Pfaffenwinkel

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Ungefähre Lage in Bayern

Als Pfaffenwinkel wird eine Region in Südbayern bezeichnet, die zwischen Lech und Loisach liegt.

Das Kerngebiet des Pfaffenwinkels bildet der Landkreis Weilheim-Schongau. Im weiteren Sinne zählt man das Gebiet zwischen Landsberg am Lech und Starnberg im Norden, Ingenried im Westen, Füssen und Ettal im Süden und Benediktbeuern im Osten dazu. Damit umfasst er Teile des Fünfseenlandes mit den Landkreisen Landsberg am Lech und Starnberg, sowie des Isarwinkels, des Lechrains und Bereiche der Landkreise Ostallgäu und Garmisch-Partenkirchen. Eine exakte Begrenzung existiert allerdings nicht.

Die hügelige Landschaft ist geprägt durch Wiesen, Wälder, Moore, Seen und Flussläufe und liegt auf einer Höhe von etwa 550 bis 1750 Meter.

Vorwort der Vindelicia Sacra mit dem Erstbeleg

Der Erstbeleg für die Bezeichnung „Pfaffenwinkel“ findet sich im Vorwort der Vindelicia Sacra von Franz Sales Gailler aus dem Jahr 1756. Der Begriff wird mit lateinisch Anguli Monachorum, deutsch ‚Ecke der Mönche‘ wiedergegeben und bereits als vulgare nomen, also volkstümlicher Name bezeichnet.

In kaum einer anderen Region in Deutschland gibt es eine derartige Dichte an Klöstern. Dazu zählen die Klöster Benediktbeuern, Schlehdorf, Polling, Wessobrunn, Dießen, Rottenbuch, Bernried, Beuerberg, Habach, Steingaden, Ettal und Andechs.

Aus der Region stammen die Stuckateure der Wessobrunner Schule. Im Wessobrunner Kloster entdeckte man das Wessobrunner Gebet, eines der ältesten dichterischen Werke der deutschen Sprache. Die in Wessobrunn geborenen Brüder Dominikus und Johann Baptist Zimmermann erbauten mit der Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland auf der Wies, auch als Wieskirche bekannt, ein heute zum Weltkulturerbe gehörendes Bauwerk. Weitere bekannte Wallfahrtskirchen stehen auf dem Hohenpeißenberg, in Vilgertshofen und in Ilgen.

Die Wieskirche im Pfaffenwinkel

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Willi Mauthe: Was versteht man unter dem oberbayerischen Pfaffenwinkel? In: Lech-Isar-Land 1960. Heimatkundliches Jahrbuch. Hrsg.: Heimatverband Lech-Isar-Land e.V., Weilheim i.Obb.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]