Pfedelbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Pfedelbach
Pfedelbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Pfedelbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 11′ N, 9° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Hohenlohekreis
Höhe: 240 m ü. NHN
Fläche: 41,3 km2
Einwohner: 9156 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 222 Einwohner je km2
Postleitzahl: 74629
Vorwahlen: 07941, 07946, 07949
Kfz-Kennzeichen: KÜN, ÖHR
Gemeindeschlüssel: 08 1 26 069
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 17
74629 Pfedelbach
Webpräsenz: www.pfedelbach.de
Bürgermeister: Torsten Kunkel[2] (CDU)
Lage der Gemeinde Pfedelbach im Hohenlohekreis
Landkreis Heilbronn Landkreis Schwäbisch Hall Main-Tauber-Kreis Neckar-Odenwald-Kreis Bretzfeld Dörzbach Forchtenberg Forchtenberg Ingelfingen Krautheim (Jagst) Künzelsau Kupferzell Mulfingen Neuenstein (Hohenlohe) Niedernhall Öhringen Pfedelbach Schöntal Waldenburg (Württemberg) Weißbach (Hohenlohe) ZweiflingenKarte
Über dieses Bild

Pfedelbach ist eine Gemeinde im Hohenlohekreis (Region Heilbronn-Franken) im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs, 2 km südlich von Öhringen. Sie gehört zur Region Heilbronn-Franken (bis 20. Mai 2003 Region Franken).

Die Gemeinde wurde im 11. Jahrhundert erstmals erwähnt und hat rund 9100 Einwohner (Stand 2016). Durch sie verläuft der Obergermanisch-Raetische Limes, der seit 2005 auf der Welterbeliste der UNESCO steht.

Panorama von Pfedelbach. Im Hintergrund die große Kreisstadt Öhringen

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfedelbach aus nördlicher Sicht, im Hintergrund der Höhenzug des Mainhardter Waldes

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfedelbach liegt im Süden des Hohenlohekreises, der im Zuge der Kreisreform 1973 neu gebildet wurde. Die Gemeinde liegt im Übergangsbereich zwischen der Hohenloher Ebene im Norden, Teil des Naturraums Hohenloher-Haller Ebene, und der Waldenburger Berge und des Mainhardter Waldes im Süden, die zum Naturraum Schwäbisch-Fränkische Waldberge[3] gehören. Das namengebende und bevölkerungsreichste Dorf liegt noch im Vorland der Berge, mit Abstand westlich und südlich des Laufs der Ohrn, deren Lauf bei Öhringen-Cappel von Norden nach Westen abknickt. Durchs Dorf zieht nördlich der namengebende Pfedelbach, der die Ohrn schon jenseits auf Öhringer Gemarkung als Schleifbach erreicht; er entsteht als Auslauf des Buchhorner Sees.

Das Gemeindegebiet zieht sich vom Stufenrand als anfangs sehr breiter Schlauch südöstlich in die Berge hinein bis Untersteinbach und reicht dabei im Nordosten bis an die obere rechte Hangkante der stellenweise über zwei Kilometer breiten Talbucht der Ohrn, „Steinbacher Tal“ genannt, südwestlich über die Oberseite des trennenden Bergrücken der beiden Täler bis an den Hangabfall zur linksseitig der Ohrn parallel laufenden Brettach. Von Untersteinbach aus verengt sich der Schlauch stark und folgt nun dem Ohrnlauf weiter aufwärts auf den beiden Hangkanten bis jenseits von Schuppach, wo die Besiedlung endet, die erschließende Straße das Tal verlässt und dann der Klingen­wald den Talboden bedeckt.

Die südlichen Teile von Pfedelbach gehören seit 1979 zum Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfedelbach liegt zwischen 229 m ü. NN (hier an der Ohrn beim Tannhof kurz vor Cappel) und 478,7 m ü. NN (hier beim Kanzleibückele in Schuppach), am südlichen Rand einer mächtigen Muschelkalkplatte, die sich vom Kochertal bis zum Rande des Keuperberglandes hinzieht. Am Südende der Markung erhebt sich der Stufenrand der Keuperwaldberge, der vorgelagerte Höhenzug des Mainhardter Waldes. Über der Muschelkalkplatte lagert eine 5 bis 20 Meter dicke Schicht Lettenkohle, darüber eine stellenweise recht starke Lösslehmdecke, die einen sehr fruchtbaren Ackerboden abgibt. Sie bilden die Grundlagen für Wein- und Obstbau. Die Schattenseite der Keuperhänge ist für den Ackerbau wenig geeignet und zumeist bewaldet. Nach Süden steigt das Gelände über einen Hangfuß aus Gipskeuper steil im Schilfsandstein, der eine Terrasse erzeugt, und den Bunten Mergeln bis zum Kieselsandstein an. Dieser bildet auf dem Frauenberg und dem Charlottenberg die Deckschicht. In den Höhen um Gleichen bildet der Stubensandstein das höchste Stockwerk. Auf eine tonige Beschaffenheit des Untergrundes weisen teilweise verlandende Seen auf der Hochebene hin. Der Gipskeuper ist arm an Quellen.

Flächennutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemarkungsfläche beträgt einschließlich aller Ortsteile 41,3 km², die sich wie in nebenstehender Tabelle zusammensetzen.

Über 50 Prozent der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt. Daneben haben Wälder einen erheblichen Anteil an der Flächennutzung. Sie bedecken ca. 33 Prozent des Gemeindegebietes.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfedelbach grenzt an die Städte und Gemeinden Öhringen, Waldenburg, Michelfeld, Mainhardt und Bretzfeld. Michelfeld und Mainhardt gehören zum Landkreis Schwäbisch Hall, die restlichen zum Hohenlohekreis. Mit der Großen Kreisstadt Öhringen und der Gemeinde Zweiflingen bildet Pfedelbach eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hohenlohe ist Teil der warmgemäßigten mitteleuropäischen Klimazone mit noch überwiegend maritimer Prägung. Die auf kleiner Skala wechselnde Topographie, insbesondere zwischen Tal- und Höhenlagen, bewirkt auch von Ort zu Ort stark variierendes Klima. Das Lokalklima Pfedelbachs vermittelt zwischen dem milderen des Neckarbeckens, dem etwas raueren der Hohenloher Ebene und dem Mittelgebirgsklima, das in den Schwäbisch-Fränkischen Waldbergen vorherrscht. Pfedelbach hat eine mittlere Jahrestemperatur von 8,7 °C. Die Monatsmittel der Monate Januar und Juli liegen auf den Keuperhöhen um etwa ein bis zwei Grad niedriger. Diese Temperaturunterschiede werden besonders im Winter deutlich, wenn auf den Höhen noch Schnee liegt, er jedoch in der Ebene schon längst weggetaut ist. Die mittlere Jahresniederschlagssumme liegt in Pfedelbach bei 734 mm, in den höher gelegenen Gebieten der Keuperwaldberge fallen bis zu 1000 mm und teilweise darüber.

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[4]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfedelbacher Ortsteile

Zu Pfedelbach gehören die ehemals selbstständigen Gemeinden Harsberg, Oberohrn, Untersteinbach und Windischenbach.

Zur ehemaligen Gemeinde Harsberg gehört das Dorf Harsberg, die Weiler Altrenzen, Baierbach, Beingasse, Heuholz, Oberhöfen, Renzen und Unterhöfen und die Höfe Braunenberg, Eichhornshof, Gänsberg, Hasenberg, Herbenberg, Rohrmühle, Schmidsberg und Strohberg sowie die abgegangenen Ortschaften Beckinger Hof und Weihen.

Zur ehemaligen Gemeinde Oberohrn gehören das Dorf Oberohrn, die Höfe Lerchen und Stegmühle und das Haus Tannhof sowie die abgegangene Ortschaft Sonnenberg.

Zur Gemeinde Pfedelbach in den Grenzen vom 31. Dezember 1970 gehören das Dorf Pfedelbach, die Weiler Buchhorn, Griet, Heuberg, Hinterespig, Obergleichen, Untergleichen und Vorderespig und das Gehöft Charlottenberg sowie die abgegangenen Ortschaften Bunzhof, Bergeheim, Buch in der Ohrn und Oberweiler.

Zur ehemaligen Gemeinde Untersteinbach gehören das Dorf Untersteinbach, die Weiler Bühl, Floßholz, Heimaten, Mittelsteinbach, Ohnholz und Schuppach und die Höfe Kohlhof und Simonsberg sowie die abgegangenen Ortschaften Beytenmühle, Renkenmühle und Rottenland.

