Pfarrweisach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Pfarrweisach
Pfarrweisach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Pfarrweisach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 9′ N, 10° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Haßberge
Verwaltungs­gemeinschaft: Ebern
Höhe: 285 m ü. NHN
Fläche: 28,43 km²
Einwohner: 1487 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96176
Vorwahl: 09535
Kfz-Kennzeichen: HAS, EBN, GEO, HOH
Gemeindeschlüssel: 09 6 74 184
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rittergasse 3
96106 Ebern
Webpräsenz: www.pfarrweisach.de
Bürgermeister: Ralf Nowak (ULB)
Lage der Gemeinde Pfarrweisach im Landkreis Haßberge
Ermershausen Maroldsweisach Pfarrweisach Untermerzbach Bundorf Ebern Rentweinsdorf Burgpreppach Aidhausen Riedbach Hofheim in Unterfranken Kirchlauter Breitbrunn (Unterfranken) Ebelsbach Stettfeld Eltmann Oberaurach Königsberg in Bayern Gädheim Haßfurt Zeil am Main Sand am Main Theres Wonfurt Rauhenebrach Knetzgau Thüringen Thüringen Landkreis Coburg Landkreis Lichtenfels Bamberg Landkreis Bamberg Landkreis Bamberg Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Bad Kissingen Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild
Katholische Pfarrkirche St. Kilian

Pfarrweisach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Haßberge und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ebern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrweisach liegt in der Region Main-Rhön (Bayerische Planungsregion 3).

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrweisach gliedert sich in neun Ortsteile (in Klammern Einwohnerzahl, Stand: 5. Januar 2009)[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Maroldsweisach, Seßlach, Untermerzbach, Ebern und Burgpreppach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort war eine der Urpfarreien der Gegend mit bis zu 60 Filialkirchen im Mittelalter. Als Teil des Hochstiftes Würzburg, das ab 1500 im Fränkischen Reichskreis lag, wurde Pfarrweisach 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert und dann im Frieden von Preßburg 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen. Rechte der Freiherren von Stein am Ort fielen 1814 ebenfalls an Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Rabelsdorf eingegliedert.[3] Am 1. Januar 1978 kam Junkersdorf an der Weisach hinzu. Kraisdorf und Lohr sowie ein Teil der aufgelösten Gemeinde Lichtenstein folgten am 1. Mai 1978.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1.573[4]
  • 1970: 1.642[4]
  • 1987: 1.595
  • 2000: 1.599
  • 2011: 1.537
  • 2014: 1.482

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Pfarrweisach hat zwölf Mitglieder ohne dem ehrenamtlichen Bürgermeister.

Unabhängige Liste Bürgerblock (ULB) Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) Freie Wähler Gemeinschaft (FWG) Kommunale Unabhängige Liste e.V. (KUL) Gesamt
2014 5 7* 12 Sitze
2008 4 3 3 2 12 Sitze

* Nach Zusammenschluss der 3 Parteien CSU, FWG und KUL erreichten 2014 nur noch 2 Listen Sitze im Gemeinderat.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2014 Ralf Nowak (ULB). Er setzte sich gegen Markus Oppelt mit 7 Stimmen Vorsprung (421 gegen 414 Stimmen bzw. 50,42 % gegen 49,58 %) durch. Sein Vorgänger war Hermann Martin (ULB).

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 551.000 Euro, davon waren umgerechnet 43.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 63 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 37 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 586. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 69 landwirtschaftliche Betriebe.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • 50 Kindergartenplätze mit 63 Kindern
  • Grundschule

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Georg Bäßler (1753–1807), reformierter Kirchenmusiker und Komponist
  • Tamara Bischof (* 1962), Landrätin des Landkreises Kitzingen, ist im Ortsteil Römmelsdorf geboren
  • Gustav Fuchs (1900–1969), Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Kraisdorf und Bundestagsabgeordneter

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111025/130508&attr=OBJ&val=1640
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 453.
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 759 bis 761.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pfarrweisach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien