Pettstadt

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den Ortsteil der Gemeinde Kirchlauter siehe Kirchlauter#Pettstadt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Pettstadt
Pettstadt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Pettstadt hervorgehoben
Koordinaten: 49° 50′ N, 10° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Höhe: 246 m ü. NHN
Fläche: 9,88 km2
Einwohner: 1968 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 199 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96175
Vorwahl: 09502
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 169
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 10
96175 Pettstadt
Webpräsenz: www.pettstadt.de
Bürgermeister: Jochen Hack (FWG)
Lage der Gemeinde Pettstadt im Landkreis Bamberg
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Über dieses Bild

Pettstadt ist eine Gemeinde im Süden des oberfränkischen Landkreises Bamberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Regierungsbezirk Oberfranken ca. acht Kilometer südlich von Bamberg an der Mündung der Rauhen Ebrach in die Regnitz.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Bamberg, Strullendorf, Hirschaid, Frensdorf und Stegaurach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pettstadt gliedert sich in vier Ortsteile (mit den Einwohnerzahlen, Stand 31. Dezember 2014[2])[3]:

Es gibt nur die Gemarkung Pettstadt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um das Jahr 1070 wurde Pettstadt erstmals als „Betestat“ erwähnt, das damals noch zur Pfarrei Amlingstadt gehörte. Der Name des Ortes geht auf den Personennamen Petto zurück, der um das Jahr 1000 im fränkisch-thüringischen Raum relativ häufig war. Im Jahr 1399 kam es zur Einrichtung der Pfarrei Pettstadt. 1754 erfolgte der Bau der Barockkirche durch den Architekten Johann Jakob Michael Küchel. Der Ort gehörte zum Domkapitel Bamberg des Hochstifts Bamberg, das ab 1500 im Fränkischen Reichskreis lag, und kam mit diesem beim Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[4] Bei den Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 löste sich die Gemeinde von der im Zuge der Gebietsreform in Bayern gegründeten Verwaltungsgemeinschaft Frensdorf.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1041 Einwohner
  • 1987: 1411 Einwohner
  • 1991: 1518 Einwohner
  • 1995: 1750 Einwohner
  • 2000: 1829 Einwohner
  • 2005: 1966 Einwohner
  • 2010: 1949 Einwohner
  • 2015: 1968 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2014 Jochen Hack (Freie Wählergemeinschaft), der bei zwei Gegenkandidaten 53,27 % der Stimmen erhielt. Sein Vorgänger war Jürgen Schmitt (Freie Wählergemeinschaft). Seit dem Jahr 2002 als Nachfolger von Joseph Hack (Freie Wählergemeinschaft) im Amt, wurde dieser 2008 mit 92,30 % der Stimmen wiedergewählt.

Gemeinderatswahl 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeinderat sind folgende Parteien und Wählergemeinschaften vertreten (mit Anzahl der Sitze):

  • FWG (Freie Wählergemeinschaft) 4
  • CSU (Christlich-Soziale Union) 3
  • BNL (Bürgernahe Liste) 3
  • SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) 2

Gemeinderatswahl 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeinderat waren folgende Parteien und Wählergemeinschaften vertreten (mit Anzahl der Sitze):

  • FWG (Freie Wählergemeinschaft) 5
  • CSU (Christlich-Soziale Union) 2
  • BNL (Bürgernahe Liste) 3
  • SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) 2

Gemeinderatswahl 2002[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeinderat waren folgende Parteien und Wählergemeinschaften vertreten (mit Anzahl der Sitze):

  • FWG (Freie Wählergemeinschaft) 5
  • CSU (Christlich-Soziale Union) 3
  • BNL (Bürgernahe Liste) 2
  • SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) 2

Sehenswürdigkeiten und Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fähre Pettstadt

Pettstadt besitzt eine Barockkirche des Baumeisters Michael Küchel, die Pfarrkirche Mariä Geburt.

Eine Besonderheit Pettstadts ist der „Pettstadter Schmied“[5], die einzige Gierfähre in Oberfranken, die etwas östlich des Dorfes über die Regnitz führt. Sie ist von Frühjahr bis Herbst in Betrieb und eine beliebte Zwischenstation für Wander- und Fahrradausflüge.

Der Pettstadter Schmied, der 1910 verstorbene Schmiedemeister Sebastian Schubert, ist ein regional bekanntes Original. Um die Jahrhundertwende soll er zu vorgerückter Stunde im Wirtshaus der Aufforderung einer Gendarmeriestreife zum Verlassen des Lokals nicht nachgekommen sein. Stattdessen antwortete er „Des mach ich, wie ich mooch.“ (Das mache ich, wie ich mag.) Der Vorfall wurde zur Anzeige gebracht. Der Richter am Königlich Bayerischen Amtsgericht zu Bamberg sprach den Angeklagten frei, da er kein beleidigendes oder auflehnendes Verhalten erkannte. Daraus entwickelte sich der in Oberfranken bekannte Spruch „Mach’s wie der Pettstadter Schmied“ als Aufforderung, eigenverantwortlich zu entscheiden.[6]

Durch Pettstadt verläuft die Bahnlinie Strullendorf–Schlüsselfeld, auf der noch Güterverkehr stattfindet.

Sport und Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus dem örtlichen Vereinsleben entwickelten sich zahlreiche Veranstaltungen wie das Pettstadter Straßenfest am dritten Wochenende im Juli, das von Bürgern des ganzen Landkreises besucht wird.

Die vier größten Vereine, der Sportverein Pettstadt (SVP), der Freihand Schützenverein Pettstadt (FSV), der Anglerverein Rauhe Ebrach (ARE) sowie der Musik- und Gesangverein (MGV) sind auch überregional erfolgreich. Seit 2006 gibt es in der Gemeinde einen sehr aktiven Obst- und Gartenbauverein (OGV).

Brauereien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die letzte Brauerei, die Brauerei Leonhard Schrauder, schloss 1991.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pettstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Einwohnerzahlen der Ortsteile auf pettstadt.de
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/215838&attr=OBJ&val=1126
  4. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  5. Homepage Pettstadt abgerufen 14. Januar 2011
  6. Eintrag zum Pettstadter Schmied bei www.pettstadt.de.