Zur ehemaligen Gemeinde Windischenbach gehören das Dorf Windischenbach, der Weiler Stöckig und die Höfe Burghof, Klingenhof, Lindelberg und Weißlensberg und das Haus Goldberghöfe.[5]
Mit Ausnahme des namengebenden Zentralortes Pfedelbach ist das Gemeindegebiet in fünf Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung gegliedert, mit je eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher, namentlich sind das Harsberg, Heuberg/Buchhorn/Gleichen, Oberohrn, Untersteinbach und Windischenbach.

Harsberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harsberg liegt im Ohrntal, südlich des Hauptorts Pfedelbach, und gehört seit 1971 zur Gemeinde.

Heuberg/Buchhorn/Gleichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die aus mehreren Weilern bestehende Ortschaft Heuberg/Buchhorn/Gleichen wurde erst im Jahre 1989 durch Änderung der Hauptsatzung der Gemeinde begründet.

Oberohrn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberohrn liegt im Ohrntal. Es gehört seit dem 1. Januar 1971 zur Gemeinde.

Untersteinbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Untersteinbach gehört seit dem 1. Januar 1972 zur Gemeinde. Untersteinbach liegt im Ohrntal und ist staatlich anerkannter Erholungsort.

Windischenbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Windischenbach liegt westlich des Hauptortes und ist seit dem 1. Juli 1971 Teil der Gemeinde.

Bevölkerungszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfedelbach: 4531 Einwohner
  • Harsberg mit Griet und Espig: 679 Einwohner
  • Heuberg/Buchhorn/Gleichen: 1025 Einwohner

Stand: 31. Dezember 2016[6]

  • Oberohrn: 336 Einwohner
  • Untersteinbach: 1403 Einwohner
  • Windischenbach: 1182 Einwohner

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1956 erbaute Pfedelbacher Rathaus, 2006 renoviert und erweitert
Sonnenuhr von Roland Bäuchle auf dem Platz vor dem Pfedelbacher Rathaus, 3.20 Uhr, nachmittags

Chronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • um 150 n. Chr. Bau der „Jüngeren Odenwaldlinie“ des Limes, eines römischen Grenzbefestigungswerks.
  • 1037 erste urkundliche Erwähnung als Pfadelbach im Öhringer Stiftungsbrief[7]
  • 1270 werden die Herren von Phedelbach erwähnt
  • 1371 Phfedlbach und seit dem 15. Jahrhundert Pfedelbach
  • 1419 vermählte sich Reitza von Pfedelbach, die letzte der Familie, mit Zeisolf von Adelsheim, womit das Geschlecht der Herren von Pfedelbach ausgestorben ist.
  • 1472 Götz von Adelsheim verkaufte seinen Besitz an die Grafen Gottfried, Friedrich und Kraft von Hohenlohe. Pfedelbach kommt in den Besitz der Grafen von Hohenlohe
  • 1565 erhält Pfedelbach eine eigene Pfarrstelle
  • 1572 Bau des Schlosses
  • 1663 Pfedelbach erhält das Recht, zwei Jahrmärkte abzuhalten.
  • 1710 Den evangelischen Pfedelbachern wird Glaubensfreiheit gewährt, während die Hohenloher Grafen (ab 1744 Fürsten) katholisch werden
  • 1773 Hinrichtung der Räuberbande des Wirtes Weiß
  • 1806 Pfedelbach fällt an das Königreich Württemberg
  • 1855–1865 Pfedelbach steht unter Staatsaufsicht
  • 1958 Einweihung des damaligen Rathauses, das ab 2005 umgebaut und durch einen im Juli 2006 eingeweihten Neubau ergänzt wird

Die vorrömische Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Öhringer Stadtpfarrer Richard Kallee wurden Ringwälle und Grabhügel ausfindig gemacht, die auf eine Besiedlung in vorrömischer Zeit hinweisen. In Pfedelbach wurden zwei bronzene Armreife gefunden, in Untersteinbach Bronzeringe aus der Keltenzeit.

Die römische Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 159 n. Chr. verlagerten die Römer ihre Grenze vom Neckar-Odenwald-Limes (Ältere Odenwaldlinie) etwa 30 km in östliche Richtung. Die neue Limeslinie führte, von Öhringen kommend, zwischen Pfedelbach und Oberohrn quer durch Baierbach und an Gleichen vorbei nach Mainhardt. Das rechtsrheinische Hinterland und der Limes wurden spätestens 259/60 n. Chr. aufgegeben (Limesfall).

Öhringer Stiftungsbrief[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Öhringer Stiftungsbrief von 1037 wird Phadelbach erstmals erwähnt.

Die Herrschaft Gleichen mit Burg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verlauf der staufischen Verwaltungsreform entstand die Herrschaft Gleichen (ehemals Glychen), zu der auch die Orte Pfedelbach und Mainhardt gehörten. 1027 schenkte König Konrad II. den Wald um Mainhardt dem Bischof von Würzburg. Mainhardt und Pfedelbach kamen als ein Teil der Herrschaft Gleichen zu einem unbekannten Zeitpunkt als Eigengut an die Schenken von Limpurg. Schenk Walther übereignete im Jahre 1274 die „Villa Meinhart“ König Rudolf von Habsburg, der diese Herrschaft einem Ministerial zu Lehen gab. Dem Reich gehörte die Herrschaft Gleichen mit Burg und Weiler. König Rudolf I. von Habsburg (1218–1291) verlieh Gleichen seinem unehelichen Sohn Albrecht von Schenkenberg, der die mittlere Linie der Grafen von Löwenstein begründete (bis 1464). Zu Beginn des 14. Jahrhunderts kam die Herrschaft Gleichen mit Mainhardt und Pfedelbach in den Besitz der Grafen von Löwenstein. König Albrecht tauschte Mainhardt mit den Grafen von Löwenstein, die es 1380 mitsamt Burg Gleichen an die von Weinsberg verpfändeten. 1416 löste Hohenlohe das Pfand aus und behauptete es 1417 gegen kurpfälzische Ansprüche. In der Folgezeit wurde Pfedelbach mehrmals an verschiedene Adelsgeschlechter verpfändet um die Finanzschwierigkeiten des gräflichen Hauses Löwenstein zu beseitigen. Graf Albrecht von Hohenlohe erwarb durch Kauf (1416), die Herrschaft Gleichen, das bis 1806 im Besitze des fürstlichen Hauses Hohenlohe-Bartenstein blieb.[8]

Die Burganlage beziehungsweise deren Überreste (Burgstall) befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Wasserbehälters der Ortschaft Gleichen.[9]

Unter Hohenlohe-Waldenburg-Pfedelbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Amt Pfedelbach gehörten auch die Ämter Mainhardt und Sindringen zu Hohenlohe-Pfedelbach.

Die Regenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wandepitaph Ludwig Gottfrieds von Hohenlohe-Pfedelbach in der Stiftskirche Öhringen

Eine eigenständige Linie zu Pfedelbach gab es erst unter den Enkeln des Erbauers des Schlosses. Von drei Enkelsöhnen führte Philipp Heinrich Graf von Hohenlohe-Waldenburg und Gleichen (* 3. Juni 1591 – † 1644) die alte Linie zu Waldenburg fort, Georg Friedrich II. Graf zu Hohenlohe-Schillingsfürst und Gleichen (* 16. Juni 1595 – † 20. September 1635) die Linie zu Schillingsfürst, und Ludwig Eberhard Graf von Hohenlohe-Waldenburg-Pfedelbach und Gleichen (* 19. Januar 1590 – † 1. November 1650) wurde zum Begründer der Linie zu Pfedelbach, die aber schon 1728 erlosch und an die Linie zu Bartenstein fiel

  • Graf Eberhard von Hohenlohe-Waldenburg-Langenburg (* 11. Oktober 1535; † 9. März 1570), aus zweiter Ehe, vermählt mit Agatha v. Tübingen.
    • Graf Georg Friedrich I. von Hohenlohe-Waldenburg-Langenburg (* 30. April 1562; † 22. Oktober 1600), 1568 in Pfedelbach, Waldenburg, Schillingsfürst und Bartenstein, vermählt mit Dorothea Reuss v. Plauen (* 28. Oktober 1570 – † 2. Dezember 1631)
      • Graf Ludwig Eberhard Graf von Hohenlohe-Waldenburg-Pfedelbach und Gleichen (* 19. Januar 1590; † 1650), Linie Pfedelbach, 1615 in Pfedelbach, Herr zu Langenburg und Cranichfeld, vermählt mit Dorothea Gräfin von Erbach (* 13. Juli 1593 – † 8. Oktober 1643)
        • Graf Friedrich Kraft von Hohenlohe-Waldenburg-Pfedelbach (* 27. November 1623; † 7. April 1681), vermählt am 18. Mai 1657 auf Schloss Leonberg mit Floriane Ernestine Herzogin von Württemberg-Weiltingen (* 8. Mai 1623 – † 5. Dezember 1672), alle Kinder als Babys verstorben.
          • Hiskias Graf von Hohenlohe-Waldenburg-Pfedelbach und Gleichen (* 8. September 1631; † 6. Februar 1685) Herr zu Langenburg und Cranichfeld, seit 1650 mitregierend, vermählt mit Dorothea Elisabetha von Hohenlohe-Waldenburg (* 12. Oktober 1650 – † 29. November 1711)
          • Johann Friedrich von Hohenlohe-Waldenburg (* 3. Juli 1670 – † 2. August 1679)
          • Karl Kraft von Hohenlohe-Waldenburg (* 2. Januar 1673 – † 14. April 1678)
          • Philipp Christian von Hohenlohe-Waldenburg (* 20. Dezember 1673 – † 3. April 1677)
            • Graf Ludwig Gottfried von Hohenlohe-Waldenburg-Pfedelbach (* 6. Dezember 1668; † 18. September 1728) 1681 zu Pfedelbach und 2/3 Waldenburg, vermählt mit Luise Charlotte von Hohenlohe-Langenburg (* 25. April 1667 – † 25. August 1747), kinderlos, Linie Pfedelbach erlischt und fällt an die Linie Bartenstein.[10]

Nach dem Kauf Pfedelbachs von Götz von Adelsheim im Jahre 1472 wurde zwischen den Grafen Gottfried und Kraft 1476 eine Teilung vereinbart. Graf Gottfried von Hohenlohe erhielt Schillingsfürst, Weikersheim, Forchtenberg, Sindringen, Neudeck, Beutingen, Baumerlenbach und einige Güter. Sein Bruder Kraft von Hohenlohe erhielt Waldenburg, Adolzfurt, die Hälfte der Stadt Öhringen, Pfedelbach, Harsberg, Windischenbach, Lindelberg sowie Dorf und Burgstadel Gleichen.

Bei der Hauptlandteilung des Hauses Hohenlohe in den Jahren 1553 bis 1555 fiel Pfedelbach der Waldenburger Hauptlinie zu und kam in die Hände von Graf Eberhard, der das Schloss erbauen ließ und damit die Entwicklung zur Residenz ermöglichte. Durch die Landesteilung von 1615 innerhalb der Waldenburger Linie wurde Ludwig Eberhard der erste Regent der Waldenburger Seitenlinie Hohenlohe-Pfedelbach. Mit dem Tod von Ludwig Gottfried von Hohenlohe-Pfedelbach 1728 erlosch diese Linie wieder, und Pfedelbach fiel an die Linie Hohenlohe-Bartenstein. Im Hochchor der Stiftskirche Öhringen erinnert ein Wandepitaph von Philipp Jakob und Georg Christoph Sommer an diesen Ludwig Gottfried, den letzten Grafen von Hohenlohe-Pfedelbach. Über diese Schrifttafel zieht sich ein künstlicher Riss, der die irdische Vergänglichkeit symbolisiert.

Jenisch in Pfedelbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Aussterben der evangelischen Linie Hohenlohe-Pfedelbach trachteten die das Erbe antretenden katholischen Linien Hohenlohe-Schillingsfürst und Hohenlohe-Bartenstein, durch Ansiedlung Ortsfremder auf dem Heuberg den katholischen Bevölkerungsanteil zu erhöhen. Die Neusiedler, teilweise vorher nicht sesshaft, brachten ihre Sondersprache mit, das Jenische. Bis in die 1960er und 1970er Jahre war diese Varietät der deutschen Sprache noch bei einem Teil der Bewohner im Gebrauch. Zuletzt wurde aber die Sprache kaum mehr tradiert, deshalb gibt es heute nur noch sehr wenige Sprecher. Doch bemüht man sich im kulturellen und schulischen Leben in Pfedelbach vereinzelt, diese Tradition zu bewahren. So heißt zum Beispiel die Schülerzeitung der Creutzfelderschule Der Galmenguffer (jenisch für Lehrer). Schüler der Realschule Pfedelbach haben sich in dem Projekt Jenisch, die Sprache der Gaukler eingehend mit der jenischen Sprache in Pfedelbach und auf dem Heuberg befasst.[11]

Darüber hinaus trägt die neue Gemeinde- und Festhalle den jenischen Namen Nobelgusch, was soviel wie ‚edles Haus‘ bedeutet.[12]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Öhringer Stiftungsbrief von 1037 sind die Abgaben von Pfedelbach an das neue Chorherrenstift Öhringen aufgeführt. Pfedelbach wurde von den katholischen Stiftsherrn kirchlich versorgt. Während der Reformation 1555 wurde das Chorherrenstift aufgehoben und dessen Vermögen den Grafen von Hohenlohe für kirchliche Zwecke zugesprochen. Mit diesen Geldern wurde 1567 erstmal ein evangelischer Pfarrer in Pfedelbach angestellt. Deshalb ist Pfedelbach seit der Reformation überwiegend evangelisch. Nach dem Tod des letzten evangelischen Grafen Ludwig Gottfried von Hohenlohe-Pfedelbach im Jahre 1728 erfuhr die evangelische Kirche nur noch wenig Unterstützung von Seiten der neuen katholischen Herrschaft. Die Besoldung für Pfarrer und Lehrer reichte nicht mehr aus. Im Jahr 1730 entstand auf Veranlassung von Graf Ferdinand von Hohenlohe-Bartenstein durch Rodung und Ansiedlung von fremden Katholiken die Ortschaft Heuberg. Der Höhepunkt der Auseinandersetzungen zwischen den Glaubensgemeinden wurde 1744 im Osterstreit erreicht. Im Jahr 1744 fiel das Osterfest für die Evangelischen auf den 29. März und für die Katholiken auf den 5. April. Die katholischen Herrschaften Bartenstein und Schillingsfürst wollten in ihrem Gebiet ein getrenntes Osterfest nicht dulden. Unter Androhung schwerster Strafen wurden am evangelischen Gründonnerstag und Karfreitag die Kirchen geschlossen und militärisch bewacht.

Der katholische Pfarrbezirk Pfedelbach gehörte seit dem Mittelalter zum Bistum Würzburg. Die 1732 neu entstandene katholische Gemeinde wurde dem Landkapitel Krautheim zugeordnet. Nach dem Übergang Hohenlohes an Württemberg endeten die geistlichen Rechte Würzburgs. Pfedelbach wurde 1808 dem Kapitel Neckarsulm zugeteilt. Durch den Zuzug von vielen katholischen Heimatvertriebenen ab 1945 wuchs die katholische Gemeinde stark an.

Die evangelische Kirche teilt sich in die Kirchengemeinde Pfedelbach mit Windischenbach, Heuberg, Buchhorn und Oberohrn sowie die Kirchengemeinde Untersteinbach mit Gleichen, Harsberg und dem Michelfelder Teilort Büchelberg im Landkreis Schwäbisch Hall.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Pfedelbach eine Gemeinde der neuapostolischen Kirche Süddeutschland und die Philadelphia–Gemeinde Hohenlohe im Bund der freikirchlichen Pfingstgemeinden.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. Januar 1971 Oberohrn
  • 1. Juli 1971 Windischenbach
  • 1. Dezember 1971 Harsberg
  • 1. Januar 1972 Untersteinbach
  • 1. Januar 1973 Schuppach und Heimaten, Ortsteile der früheren Gemeinde Geißelhardt

Die Eingemeindungen gingen in Pfedelbach unproblematisch über die Bühne, da der damalige Bürgermeister Erich Fritz bereits vorher auch Bürgermeister in den damals noch selbstständigen Gemeinden Oberohrn, Windischenbach und Harsberg war. Die Verwaltung erfolgte weitgehend durch das Verwaltungspersonal in Pfedelbach und regelmäßige Vorortpräsenz führten dazu, dass in Pfedelbach die gesetzliche Reform zum 1. Januar 1975 bereits lange auf freiwilliger Basis vollzogen war.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerzahlen (nur Hauptwohnsitze) nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen statistischen Ämter.

Jahr Einwohner
1821 4442
1826 4700
1829 4895
1833 4958
1843 5212
1854 5005
1861 5189
1871 4390
1880 4571
1890 4398
Jahr Einwohner
1900 3988
1910 3097
1925 3645
1933 3425
1939 3243
1950 4318
1956 4508
1961 4721
1965 5090
1970 5590
Jahr Einwohner
1975 6417
1980 6611
1985 6663
1990 7318
1995 8244
2000 8581
2005 8895
2010 8986
2015 9156

Die Bevölkerung Pfedelbachs entwickelte sich von 1824 bis 1933 laut den in den Staatshandbüchern wiedergegebenen Volkszählungsergebnissen wie folgt. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts erleben die Teilgemeinden einen deutlichen Anstieg der Bevölkerungszahl. Nur Pfedelbach selbst hielt bei dieser Entwicklung nicht mit. Die politischen Unruhen 1848/1849, Missernten und Kartoffelkrankheit förderten die Auswanderung nach Übersee und die Abwanderung in andere Gebiete; die Bevölkerung verminderte sich dadurch stark. Erst durch die Aufnahme von Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs sie wieder, nach dem Fall des Eisernen Vorhanges im Jahre 1989 in Pfedelbach und vor allem in Windischenbach dann noch einmal sehr stark.

