Pfalzfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Pfalzfeld
Pfalzfeld
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Pfalzfeld hervorgehoben
Koordinaten: 50° 7′ N, 7° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Emmelshausen
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 5,27 km2
Einwohner: 623 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56291
Vorwahl: 06746
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 117
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 1
56281 Emmelshausen
Webpräsenz: www.pfalzfeld.de
Ortsbürgermeister: Peter Hammes
Lage der Ortsgemeinde Pfalzfeld im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild

Pfalzfeld ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Emmelshausen an. Pfalzfeld ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfalzfeld liegt zentral im Hunsrück zwischen Emmelshausen und Kastellaun, direkt am Schinderhannes-Radweg.

Zur Gemeinde Pfalzfeld gehört der Ortsteil Nenzhäuserhof (520 m ü. NHN).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 893 wurde der Ort im Prümer Urbar erstmals urkundlich erwähnt. Er gehörte später zur Niedergrafschaft Katzenelnbogen und war Sitz der Vogtei Pfalzfeld. Die Vogtei war bis 1367 als Katzenelnbogener Lehen an die Herren von Braunshorn vergeben. Zur Vogtei gehörten neben Pfalzfeld die Dörfer Badenhard, Hausbay (zum Teil), Hungenroth (Hüncherodt), Mühlpfad, Niedert und Utzenhain. Die Vogtei Pfalzfeld war bis Ende des 18. Jahrhunderts Teil der Niedergrafschaft Katzenelnbogen und gehörte zum Amt Rheinfels.[3]

Nach der Besetzung des Linken Rheinufers (1794) durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch. Pfalzfeld war von 1798 bis 1814 dem Kanton Sankt Goar im Rhein-Mosel-Departement unterstellt.

Auf dem Wiener Kongress (1815) wurde die Region und damit Pfalzfeld dem Königreich Preußen zugeordnet. Die aus der französischen Mairie hervorgegangene Bürgermeisterei Pfalzfeld wurde 1816 dem neu gebildeten Kreis St. Goar im Regierungsbezirk Koblenz zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.

Nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise französisch besetzt, ist der Ort seit 1946 Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

1993 wurde im Rahmen eines großen Heimatfestes der 1100. Geburtstag des Orts gefeiert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Pfalzfeld besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Pfalzfeld
Blasonierung: „In Gold ein aufgerichteter roter Obelisk, der ein Menschenhaupt mit Flügelhaube und umgebendem Rankenwerk zeigt.“
Wappenbegründung: Der Obelisk stellt die sogenannte keltische Säule (siehe Pfalzfelder Säule) dar, die in Pfalzfeld 1649 gefunden wurde. Die Farben sind ein Hinweis auf die Zugehörigkeit Pfalzfelds zur Niedergrafschaft Katzenelnbogen bis zum Ende des alten Reiches.

Die „Säule“ stammt aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. und stellt eine der wichtigsten Zeugnisse der Latènezeit dar. Heute steht die Säule im Rheinischen Landesmuseum in Bonn.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • historischer Wasserturm bei Pfalzfeld
  • evangelische Kirche
  • Kopie der „Pfalzfelder Säule“ aus dem Jahr 1993 in der Ortsmitte

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Pfalzfeld

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bahnstation Pfalzfeld lag an der Hunsrückbahn, die inzwischen nur noch bis Emmelshausen befahren wird. Der restliche Teil nach Simmern ist stillgelegt und zum Schinderhannes-Radweg umgebaut.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz-Peter Baecker (1945–2015), Fotograf, Kameramann, Journalist, Drehbuchautor, Regisseur und seit 1997 auch Schriftsteller

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pfalzfeld – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Wilhelm von der Nahmer: Handbuch des Rheinischen Particular-Rechts. Band 3. Sauerländer, 1832, S. 556 (online bei Google Books)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen