzenschanze (Alte Schanze) um 1873 im Aufnahmeblatt der Landesaufnahme

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 51, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 29. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 514. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,16 Prozent.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Petronell-Carnuntum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. August Obermayr, S. 132
  2. Petronell-Carnuntum - Geschichte. Abgerufen am 22. Mai 2011.
  3. Rücktritt Bürgermeister Ingrid Scheumbauer auf www.petronell.at vom 21. April 2017, abgerufen 30. April 2017
  4. Österreichische Bauzeitung: Graben, mauern, planen, bauen; abgerufen am 29. Sep. 2014