Einwohnerentwicklung Pfedelbach 1821 bis 2015

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • erwähnt 1482 Hans Wollenschlager
  • erwähnt 1574 Michael Eck
  • erwähnt 1628 Georg Mayer
  • erwähnt 1684 Christoph Haag
  •  ???? – ca. 1714: Seger
  • ca. 1714–1752: Johann Salomon Heinle
  • 1809–1815: Johann Gottlieb Muth
  • 1815–1825: Heinrich von Olnhausen
  • 1826–1828: ? Arnold
  • 1829–1839: Anton Bernhard Schmitt
  • 1839–1840: ? Bauer
  • 1840–1855: Heinrich von Olnhausen
  • 1856–1859: ? Staudenmeyer
  • 1860–1889: Gottlob Dietrich Desselberger
  • 1889–1921: Albert Westhäußer
  • 1921–1926: Georg Pflüger
  • 1927–1933: Heinrich Laub
  • 1934–1945: Wilhelm Haaf
  • 1945–1948: Albert Veigel
  • 1948–1986: Erich Fritz
  • 1986–2002: Jürgen Wecker
  • 2002 – heute: Torsten Kunkel

Gemeinderat und Ortschaftsräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Pfedelbach hat 22 Sitze und damit die nach der Gemeindeordnung von Baden-Württemberg mögliche Höchstzahl in seiner Einwohnerklasse. Der Gemeinderat wird in Pfedelbach nach dem System der Unechten Teilortswahl gewählt. Laut Hauptsatzung verteilen sich die Sitze wie folgt auf die einzelnen Wohnbezirke:

Wohnbezirk Pfedelbach 11 Sitze
Wohnbezirk Harsberg 2 Sitze
Wohnbezirk Heuberg/Buchhorn/Gleichen 2 Sitze
Wohnbezirk Oberohrn 1 Sitz
Wohnbezirk Untersteinbach 3 Sitze
Wohnbezirk Windischenbach 3 Sitze

Bei der Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004 errangen die einzelnen Rathausparteien die folgenden Stimmenanteile und Sitze:

FWV 53,3 % +11,0 12 Sitze +2
CDU/FW 46,7 % +5,7 10 Sitze +1
Andere 0,0 % -16,8 0 Sitze -3

Die SPD war 2004 erstmals seit 1946 nicht mehr zur Gemeinderatswahl angetreten.

Die Gemeinderatswahl am 7. Juni 2009 ergab die folgenden Stimmenanteile und Sitze:

FWV 55,0 % +1,7 12 Sitze +- 0
CDU/FW 45,0 % -1,7 10 Sitze +- 0

Die Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 ergab die folgenden Stimmenanteile und Sitze:

FWV 56,2 % +1,2 13 Sitze + 1
CDU/FW 43,8 % -1,2 10 Sitze +- 0

Die CDU/FW hat ein Ausgleichsmandat errungen. Hierdurch steigt die Zahl der Gemeinderäte auf 23.

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

In jeder der fünf Ortschaften gibt es einen bei der Kommunalwahl von den Wahlberechtigten zu wählenden Ortschaftsrat. Auf ihren Vorschlag hin wählt der Gemeinderat für jede Ortschaft einen ehrenamtlichen Ortsvorsteher. Die Ortschaftsräte sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Der Ortsvorsteher kann beratend an den Gemeinderatssitzungen teilnehmen.

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Pfedelbacher Wappens lautet: In Silber ein gebogenes rotes Steinbockshorn. Die Flagge der Gemeinde ist Rot-Weiß.

