Petter Mørch Koren

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Petter Mørch Koren (* 22. Januar 1910 in Edinburgh; † 14. November 2004) war ein norwegischer Jurist, Regierungsbeamter und Politiker der Kristelig Folkeparti (KrF), der Minister für Justiz und Polizei 1963 in der Regierung von Ministerpräsident John Lyng sowie erneut zwischen 1972 und 1973 in der Regierung von Ministerpräsident Lars Korvald war. Darüber hinaus war er zwischen 1965 und 1979 Regierungspräsident (Fylkesmann) von Oslo und des Fylke Akershus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studium, Kommunalpolitiker und Richter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koren, Sohn des Priesters Laurentius Stub Koren und dessen Ehefrau Thordis Andrea Mørch, begann nach dem Schulbesuch 1928 ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Oslo, die er 1932 als Candidatus juris (Cand. jur.) abschloss. Bereits während seiner Schüler- und Studentenzeit begann sein politisches und gesellschaftliches Engagement als Vorsitzender des Gymnasiastenverbandes Åkerrikse von 1926 bis 1927 sowie als Vize-Vorsitzender und danach zwischen 1928 und 1930 als Vorsitzender des Osloer Verbandes christlicher Gymnasiasten.

Nach einem Studienaufenthalt in England wurde er 1934 Rechtsanwaltsvertreter in Oslo und anschließend von 1935 bis 1936 Büroangestellter in Lillehammer, ehe er zwischen 1936 und 1938 Hilfsrichter in Larvik war. Nachdem er von 1938 bis 1940 Sekretär im Handelsministerium war, wurde er 1940 Sekretär im Schifffahrtsministerium und fungierte dort zuletzt zwischen 1942 und 1945 als Büroleiter. In dieser Zeit fungierte er 1942 auch als Vorsitzender des Norwegischen Christlichen Studentenverbandes (Norske Studenters Kristelige Forbund).

Nach einer darauf folgenden Tätigkeit von 1945 bis 1949 als Leiter des Norwegischen Ein- und Auszahlungsbüros (Det norske Innskudds- og Trekkontor) kehrte er ins Handelsministerium zurück und war dort bis 1956 Büroleiter. Daneben war er 1946 erst Vorsitzender der Kristelig Folkeparti von Aker und im Anschluss zwischen 1947 und 1950 Vorsitzender der KrF im Osloer Stadtteil Vestre Aker.

Anfang der 1950er Jahre begann Koren auch seine politische Laufbahn in der Kommunalpolitik und war zwischen 1951 und 1965 Mitglied des Stadtpräsidiums von Oslo. Daneben war er in dieser Zeit zwischen 1952 und 1963 Vorstandsvorsitzender der Pensionskasse und von 1958 bis 1963 Vorsitzender des Ausschusses für Kirchengebäude. 1956 erfolgte seine Ernennung zum Richter am Stadtgericht (Byrett) von Oslo, an dem er bis 1965 tätig war.

Justizminister und Fylkesmann[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 28. August 1963 wurde er von Ministerpräsident John Lyng als Minister für Justiz und Polizei (Justis- og Politiminister) in dessen Regierung berufen und übte diese Funktion bis zum 25. September 1963 aus.

1965 wurde er als Nachfolger von John Lyng Regierungspräsident (Fylkesmann) von Oslo sowie der Provinz Akershus und bekleidete diese Funktion 14 Jahre lang bis zu seiner Ablösung durch Gunnar Alf Larsen 1979. Neben seiner Funktion als Fylkesmann war er zwischen 1966 und 1967 auch Vorstandsvorsitzender des Elektrizitätswerkes Oslo sowie von 1966 bis 1979 sowohl Vorsitzender des Steuerausschusses als auch des Arbeits- und Maßnahmenausschusses von Oslo und Akershus. Während dieser Zeit absolvierte er 1967 einen Kurzlehrgang sowie 1971 auch einen Kurzlehrgang für Kommandeure an der Verteidigungshochschule (Forsvarets høgskole). Daneben fungierte er von 1968 bis 1981 als Vorsitzender des Beirates des Norsk Folkemuseum.

Das Amt des Ministers für Justiz und Polizei übernahm er zwischenzeitlich erneut am 18. Oktober 1972 in der Regierung von Ministerpräsident Lars Korvald und bekleidete dieses Ministeramt bis zum Ende von Korvalds Amtszeit am 16. Oktober 1973.

Zuletzt war Koren, der mit der St. Hallvard-Medaille ausgezeichnet und 1979 Kommandeur des Sankt-Olav-Ordens wurde, von 1976 bis 1984 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Dampfschifffahrtsgesellschaft von Oppland (Opplandske dampskibsselskap) sowie zwischen 1979 und 1983 Außerordentlicher Berufungsrichter (Ekstraordinær lagdommer). Zugleich war er zwischen 1982 und 1983 auch Vorsitzender des Untersuchungsausschusses der Sozialzentrale in Oslo. 1983 wurde ihm auch die Kong Olav Vs jubileumsmedalje 1957–1982 verliehen.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • I gode og onde dager, 1979

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]