Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie

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Zentralgebäude der ehemaligen Kreis-Irrenanstalt bei Klingenmünster

Das Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie AdöR, kurz Pfalzklinikum, ist Träger von Angeboten der seelischen Gesundheit in der Pfalz. Der Schwerpunkt im Bereich der stationären und teilstationären Krankenhausversorgung liegt auf psychiatrischen, neurologischen, psychotherapeutischen, psychosomatischen und sozialtherapeutischen Angeboten. Das Pfalzklinikum ist Träger des Maßregelvollzugs nach § 63 und § 64 Strafgesetzbuch. Die gemeindepsychiatrischen Angebote umfassen sowohl stationäre als auch ambulante Wohnformen sowie weitere ambulante Hilfen zur Sicherstellung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Das Gesundheits- und Sozialunternehmen wird in der Rechtsform der Anstalt des öffentlichen Rechts geführt.[1] Träger des Pfalzklinikums ist der Bezirksverband Pfalz, ein höherer Kommunalverband. Das Pfalzklinikum unterhält 15 Einrichtungen an 12 Standorten in der Pfalz. Es ist Alleingesellschafter des Gemeindepsychiatrischen Zentrums Vorderpfalz GmbH in Speyer sowie des Medizinischen Versorgungszentrums Pfalzklinikum GmbH mit Sitz in Kaiserslautern.

Inhaltsverzeichnis

Hauptsitz und Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptsitz des Pfalzklinikums ist Klingenmünster (Landkreis Südliche Weinstraße) am Westrand der Rheinebene. Daneben werden Angebote und Einrichtungen in Rockenhausen, Landau, Wörth-Maximiliansau, Kaiserslautern, Kusel, Maikammer, Pirmasens, Speyer, Dahn, Rodalben und Bad Bergzabern unterhalten.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt verfügt das Pfalzklinikum über etwa 1000 Betten und Plätze. Jährlich werden rund 30.000 Patienten stationär, teilstationär oder ambulant behandelt und betreut. Für etwa 160 Bewohner werden stationäre und ambulante Wohnangebote zur Verfügung gestellt. Der ambulante psychiatrische Pflegedienst betreut etwa 200 Klienten pro Jahr (Stand: Januar 2012). In zwei Tagesstätten werden Menschen und psychisch Beeinträchtigte (Speyer) und Menschen mit demenziellen Erkrankungen (Bad Bergzabern) betreut. Das Pfalzklinikum hat ca. 1500 Beschäftigte, davon rund 1300 Vollzeitstellen.[2]

Leistungsprofil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Pfalzklinikum ist ein Anbieter stationärer, ambulanter und rehabilitativer Dienstleistungen im Bereich der seelischen Gesundheit. Zur Verfügung gestellt werden Angebote im kinder- und jugendpsychiatrischen (sowie psychosomatischen), psychiatrischen, gerontopsychiatrischen, psychosomatischen, psychotherapeutischen, neurologischen, sozialtherapeutischen und gemeindepsychiatrischen Bereich.[1]

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Standorte der Erwachsenenpsychiatrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kusel: Tagesklinik und psychiatrische Institutsambulanz
  • Rockenhausen: Klinik, Tagesklinik und psychiatrische Institutsambulanz
  • Kaiserslautern: Klinik, Tagesklinik und psychiatrische Institutsambulanz
  • Speyer: Tagesklinik und psychiatrische Institutsambulanz
  • Landau: Tagesklinik und psychiatrische Institutsambulanz
  • Wörth: Tagesklinik und psychiatrische Institutsambulanz
  • Klingenmünster: Angebote der Allgemein- und Gerontopsychiatrie, Wohnangebote, ambulante Pflege, Schlafmedizin, Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen, Neurologie

Standorte der Kinder- und Jugendpsychiatrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kaiserslautern: Tagesklinik und psychiatrische Institutsambulanz
  • Pirmasens: Tagesklinik und psychiatrische Institutsambulanz
  • Klingenmünster: Differenziertes Angebot

Standorte der Gemeindepsychiatrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rockenhausen: Ambulante psychiatrische Pflege und Betreuung
  • Kaiserslautern: Ambulante psychiatrische Pflege und Betreuung
  • Rodalben: Betreuen – Fördern – Wohnen
  • Speyer: Ambulante psychiatrische Pflege und Betreuung, Gemeindepsychiatrisches Zentrum Vorderpfalz GmbH, Tagesstätten
  • Bad Bergzabern: Betreuen - Fördern – Wohnen, Tagesstätte Demenz
  • Dahn: Ambulante psychiatrische Pflege und Betreuung, Betreuen – Fördern – Wohnen, Teilhabezentrum
  • Maikammer: Betreuen – Fördern – Wohnen, Heilpädagogische Wohnstätte
  • Klingenmünster: Wohnangebote, ambulante psychiatrische Pflege und Betreuung

Standorte der integrativen Versorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rockenhausen
  • Kaiserslautern: Medizinisches Versorgungszentrum
  • Klingenmünster

Aus- und Weiterbildungsangebote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Pfalzklinikum ist akademisches Lehrkrankenhaus der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Das Pfalzklinikum bietet außerdem folgende Ausbildungen an:

Daneben bestehen Weiterbildungsangebote:

  • zur Ärztin/zum Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie
  • zur Ärztin/zum Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie,
  • zur Ärztin/zum Arzt für Neurologie,
  • zur Fachkrankenschwester/zum Fachkrankenpfleger Psychiatrie,
  • zur Fachkraft für Kinder- und Jugendpsychiatrie (Schwerpunkt forensische Psychiatrie),
  • zum psychologischen Psychotherapeuten,
  • zum Kinder- und Jugendpsychotherapeuten.[4]

Zur Durchführung der pflegerischen Ausbildungen steht dem Pfalzklinikum eine eigene Krankenpflegeschule zur Verfügung, welche in Kooperation mit dem Klinikum Landau-Südliche Weinstraße betrieben wird.[5] Innerbetriebliche Fortbildungen und Mitarbeiterseminare werden durch ein eigens hierfür gegründetes Fort- und Weiterbildungszentrum koordiniert.[4][6] In Kooperation mit der Katholischen Hochschule Mainz wird ab Wintersemester 2013 eine akademische Ausbildung für Pflegekräfte der Psychiatrie auf Bachelor/Master-Niveau angeboten. Hierfür wurde die Stiftungsprofessur „Erweiterte Pflegekompetenzen bei langfristigem Versorgungsbedarf (Schwerpunkt Psychiatrie)“ eingerichtet.[7] Zur Förderung akademischen Nachwuchses im medizinischen Bereich können Stipendien ausgegeben werden.[8]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kreis-Irrenanstalt Klingenmünster im 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Planung und Bau der Kreis Irrenanstalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1809 wurde ein Bettel- und Armenhaus im pfälzischen Frankenthal eröffnet. Obwohl zwischenzeitlich ausgebaut, war dieses 1831 mit über 100 Patienten überbelegt. Nachdem man sich gegen einen Neubau in Frankenthal entschieden hatte (eine Erweiterung war ebenfalls nicht möglich), plante man eine neue Anstalt in der Pfalz. Da Geldmittel fehlten, folgten lange Verhandlungen mit dem Ministerium des Innern, die eine Ablehnung des Neubaus zum Ergebnis hatten. Alternativ wurde eine Zusammenlegung der Pfalz mit anderen bayerischen Bezirken (Unterfranken und Aschaffenburg) und der Bau einer gemeinsamen Einrichtung in Würzburg vorgeschlagen. Der Verein Pfälzer Ärzte konnte jedoch 1839 mit Hinweis auf die Missstände in der Frankenthaler Einrichtung eine Fortführung der Verhandlungen erreichen, sodass 1852 doch ein Bauplatz in der Pfalz gefunden und gekauft werden konnte. Zur Entscheidung für den (ländlichen) Standort Klingenmünster waren neben dem günstigen Kaufpreis des Baugrundes und der dort herrschenden Arbeitslosigkeit auch die in dieser Zeit vorherrschenden Theorien innerhalb der Psychiatrie entscheidend. Demnach sollte ein Kranker für den Zeitraum der Behandlung möglichst aus seiner ursprünglichen Umgebung entfernt werden.

Obwohl der Baubeschluss bereits 1851 vorlag, verzögerte sich die Errichtung der Anstalt durch Probleme mit der Bodenbeschaffenheit. Dadurch stiegen auch die Baukosten erheblich an, sodass auf ein Ökonomiegebäude, eine Kirche, eine Zentralheizung und eine Gasbeleuchtung verzichtet werden musste. Die Beleuchtung erfolgte später durch Petroleumleuchten, die Beheizung durch Gasöfen. Mit dem Bau der Anstalt wurde 1852 begonnen, eröffnet wurde sie am 31. Dezember 1857. Erster Direktor der Anstalt wurde Hermann Dick. Dick selbst konstruierte die Anstalt mit und entwarf diese im Korridorsystem. Die Anstalt wurde als geschlossene Einrichtung geplant und war für die Aufnahme von 300 Patienten vorgesehen. Zu ihrer Eröffnung wurden ca. 40 Patienten aus Frankenthal aufgenommen.[9][10][11][12][13]

Entwicklungen bis 1900[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den folgenden Jahren hatte die Anstalt immer wieder mit Überbelegung zu kämpfen. In den ersten Jahren nach der Eröffnung nutzten viele Familien die Möglichkeit, ihre psychisch kranken Angehörigen in Klingenmünster versorgen zu lassen. Vergleichsweise niedrige Pflegekostenbeiträge hatten jedoch zur Folge, dass Patienten länger als notwendig in der Anstalt verblieben. 1861 kamen weitere 120 Patienten aus Frankenthal in die Anstalt, sodass die Kapazität bereits 1864 überschritten wurde. Dieses Problem vorausahnend, begann man bereits nach der Fertigstellung des Klinikfriedhofs 1859 mit Umbauten zur Raumgewinnung, welche 1862 fertiggestellt wurden. Im Zuge des mit der beginnenden Industrialisierung einhergehenden Bevölkerungswachstums stieg die Zahl der Patienten trotz baulicher Erweiterung 1866 auf 350, 1870 auf 400. Um die Gefahr von Bränden zu reduzieren, wurde daher bereits 1866 eine Klinikfeuerwehr gegründet, die bis heute besteht.

1870 wurde die Anstalt im Zuge des deutsch-französischen Krieges zwischenzeitlich als Lazarett genutzt. Anfang der 1870er Jahre kam es außerdem zu Typhus- und Pockenausbrüchen, welche Todesopfer forderten. Nachdem 1874 bereits ein neues Gebäude für 80 Patienten gebaut wurde, begann man daher 1879 mit dem Bau zweier Epidemiehäuser zur Isolierung von infizierten Patienten. Außerdem wurde das Abortsystem der Anstalt durch die Einführung von abholbaren Tonnen modernisiert, welche täglich auf den Anstaltsäckern entleert wurden. Zu dieser Zeit wurden ebenfalls eine Kegelbahn, ein Gewächshaus, Stallungen und Magazine gebaut. Die Anstalt hatte schließlich eine Kapazität von 500 Patienten, welche bereits zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ausreichte.

1879 verstarb der bisherige Anstaltsleiter Hermann Dick. Ihm folgte Rudolf Loechner, welcher wiederum nach drei Jahren von Ferdinand Karrer abgelöst wurde.

1887 erreichte die Belegungszahl ihr bisheriges Maximum. Daher lagerte man von 591 Patienten 150 nach Frankenthal aus, wo nach Umbaumaßnahmen Platz geschaffen wurde. Ein Jahr später starben infolge einer Tuberkuloseinfektion mehrere Patienten und zwei Mitarbeiter. 1888 bauten die Patienten ein Freibad. Die Klinik war in diesem Jahr mit 470 Menschen belegt.

1890 wurde die erste freie, nicht geschlossene Station eröffnet. Es wurde außerdem ein Gutshof erworben, in dem um die 20 chronisch kranke Patienten Beschäftigung in der Land- und Forstwirtschaft fanden. Dadurch konnte ein Jahr später die landwirtschaftliche Fläche auf dem Gelände der Anstalt aufgegeben werden.

1893 war die Anstalt mit 591 Patienten belegt. Da weiter Patienten aufgenommen wurden, stieg die Belegung 1895 auf 600 Patienten und erreichte 1897 schließlich ein Maximum von 617 Kranken. Damit war die Anstalt mit über 100 Menschen zu viel belegt. Daher wurden 1897 30 Patienten nach Frankenthal überwiesen. 1898 wurden weitere Stationen errichtet, sodass kurzfristig Vollbelegung erreicht werden konnte.[13][14][15][16][17]

Leben und Alltag in der Kreis-Irrenanstalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut ihrer Satzung sah die Anstalt zunächst die Aufnahme von heilbaren und unheilbaren Patienten vor, wobei Heilbare bevorzugt aufgenommen wurden.

Regelmäßige Mahlzeiten und Mithilfe bei Hausarbeiten kennzeichneten den Alltag der Patienten. Es wurde ebenfalls Wert auf Körperpflege gelegt: So erhielten die Patienten die Möglichkeit zur persönlichen Hygiene und mussten an einem wöchentlichen Reinigungsbad teilnehmen. Individuelle und an der Leistungsfähigkeit des jeweiligen Patienten ausgerichtete Erholungsstunden wechselten sich mit diversen therapeutischen Aktivitäten ab. Zu diesen gehörte in erster Linie die Beschäftigungstherapie: Für männliche Patienten waren handwerkliche Tätigkeiten sowie Feld- und Gartenarbeiten vorgesehen, Frauen wurden meist mit Hand- und Haushaltsarbeit betraut. Medikamente standen nur in geringen Mengen zur Verfügung, als Beruhigungsmittel wurden Alkohol und Opiumtinkturen eingesetzt. Alle Behandlungen fanden unter den Prinzipien des Non-restraint (keine körperliche Zwangsbehandlung) und des Traitement moral statt. Um 1900 rückte dagegen die Bettruhe ins Zentrum der Behandlung psychisch Kranker.[18]

Situation des Pflegepersonals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Personal der Kreis-Irrenanstalt gehörten zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung 29 Krankenwarte, 15 Arbeiter im hauswirtschaftlichen Bereich, zwei Gesangslehrer und ein Organistendienst. Einkäufe wurden durch einen Boten zu Fuß im gut 10 km entfernten Landau erledigt. 1861 wurde ein Schreiner eingestellt.

Das Wachpersonal war verpflichtet, innerhalb der Anstalt zu wohnen. Ebenso waren bestimmte Verhaltensweisen gegenüber den Kranken vorgeschrieben: So war eine milde Gesinnung gegenüber den Patienten und Gehorsam gegenüber den Ärzten Pflicht. Misshandlungen und Disziplinarstrafen gegenüber den Patienten waren strengstens untersagt, Zwangsmaßnahmen wurden nur in begründeten Einzelfällen angewendet und bedurften einer genauen Protokollierung.[19][20]

Entwicklung zur Heil- und Pflegeanstalt: Die Jahre 1900–1933[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überfüllung und Umgestaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang des 20. Jahrhunderts nahm die Überfüllung der Kreis-Irrenanstalt kritische Ausmaße an: Durch einen starken Bevölkerungsanstieg in der Region war die Anstalt bereits 1903 mit 765 Patienten belegt. Obwohl gut 100 Patienten in eine neue Einrichtung in Homburg verlegt werden konnten, stieg die Belegung 1909 auf 875 Patienten. 1909 erreichte die Belegung einen Stand von 1.200 Patienten. Ursächlich war neben dem Bevölkerungswachstum, dass über lange Zeit mehr Menschen aufgenommen als entlassen wurden. In den kommenden Jahren wurden zahlreiche Renovierungsarbeiten vorgenommen. So wurden Bäder, Heizung, elektrisches Licht und Terrassen installiert.

1910 wurde die Anstalt in „Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster“ umbenannt.

Gemäß dem Versailler Vertrag wurde Homburg von der Pfalz abgetrennt und dem Saargebiet zugeordnet, was zur Folge hatte, dass 1921 die Anstalt in Homburg geräumt wurde und die 150 Patienten zurück nach Klingenmünster verlegt wurden. Klingenmünster war nun mit 700 Patienten belegt. Da die Einrichtung in Frankenthal ebenfalls voll belegt war, musste Klingenmünster in den folgenden Jahren sämtliche Neuzugänge aus der Region aufnehmen. So stieg die Belegung 1923 auf 717, 1925 auf 777 und 1926 schließlich auf 850 Patienten. Um einer erneuten Überfüllung der Anstalt vorzubeugen, wurden 1923 bereits 100 Patienten in nichtpfälzische Anstalten verlegt.

1922 übernahm Josef Klüber die Anstaltsleitung. Er erkannte, dass die Anstalt mittlerweile den Patienten das Zuhause ersetzen musste, und initiierte umgehend eine Modernisierung: Alte Zellen wurden durch helle Einzelzimmer mit Fenstern ersetzt. Es wurden eine Kläranlage und eine Kanalisation installiert. Weitere Erweiterungen bestanden aus dem Bau von Aufenthalts- und Wachsälen, Dauerbädern, fünf Wohnhäusern für das Personal, einem Gewächshaus und einem Fischteich. Außerdem wurden die Epidemiehäuser und die Werkstätten erweitert.

Dank diesen Erweiterungen verfügte die Anstalt 1929 über eine gut ausgebaute Infrastruktur, insbesondere folgende Einrichtungen:

  • eine Wagnerei
  • eine Schreinerei
  • einen Maurer
  • eine Spenglerei
  • eine Schlosserei
  • ein Freibad
  • eine Gärtnerei zur Betreuung des Friedhofs und zur Verwaltung des Anbaus von Lebensmitteln (Landbesitz 3 Hektar)
  • eine Näherei
  • eine Bäckerei
  • eine Schlachterei
  • eine Tüncherei
  • eine Korbmacherei
  • eine Schneiderei
  • eine Sattlerei
  • eine Buchbinderei
  • einen Schuhmacher
  • eine Kirche
  • eine Feuerwehr
  • einen Gutshof mit 4 Pferden, 120 Schweinen und 500 Hühnern (Verwertung von Abfall, Deckung des Milchbedarfs, Landbesitz 56 Hektar)

Im Gegensatz zur Vergangenheit wurden die Erzeugnisse nun hauptsächlich zur Deckung des Bedarfs innerhalb der Anstalt verwendet.

1929 versorgte die Pfalzklinik über 1.000 Patienten.[13][21][22][23][24]

Die Anstalt während des Ersten Weltkriegs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 wurden alle Modernisierungsmaßnahmen in der Heilanstalt eingestellt. Die Anzahl des Personals verringerte sich durch Rekrutierung erheblich, eine Verwendung der Gebäude als Lazarett wurde seitens der pfälzischen Regierung geprüft und noch im gleichen Jahr genehmigt. Das Lazaret umfasste 60 Betten. Während des Krieges nahm es insgesamt mindestens 700 Angehörige des Heeres auf, die dort meistens wegen körperlicher Verletzungen behandelt wurden. Da ein möglichst schneller Einsatz an der Front oberste Priorität hatte, neigte man dazu, insbesondere bei psychischen Erkrankungen, den jeweiligen Patienten die Simulation der Erkrankung vorzuwerfen und diese mit teilweise gewaltsamen Methoden zurück an die Front zu zwingen. Aufgrund der geographischen Nähe zur Front und den damit verbundenen Preissteigerungen in der Region verschlechterte sich die Nahrungsmittelversorgung in der Anstalt immer stärker: Bereits 1915 verknappten sich Grundnahrungsmittel wie Brot, Mehl und Kartoffeln deutlich. Als 1916 die komplette Nahrungsmittelverteilung staatlich organisiert wurde, stieg die Sterblichkeit in der Anstalt auf ein Maximum. Dieses sogenannte Patientensterben betraf jedoch nicht die Lazarettabteilung.[25][26]

Leben und Alltag in der Heil- und Pflegeanstalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Analog zu den Verhältnissen der Anstalt im 19. Jahrhundert war der Alltag weiterhin durch einen streng vorgegebenen Tagesablauf bestimmt, welcher den Patienten Sicherheit und Routine vermitteln sollte. Daneben wurden zahlreiche neue Behandlungsmethoden eingeführt. Dazu zählten im nichtmedikamentösen Bereich die Bettbehandlung (Ruhigstellung, bei Bedarf auch mit Medikamenten unterstützt), physikalische Therapien (Dauerbäder) und die Beschäftigungs-/Arbeitstherapie (erleichterte die Wiedereingliederung in die Gesellschaft), Gesprächstherapie, Hypnose und die Suggestion.

Medizinische Neuerungen wurden in der Regel recht schnell übernommen. So wurde im medikamentösen Bereich die Behandlung mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln sowie mit Insulin (Insulinschocktherapie) eingeführt. Ab 1922 wurde die Cardiazolkrampftherapie zur Behandlung von Schizophrenie sowie die Schlaf- und Fiebertherapie eingesetzt.[27] Neben medizinischen Neuerungen führte man auch neue Verpflegungsformen ein. Dazu zählte beispielsweise der anstaltseigene Gutshof. Er bot Arbeitsplätze für 28 Patienten und versorgte die gesamte Einrichtung mit Lebensmitteln. Die bisher in der Anstalt untergebrachten Stallungen konnten nun auf diesen ausgelagert werden, was den Bau neuer Werkstätten und Dienstwohnungen ermöglichte.[28] Eine weitere neue Verpflegungsform stellte die sogenannte Familienpflege dar. Darunter verstand man die zeitweise Pflege psychisch kranker Patienten der Heil- und Pflegeanstalt innerhalb fremder Familien. Sie wurde um 1900 eingeführt und blieb zunächst ohne Erfolg, da sich kaum Familien zur Aufnahme eines Kranken bereiterklärten. Auch die Angehörigen der Patienten hatten Bedenken gegenüber dieser neuen Form der Verpflegung, sodass sie 1911 vorläufig abgeschafft wurde. 1926 wurde die Familienpflege unter der neuen Bezeichnung „Außenfürsorge“ wieder eingeführt. Sie war für beurlaubte und entlassene Patienten vorgesehen und sollte diesen die Wiedereingliederung in die Gesellschaft erleichtern. Um die beteiligten Familien besser zu unterstützen, wurde eine Beratungsstelle eröffnet, welche auch Hausbesuche organisierte. Dadurch sollte auch der Behandlungserfolg erfasst, sowie unter Umständen eine Wiedereinweisung veranlasst werden. Bis 1928 betreute die Fürsorgestelle 637 Patienten, beriet 836 Personen und führte 1.932 Hausbesuche durch.[29][30]

Situation des Pflegepersonals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit den neuen Formen der Behandlung änderten sich auch die Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals. Die Pfleger, die bisher die Bezeichnung „Wärter“ trugen, arbeiteten während des 19. Jahrhunderts unter schlechten Arbeitsbedingungen: Sie waren zu permanenter Präsenz in der Anstalt verpflichtet und sahen sich stark in eine patriarchalische Struktur mit dem Anstaltsleiter an der Spitze, eingebunden. Die Wärter wurden nicht ausgebildet. Sie wurden mäßig bezahlt und genossen ein geringes Ansehen in der Bevölkerung. Diese Arbeitsbedingungen führten zu einem häufigen Wechsel der Belegschaft, sodass das bayerische Innenministerium 1901 die Dienstanweisung für die Wärter reformierte: Sie sah unter anderem die Änderung der Berufsbezeichnung in „Pfleger“, sowie eine bessere Bezahlung und soziale Absicherung vor. Des Weiteren wurde versucht, die Arbeitsbelastung durch ein günstigeres Verhältnis von Pflegern und Patienten zu verringern. Da der Missbrauch von anstaltsinternen Ressourcen überhand nahm, verfügte das Ministerium für die Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster 1902 ergänzend ein Verbot jeder privaten Nutzung von Gütern oder Patientenarbeiten zu privaten Zwecken. Die Vorgaben des Ministeriums waren 1903 weitgehend umgesetzt. Nach wie vor waren die Pfleger jedoch in großem Maße an die Weisungen der Ärzte und des Direktors gebunden. Auch für eine Trennung von Arbeits- und Privatleben konnte die Reform nicht sorgen.[31]

Die Heil- und Pflegeanstalt im Nationalsozialismus: Die Jahre 1933–1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfänge der NS-Psychiatrie in Klingenmünster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begannen sich Lehren der Entartung und Degeneration gesellschaftlich zu manifestieren. Diese Theorien, welche sich auch sozialdarwinistischer und evolutionstheoretischer Elemente bedienten, gewannen unter nationalsozialistischer Führung besondere Bedeutung. Unmittelbar nach der Machtergreifung begann die Propaganda gegen psychisch Kranke und Behinderte, die fortan als Ballastexistenzen dargestellt wurden.[32]

Schon 1927 hatte sich in der Anstalt eine gut organisierte Zelle der NSDAP etabliert. Trotz vielseitiger Bemühungen des den Nationalsozialisten ablehnend gegenüberstehenden Anstaltsleiters Klüber konnte dieser die Machtzunahme der nationalsozialistischen Bewegung unter dem Anstaltspersonal nicht verhindern. Seine Bemühungen endeten 1935 in einem Anschlag gegen ihn, welchen er schwer verletzt überlebte. Aufgrund der Verletzungen konnte Klüber seinen Dienst nicht wieder antreten. Die Täter wurden zwar inhaftiert, jedoch nach kurzer Zeit wieder freigelassen.[33][34][35][36]

Alltag und Behandlungsmethoden zur Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1936 übernahm Gottfried Edenhofer die Anstaltsleitung. Unter ihm änderten sich Alltag und Behandlung der Patienten maßgeblich. So wurden nach und nach sämtliche Freizeitveranstaltungen und Feste für die Patienten abgeschafft, ein Großteil der Bücher in der Patientenbibliothek wurde beschlagnahmt. Immer häufiger wurden Führungen in der Anstalt durchgeführt, welche mittlerweile als Demonstrationsstätte für Erb- und Geisteskrankheiten diente. Die Führungen sollten die vermeintlichen Gefahren der Fortpflanzung psychisch Kranker veranschaulichen.

Auch die Behandlungsmethoden änderten sich unter Edenhofers Leitung: So diente die Arbeitstherapie nicht mehr der Heilung der Patienten, sondern der Ausbeutung ihrer Arbeitskraft. Medikamentöse Behandlungen nahmen zu, wobei arbeitsfähige Patienten bei der Behandlung bevorzugt wurden. Nach Anbruch des Zweiten Weltkriegs wurden arbeitsfähige Kranke nicht mehr in Heil- oder Reichsanstalten deportiert, da ihre Arbeitskraft im Krieg benötigt wurde.[37][38][39]

Zwangssterilisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1933 wurde das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses verabschiedet, das die zwangsweise Unfruchtbarmachung von psychisch kranken Menschen legalisierte. Die Erfassung entsprechender Patienten erfolgte sowohl innerhalb der Anstalt, als auch außerhalb im Rahmen der Außenfürsorge. Dabei wurden auch Personen gemeldet, welche vorher keinen Kontakt mit der Anstalt hatten, beispielsweise Angehörige. Die Sterilisationsanträge wurden nachfolgend von sogenannten Erbgesundheitsgerichten genehmigt und von Krankenhäusern in der Region durchgeführt. Da als erbkrank klassifizierte Patienten die Anstalt nicht verlassen durften, ließen sich einige Patienten freiwillig sterilisieren, um so die Möglichkeit zum Ausgang oder gar zur Entlassung zu bekommen. Bis Kriegsende wurden 425 Patienten aus der Heil- und Pflegeanstalt sterilisiert.[40][41]

Die Evakuierung der Heil- und Pflegeanstalt und ihre Einbindung in den organisierten Krankenmord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1939 wurde die Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster ohne Rücksicht auf die Belange ihrer Patienten innerhalb eines Tages evakuiert, damit die Gebäude militärisch genutzt werden konnten. Die durch das Herausreißen aus der gewohnten Umgebung zum Teil schwer traumatisierten Patienten wurden unter chaotischen Umständen in 13 verschiedene bayerische Anstalten deportiert. Die Viehwagen, in welchen der Transport stattfand, erreichten teilweise erst nach Monaten ihr Ziel. Das zuständige Stationspersonal wurde ebenfalls in die entsprechenden Anstalten verlegt, ein kleiner Teil verblieb für Organisationsaufgaben in Klingenmünster.

Im gleichen Jahr wurde außerdem der organisierte Krankenmord unter dem Decknamen der sogenannten Aktion T4 beschlossen und umgesetzt. Von den 1251 deportierten Patienten wurden mindestens 223 in Tötungsanstalten verbracht und dort ermordet. Kriterien der Selektion waren neben der Erkrankung auch äußere Motive, wie beispielsweise der Pflegeaufwand eines Patienten oder die ethnische Herkunft. So hat kein jüdischer Patient die Evakuierungsphase überlebt. Ab 1943 deportierte man außerdem sämtliche Zwangsarbeiter und Sicherungsverwahrte in Tötungsanstalten und Konzentrationslager, um Platz für (körperlich) Kranke anderer Krankenhäuser zu schaffen. Arbeitsfähige Kranke blieben meist von der Deportation in Tötungsanstalten verschont. Bereits 1940 verlegte man 114 Patienten zurück nach Klingenmünster, damit diese mit den Aufräumarbeiten beginnen konnten. Noch im gleichen Jahr wurde die Wiederinbetriebnahme der Anstalt diskutiert. Edenhofer, der Anstaltsleiter, machte daraufhin den Vorschlag, die Anstalt in eine Beobachtungsanstalt umzuwandeln. Die Bedeutung des Begriffs der Beobachtungsanstalt konnte bis heute nicht eindeutig geklärt werden. Der Antrag Edenhofers wurde abgelehnt, sodass die Anstalt als Heil- und Pflegeanstalt im September 1940 mit etwa 800 Patienten wieder in Betrieb ging. Organisierte Ermordungen innerhalb der Aktion T4 wurden in Klingenmünster nach aktuellem Forschungsstand nicht vorgenommen. Die Anstaltsleitung zeigte sich jedoch vollumfänglich über die organisierte Tötung von Patienten informiert. Versuche zur Rettung von Patienten, zum Beispiel durch Verweigerung der Auslieferung, wurden nicht unternommen. Die Klinik beteiligte sich an allen Maßnahmen (Meldebögen) zur Erfassung der zu tötenden Patienten.[42][43][44][45]

Wilde Euthanasie: Der Bayerische Hungererlass und die Aktion Brandt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Wilde Euthanasie werden Krankenmorde ab 1941 bezeichnet. Diese waren im Gegensatz zur Aktion T4 nicht zentral organisiert und fanden in den einzelnen Heil- und Pflegeanstalten statt.[46] Die Opfer wurden durch die überdosierte Gabe von Medikamenten, Entzug von Nahrung oder einer Kombination aus beidem ermordet.[47] Die Tötungen erfolgten aus niederen Beweggründen.

Die Aufdeckung der Morde in diesem Zeitraum gestaltet sich schwierig, da die wilde Euthanasie verdeckt ausgeführt wurde. Im Bezug auf die Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster werden die Ermittlungen außerdem durch die Vernichtung sämtlicher Wirtschafts- und Haushaltsakten 1947/48 seitens der damaligen Anstaltsleitung erschwert. In den entsprechenden Patientenakten finden sich fingierte Todesursachen und Schwärzungen.[48][49]

Für eine Durchführung von Euthanasiemaßnahmen in Klingenmünster sprechen neben der lückenhaften und manipulierten Aktenführung eine überdurchschnittliche Sterberate[50] (welche sich jedoch teilweise mit einer Hungersnot deckt), eine Absenkung des durchschnittlichen Sterbealters um 10 Jahre (um 35 Jahre bei stationären Patienten), der plötzliche Tod körperlich gesunder Patienten, das Nichtvorkommen von Langzeitpatienten sowie das Betreiben von zwei Hungerstationen.[51][52]

Die Morde der Wilden Euthanasie fanden vor dem Hintergrund des sogenannten Hungererlasses und der Aktion Brandt statt. Der Bayerische Hungererlass wurde 1943 beschlossen und schrieb vor, nicht mehr arbeitsfähige Kranke nur noch nachrangig mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Dies hatte für die Heil- und Pflegeanstalt bedeutende Konsequenzen. So wies sie unter Einführung der Entzugskost die höchste Sterberate aller bayerischen Anstalten auf. Bis 1945 starben in Klingenmünster geschätzt 1880 Patienten, welche auf dem Klinikfriedhof und in Massengräbern begraben wurden.[53][54]

Neben dem Hungererlass begünstigten auch die massiven Kapazitätsprobleme durch die immensen Patientenverlegungen innerhalb der Aktion Brandt die Patiententötungen.[55][56]

Im Zusammenhang mit dem Hungererlass werden seine Manipulation durch das Personal genauso diskutiert wie eine Bereicherung des Personals an den Nahrungsmittelvorräten der Anstalt.[57][58] Obwohl die Durchführung des Hungererlasses maßgeblich von der Mitwirkung der Ärzte und des Pflegepersonals abhängig war, kam es bis heute zu keiner Verurteilung. Eine Beteiligung an der Durchführung oder an der Manipulation des Hungererlasses konnte bisher einzelnen Personen nicht nachgewiesen werden.[53][59]

Kriegsende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Einnahme Klingenmünsters durch die US-Armee 1945 endete in der Region der Zweite Weltkrieg. Mittlerweile hatte Heinrich Schmidt die Leitung der Anstalt übernommen. Er organisierte Hamsterfahrten und bat Hilfsorganisationen um Lebensmittel. Schmidt gelang es, auch nach der Entnazifizierung weiterhin als Anstaltsleiter beschäftigt zu werden. Er nutze seine Position zur Vernichtung und Manipulation von Haushalts-, Wirtschafts- und Patientenakten während der Nazizeit. Aufgrund von Personalmangel mussten viele der während der Entnazifizierung entlassenen Mitarbeiter wieder eingestellt werden.[60][61]

Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1953 wurde die Heil- und Pflegeanstalt in „Pfälzische Nervenklinik Landeck“ umbenannt. Neuer Leiter wurde Gerhard Mall. Dieser, der seinen eigenen Bruder der NS-Euthanasie zuführte, vertrat gegenüber der Öffentlichkeit die Meinung, die Heil- und Pflegeanstalt sei von den Tötungsaktionen der NS-Psychiatrie nicht betroffen gewesen. Des Weiteren behauptete er, der Hungererlass sei von den Mitarbeitern systematisch umgangen worden. Anfragen von Angehörigen der Opfer des Nationalsozialismus wurden wider besseren Wissens mit der Aussage, man wisse nicht, was mit den Patienten geschehen sei, beantwortet.[60]

Ab 1986 stellte die Fraktion der Grünen mehrfach Anfragen hinsichtlich der Vergangenheit der damaligen „Pfalzklinik Landeck“. 1988 teilte der Bezirksverband Pfalz zunächst mit, es hätte keine operativen Eingriffe zur Zwangssterilisation in Klingenmünster gegeben. 1989 wurde schließlich das Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde mit der Untersuchung der NS-Vergangenheit der Klinik beauftragt. Aufgrund der ungeordneten Archive, gestalteten sich die Forschungen zunächst schwierig. Auch die Forscher selbst wurden mit massiven Widerständen bis hin zu Morddrohungen, Sachbeschädigung und Diebstählen konfrontiert. 1990 teilte das Institut mit, es sei seit 1945 kein Mitarbeiter der Klinik wegen Verbrechen aus der NS-Zeit verurteilt worden. Es sei jedoch anzunehmen, dass während der Evakuierung der Anstalt 150 Patienten getötet wurden. 1992 wurde ergänzend mitgeteilt, es läge kein Verdacht auf schuldhaftes Verhalten seitens des Personals vor. Diese Erkenntnis wurde von der damaligen Presse scharf kritisiert[62], sodass noch 1993 seitens der Bezirksregierung Pfalz eine tiefgreifende wissenschaftliche Aufarbeitung angekündigt wurde, da man nun auf Quellen gestoßen sei, die den Verdacht aufkommen ließen, die Heil- und Pflegeanstalt sei in größerem Umfang in die damaligen Praktiken der Euthanasie eingebunden gewesen.[63][64] Seitens der Presse wurde ebenfalls der Verdacht der schweren körperlichen Misshandlung von Patienten sowie des Mordes durch Gabe von überdosierten Schlaftabletten geäußert.[65] Im Juni 1993 wurden seitens der zuständigen Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Völkermordes gegen Unbekannt aufgenommen.[66]

Pfälzische Nervenklinik Landeck: Die Jahre 1945–1970[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Tod Heinrich Schmidts übernahm Gerhard Mall die Leitung der Anstalt. Unter ihm begann eine Umgestaltung der Heil- und Pflegeanstalt in eine klinisch-therapeutische Einrichtung. 1953 wurde die Einrichtung in „Pfälzische Nervenklinik Landeck“ umbenannt.[67][68]

Situation und Ausbildung des Pflegepersonals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Pflegepersonal war in den 1950er Jahren stark überaltert. Da immer mehr Personal aus dem Dienst ausschied, entwickelte sich ein Mangel an Pflegekräften. Zeitgleich begann eine Debatte um Arbeitsbelastung und Anzahl der Pflegerinnen und Pfleger. Da das Personal zudem wenig qualifiziert war, wurde bereits 1949 ein dreijähriger interner Lehrgang, der zur Tätigkeit als „Hilfspfleger“ befähigen sollte, eingeführt. Die ersten Kurse wurden, insbesondere vom älteren Pflegepersonal, kritisch gesehen und größtenteils abgelehnt. Aufgrund der hohen Anforderungen an die Belastbarkeit der Bewerber fand das Berufsbild des Pflegers auch bei externen Bewerbern wenig Interesse. Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, wurden seitens der Klinik verschiedene Maßnahmen, wie zum Beispiel eine Übernahmegarantie und höhere Urlaubsansprüche getroffen. 1954 wurde die Krankenpflegeschule eröffnet und noch im gleichen Jahr offiziell von der Bezirksregierung anerkannt. Bis in die 60er Jahre wurden die Rahmenbedingungen der Pflegerinnen und Pfleger fortlaufend verbessert. So durften Frauen aufgrund einer Heirat nicht mehr gekündigt werden. Verheiratete Frauen wurden eingestellt, Bewerber konnten sich nun bis zum 40. Lebensjahr einstellen lassen.[69]

Modernisierung der Behandlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Umgestaltung der Nervenklinik Landeck beinhaltete auch Modernisierungen im medizinischen Bereich. Unter Mall erfuhr die neurologische Abteilung eine Aufwertung durch diverse technische Neuerungen, wie beispielsweise Röntgengeräte. Es wurden ferner mehrere Stoffwechsellaboratorien, sowie ein elektroenzephalographisches Labor eingerichtet. Mall brachte außerdem eigene Methoden in die Diagnostik mit ein. 1963 wurde ein endokrinologisches Labor eröffnet. Die Weiterentwicklung der Hormonforschung geschah unter hohem Kostenaufwand. Die Endokrinologin Ursula Laschet, welche zu dieser Zeit Angestellte der Klinik war, beteiligte sich maßgeblich an der Erforschung des Medikaments Androcur, welches bundesweit ein großes Medienecho hervorrief und die Klinik zu einem bedeutenden Zentrum für forensische Psychiatrie machte. Mit dem Dienstantritt Malls wurde auch die Arbeitstherapie ausgebaut. Die aus ihr hervorgehenden Güter dienten nun nicht mehr dazu die Bedürfnisse der Anstalt zu decken, sondern waren für den externen Absatz bestimmt. Die Arbeitstherapie geriet mit der Einführung der Psychopharmaka jedoch schnell in eine Konfliktsituation, da durch eine effektive medikamentöse Behandlung die Patienten nur noch kurz in der Anstalt verblieben und somit nicht mehr als Arbeitende in Frage kamen. Neben dem Ausbau der medikamentösen Therapie und der Neuordnung der Arbeitstherapie, war der Aufbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie eine weitere wichtige Neuerung.

Überfüllung der Anstalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1958 war die Nervenklinik mit über 300 Patienten zu viel belegt. Man begegnete der Überbelegung mit dem Bau neuer Werkstätten und eines neuen Pflegerinnenwohnheims. Die Arztquote und der Medikamenteneinsatz wurden erhöht, um die Verweildauer der Patienten so gering wie möglich zu halten. Zusätzlich plante man die Einrichtung von Ambulanzen, um unnötige stationäre Aufenthalte zu vermeiden. 1960 wurde eine zentrale Aufnahme- und Ambulanzstation, sowie eine Epilepsie-Ambulanz eröffnet. Auch die Außenfürsorge, welche bereits 1948 reaktiviert wurde, gewann wieder an Bedeutung. Sie konzentrierte sich nun auf die Betreuung ehemaliger Patienten, die nun in Altersheime verlegt wurden. Ziel war die Verhinderung einer (erneuten) Aufnahme in die Nervenklinik.[70]

Entwicklungen im Rahmen der Psychiatriereform: Die 1970er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Neuerungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Psychiatriereform konzentrierte man sich zunächst auf die Akutbehandlung der Patienten. Reine Pflegefälle wurden in hierfür spezialisierte Einrichtungen verlegt. Das Personal wurde durch die Auslagerung von nichtpflegerischen Tätigkeiten entlastet. Man bemühte sich außerdem um ein angemesseneres Umfeld für die Behandlung. So ließ Klinikleiter Kurt Heinrich (Klinikleiter ab 1969) sämtliche Gitterstäbe an den Fenstern entfernen. Viele Stationen durften nun gemischtgeschlechtlich belegt werden. Künstlerische Ausstellungen wurden in den folgenden Jahren mehrfach gezeigt. Die Arbeitstherapie diente nun dem eigenen Verdienst der Patienten.

Orientierung an den Bedürfnissen der Patienten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch Hans-Joachim Haase, der 1972 die Klinikleitung übernahm, stellte die Bedürfnisse der Patienten in den Mittelpunkt. So veranlasste er den Kauf von Schränken für jeden Patienten, um mehr Privatsphäre zu gewährleisten, obwohl andere infrastrukturelle Neuerungen dringend anstanden. Um den Patienten mehr Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung zu geben, wurden diverse Spiele eingekauft, der Tennisplatz, sowie das klinikeigene Freibad wurden für die Nutzung durch Patienten freigegeben. 1973 wurde eine Cafeteria und ein Supermarkt auf dem Klinikgelände eröffnet.

Im Rahmen der sogenannten „therapeutischen Gemeinschaft“ sollte Patienten fortan die Möglichkeit gegeben werden, als Akteure und aktive Gestalter des Klinikalltags mitzuwirken. In wöchentlichen Stationsgruppengesprächen durften die Patienten Verbesserungsvorschläge einbringen und Feedback geben. Diese Versuche, die strengen hierarchischen Bedingungen der Klinik aufzubrechen, wurden 1973 durch die Einführung eines Patenschaftprogramms ergänzt. Dabei durften sich freiwillige Paten Patienten aussuchen, mit welchen sie gemeinsam Teile der Freizeit gestalteten. Ziel der Patenschaften war der Abbau von Vorurteilen seitens der Bevölkerung und die Erleichterung der Wiedereingliederung der Patienten in die Gesellschaft. Bemängelt wurde allerdings, dass die Patienten bei der Auswahl komplett dem Wohlwollen der Paten ausgeliefert waren. Seitens der Paten wurde kritisiert, dass diese zu wenig über die Krankheit der entsprechenden Patienten erfuhren und teilweise Kontakte durch unangekündigte Verlegungen verloren gingen. 1975 wurden die Patenschaften durch die sogenannte Laienhilfe ergänzt. Unter Laienhilfe verstand man die Einbindung von Laien in den Betrieb der Akutbehandlung. Dabei wurden besonders Patienten berücksichtigt, welche kurz vor der Entlassung standen und keine Angehörigen hatten. Die Zuweisung von Patient und Laienhelfer vollzog sich nun anonym. Mithilfe von Fragebögen wurden Patienten und Helfer mit gleichen Interessen und Geschlecht herausgesucht und einander zugewiesen. Wie auch bei den Patenschaften sollte die gemeinsame Freizeitgestaltung im Vordergrund stehen. Um die Laienhelfer zu unterstützen, wurden Ausbildungsveranstaltungen angeboten, in welchen die Helfer beispielsweise über die Krankheiten der Patienten aufgeklärt wurden. Zur Versorgung der Patienten nach der Entlassung wurden Patientenclubs gegründet, in denen sich Bürger und ehemalige Patienten zusammenschließen konnten, um gemeinsam die Freizeit zu verbringen. Um weitere rehabilitative Maßnahmen zu koordinieren, wurde 1973 der Landecker Hilfsverein für psychisch Kranke gegründet. Die Klinik förderte diese neuen Maßnahmen, indem sie ihren Patienten durch die Anschaffung von Bussen den Besuch von Patientenclubtreffen und anderen Freizeitveranstaltungen ermöglichte. Es wurden außerdem ab 1974 regelmäßig Sommerfeste veranstaltet, welche von der Bevölkerung besucht werden konnten.

1978 begann man auf dem Klinikgelände mit dem Bau des bis heute bestehenden Behandlungs-, Versorgungs- und Kommunikationszentrums.

Umbrüche in der Behandlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verabschiedung des Krankenhausreformgesetzes 1973 stellte die mittlerweile erneut umbenannte „Pfalzklinik Landeck“ vor erneute Herausforderungen. So wurde die Klinik personell durch die Einstellung diverser neuer Berufsgruppen, wie Psychologen, Pädagogen, etc. erweitert, was anfangs mit inhaltlichen Meinungsverschiedenheiten zwischen den Gruppen einherging. Es wurden außerdem eine Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen und eine gerontopsychiatrische Station eröffnet. Die weitere Ausdifferenzierung in Stationen und die Erweiterung der Klinik durch verschiedenste Einrichtungen kennzeichnen die Entwicklung bis über die Jahrtausendwende hinweg.[71]

Aktuelle Entwicklungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1993 wurde ein Gedenkstein für die Opfer der NS-Psychiatrie eingeweiht. Seit 1996 beteiligt sich das Pfalzklinikum jährlich im Rahmen einer Gedenkveranstaltung am nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. 2003 wurde die Ausstellung „Euthanasie in Hadamar und Klingenmünster“ gezeigt, die von mehr als 25000 Menschen besucht wurde. Seit 2004 wird ein Teil des Klinikfriedhofs zu einer Gedenkstätte umgestaltet. 2012 machte die Wanderausstellung „NS-Psychiatrie in der Pfalz“ des Pfalzklinikums in Klingenmünster Station.[72][73] Von Januar bis April 2014 zeigte das Pfalzklinikum die Ausstellung Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit.[74]

Ambulante Versorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Trend zur ambulanten Behandlung folgend hat das Pfalzklinikum folgende Einrichtungen ausgebaut: acht psychiatrische Institutsambulanzen an den Standorten der Kliniken und Tageskliniken für Erwachsene, drei psychiatrische Institutsambulanzen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (IAP) in Klingenmünster, Kaiserslautern, Pirmasens und Speyer, eine forensisch-psychiatrische Ambulanz der Klinik für Forensische Psychiatrie, den ambulanten psychiatrischen Pflege- und Betreuungsdienst (appb), und eine Tagesstätte für Menschen mit Demenz.

Interdisziplinäres Schlafzentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schlafzentrum des Pfalzklinikums ist eine seit 1988 existierende, spezialisierte Einheit, in welcher Schlafstörungen erkannt und behandelt werden können. 2001 wurde es auf 10 Behandlungseinheiten ausgebaut.

Klinik für Neurologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Klinik für Neurologie befindet sich seit 2006 in einem neu errichteten Gebäude. Die Station verfügt nun über 54 Betten. Die technische Ausstattung umfasst einen Spiral-Computertomographen, einen Kernspintomographen sowie Röntgen- und Ultraschalldiagnostik und elektrophysiologische Techniken.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Pfalz, hauptsächlich in der Süd- und Vorderpfalz, und auch im jenseits des Rheins gelegenen Nordbaden wird über einen Menschen, dem man psychische Probleme unterstellt, mitunter abschätzig gesagt: „Der gehört nach Klingenmünster!“

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christof Beyer: Von der Kreisirrenanstalt zum Pfalzklinikum. Eine Geschichte der Psychiatrie in Klingenmünster. Institut für Pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern 2009, ISBN 978-3-927754-68-3.
  • Gabriele Carpano-Diehl: Euthanasie-Verdacht in der Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster 1944–1946. Tectum, Marburg 2012.
  • Die Rheinpfalz: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Euthanasie-Verdacht. 1993.
  • Bernhard Kukatzki: Töteten NS-Ärzte auch in Klingenmünster? Eine Dokumentation über den Umgang mit der Vergangenheit der Pfalzklinik Landeck. Schifferstadt 1993.
  • Otfried K. Linde: Eugenik und „Euthanasie“ im NS-Staat – ihre Wurzeln und was von ihnen übrig blieb. In: Albert H. Keil, Gemeinde Dirmstein (Hrsg.): „Dirmstein erinnert sich“. Tage des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Dirmstein 2009 (home.arcor.de [PDF]).
  • Karl Scherer, Otfried K. Linde und Roland Paul (Hrsg.): Die Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster 1933–1945. Psychiatrie im Nationalsozialismus. Institut für Pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern 1998, ISBN 3-927754-34-X (2 weitere Auflagen).
  • Otfried Linde u. a.: Die Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster 1933–1945 (= Beiträge zur pfälzischen Geschichte. Band 14). Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern 2003.
  • M. Müller: Töteten NS-Ärzte auch in Klingenmünster? In: Rheinpfalz. Nr. 138, 1993.
  • Monika Pritzel, Reinhard Steinberg (Hrsg.): 150 Jahre Pfalzklinikum. Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde in Klingenmünster. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-515-10091-5.
  • H. Reinhard: Schatten einer dunklen Zeit. In: Speyerer Tagespost. 1993.
  • Heinrich von Schmidt: Die pfälzische Kreis-Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster. G. H. Fix, Landau (Pfalz) 1926.
  • Heinrich von Schmidt: Die pfälzische Kreis-Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster. Lindner, Düsseldorf 1929.
  • Wirtschaftsfaktor Pfalzklinikum. In: Ludwigshafener Rundschau. regional, 2012.
  • Bezirksverband Pfalz, Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie (Hrsg.): NS-Psychiatrie in der Pfalz. Klingenmünster 2012 (Katalog zur gleichnamigen Wanderausstellung).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie: Zahlen und Fakten. Abgerufen am 9. April 2015.
  2. Ludwigshafener Rundschau regional: Wirtschaftsfaktor Pfalzklinikum. 2012.
  3. Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie: Standorte. Abgerufen am 9. April 2015.
  4. a b Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie: Fort- und Weiterbildung. Abgerufen am 29. März 2015.
  5. Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie: Gesundheits- und Krankenpflege. Abgerufen am 9. April 2015.
  6. Monika Pritzel, Reinhard Steinberg (Hrsg.): 150 Jahre Pfalzklinikum. Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde in Klingenmünster. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-515-10091-5, S. 31.
  7. Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie: Studiengang Gesundheit und Pflege. Abgerufen am 29. März 2015.
  8. Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie: Stipendien für Medizinstudierende. Abgerufen am 29. März 2015.
  9. Christof Beyer: Von der Kreis-Irrenanstalt zum Pfalzklinikum. Eine Geschichte der Psychiatrie in Klingenmünster. Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern 2009, ISBN 978-3-927754-68-3, S. 33–35.
  10. Steinberg (2012), S. 11–14.
  11. Heinrich von Schmidt: Die Pfälzische Kreis-Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster. G. H. Fix, Landau (Pfalz) 1926, S. 4–7.
  12. Heinrich von Schmidt: Die Pfälzische Kreis-Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster. Lindner, Düsseldorf 1929, S. 5.
  13. a b c Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie: Unsere Geschichte. Abgerufen am 7. April 2015.
  14. Steinberg (2012), S. 14–17.
  15. Beyer (2009), S. 35–48.
  16. Von Schmidt (1926), S. 8.
  17. Von Schmidt (1929), S. 3–11.
  18. Bezirksverband Pfalz, Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie (Hrsg.): NS-Psychiatrie in der Pfalz. Klingenmünster 2012, S. 16 (Katalog zur gleichnamigen Wanderausstellung).
  19. Beyer (2009), S. 36–38.
  20. Steinberg (2012), S. 15–16, 44, 46, 54, 213.
  21. Von Schmidt (1926), S. 9–14.
  22. Von Schmidt (1929), S. 11–20.
  23. Beyer (2009), S. 49–57.
  24. Steinberg (2012), S. 18–20.
  25. Beyer (2009), S. 91–94.
  26. Steinberg (2012), S. 20.
  27. Steinberg (2012), S. 214–232.
  28. Beyer (2009), S. 63.
  29. Beyer (2009), S. 63–65.
  30. Von Schmidt (1929), S. 20–21.
  31. Beyer (2009), S. 70–79.
  32. Steinberg (2012), S. 18–19, 320–322.
  33. Beyer (2009), S. 128–129.
  34. Bezirksverband Pfalz (Hrsg.) (2012), S. 32–33.
  35. Steinberg (2012), S. 21.
  36. Otfried Linde u. a.: Die Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster 1933–1945 (= Beiträge zur pfälzischen Geschichte, Band 14). Kaiserslautern 2003, S. 28–37 (Hrsg. des Bandes: Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde).
  37. Bezirksverband Pfalz (2012), S. 42.
  38. Linde (2003), S. 37–46.
  39. Steinberg (2012), S. 232–233, 238.
  40. Bezirksverband Pfalz (2012), S. 40–41.
  41. Beyer (2009), S. 129–140.
  42. Beyer (2009), S. 141–157, 166–168.
  43. Linde (2003), S. 47–81.
  44. Bezirksverband Pfalz (2012): S. 62–69, 88, 94–96.
  45. Gabriele Carpano-Diehl: Euthanasie-Verdacht in der Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster 1944 bis 1946. Tectum, Marburg 2012, S. 21–24.
  46. Linde (2003), S. 82.
  47. Steinberg (2012), S. 343.
  48. Linde (2003), S. 103.
  49. Steinberg (2012), S. 235, 347.
  50. Steinberg (2012), S. 355.
  51. Steinberg (2012), S. 234–235.
  52. Linde (2003), S. 96.
  53. a b Bezirksverband Pfalz (2012), S. 102.
  54. Carpano-Diehl (2012), S. 37.
  55. Linde (2003), S. 158–159.
  56. Carpano-Diehl (2012), S. 25–26.
  57. Carpano-Diehl (2012), S. 35.
  58. Beyer (2009), S. 159.
  59. Steinberg (2012), S. 356.
  60. a b Bezirksverband Pfalz (2012), S. 110–117.
  61. Linde (2003), S. 120–125.
  62. M. Müller: Töteten NS-Ärzte auch in Klingenmünster? In: Rheinpfalz, Nr. 138, 1993.
  63. Bernhard Kukatzki: Töteten NS-Ärzte auch in Klingenmünster? Eine Dokumentation über den Umgang mit der Vergangenheit der Pfalzklinik Landeck. Schifferstadt 1993.
  64. Bezirksverband Pfalz (2012), S. 118–121.
  65. H. Reinhard: Schatten einer dunklen Zeit. In: Speyerer Tagespost. 1993.
  66. Die Rheinpfalz: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Euthanasie-Verdacht. 1993.
  67. Beyer (2009), S. 177–182.
  68. Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie: Unsere Geschichte. Abgerufen am 8. April 2015.
  69. Beyer (2009), S. 183–189.
  70. Beyer (2009), S. 200–209.
  71. Beyer (2009), S. 215–238.
  72. Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie: Gedenkarbeit. Abgerufen am 8. April 2015.
  73. Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie: Aktuelles. Abgerufen am 8. April 2015.
  74. Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie: Gedenkarbeit. Abgerufen am 9. April 2015.