Das Pfedelbacher Wappen ist das Wappen der Herren von Pfedelbach, des ehemaligen Ortsadels, das die Gemeinde nach einem Vorschlag der württembergischen Archivdirektion vom 29. März 1927 annahm und spätestens seit 1930 in ihren Dienstsiegeln führte. Die vom Wappen abgeleitete Flagge wurde der Gemeinde am 28. Januar 1980 vom Landratsamt des Hohenlohekreises verliehen.[13][14]

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tabelle II: Arbeitsmarktdaten[15]
Sozialversicherungspflichtige
nach Wohnort 3223
nach Arbeitsort 1830
Einpendler 1245
Auspendler 2638
Geringfügig Beschäftigte (400-€-Basis)
nach Wohnort 922
nur GeB (Wohnort) 595
GeB als Nebenjob (Wohnort) 327
nach Arbeitsort 563
nur GeB (Arbeitsort) 358
GeB als Nebenjob (Arbeitsort) 205
Arbeitslose ca. 4,03 %
Gesamt 178
davon ALG I 103
davon HARTZ 4 (ALG II) 75
Frauenquote 46,63 %
Männerquote 53,37 %
Ausländerquote 6,18 %

Pfedelbach, an der Württemberger Weinstraße gelegen, ist ein Weinbauort, dessen Lagen zur Großlage Lindelberg im Bereich Württembergisch Unterland gehören. In Pfedelbach wohnen 3223 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. In Pfedelbach selbst gibt es jedoch nur 1830 Arbeitsplätze. Im produzierenden Gewerbe sind hier 1021 Personen und im Dienstleistungsbereich 790 Personen beschäftigt (stand 2009). Es gibt noch 145 landwirtschaftliche Betriebe, von denen nur 63 im Haupterwerb betrieben werden (Stand 2007). Die Arbeitslosigkeit lag Ende 2011 bei 4,03 %.[16]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfedelbach, Heuberg und Gleichen verbindet die Landesstraße 1050, die von Öhringen nach Mainhardt führt. Die Ortschaften Oberohrn, Harsberg und Untersteinbach liegen an der L 1049, die vom Öhringer Teilort Cappel bis nach Mainhardt-Neuwirtshaus verläuft. Windischenbach durchzieht die L 1035, die Öhringen mit Adolzfurt verbindet. Das Gewerbegebiet hat über die Öhringer Westumgehung Anschluss an die Bundesautobahn 6. Busse des Nahverkehrs Hohenlohekreis (NVH) verkehren zwischen Pfedelbach sowie seinen Teilorten und dem Bahnhof in Öhringen, an dem die Stadtbahn hält. Durch die Gemeinde führt der Deutsche Limes-Radweg. Er folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Scheuerle Fahrzeugfabrik GmbH (Schwerlasttransporter)
  • Elbe Willi Gelenkwellen GmbH & Co. KG
  • Hosti International GmbH, Hohenloher Papptellerfabrik
  • Wöhwa Waagenbau GmbH
  • Druckerei Bauer GmbH
  • Die Weingärtnergenossenschaft Heuholz e. G. fusionierte 2016 mit der Weinkellerei Hohenlohe eG
  • Parfümerie Akzente GmbH, Parfümeriekette mit 26 Filialgeschäften

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über das Geschehen in Pfedelbach berichten die Tageszeitung Hohenloher Zeitung und das Amtsblatt Pfedelbacher Gemeindeblatt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfedelbach verfügt über ein Notariat. Die Freiwillige Feuerwehr Pfedelbach ist für Brandschutz und technische Hilfe bei Unfällen im Gemeindegebiet zuständig. Außerdem befindet sich ein Ortsverband des Technischen Hilfswerkes in Pfedelbach.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Creutzfelder-Schule in Pfedelbach, Grund- und Hauptschule

Kindergärten und Kindertageseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Kindergärten ist Pfedelbach gut versorgt: In Pfedelbach selbst sind 2 gemeindeeigene Kindergärten sowie ein katholischer Kindergarten. Im Kindernest Nord-West wird seit 2011 neben der Ganztagesbetreuung auch Kleinkinderbetreuung angeboten. In Heuberg, Untersteinbach und Windischenbach befindet sich jeweils ein Kindergarten.

Pestalozzi-Schule Pfedelbach, Grund- Werkreal und Realschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. September 2000 nahm die Realschule in Pfedelbach den Schulbetrieb auf. Zum Schuljahr 2015/2016 wurden die Creutzfelder-Schule und die Realschule Pfedelbach zu einer Verbundschule zusammengelegt. 676 Schüler, davon 285 in der Grundschule, 85 in der Werkrealschule und 306 in der Realschule sind in insgesamt 30 Klassen. Sie werden von 54 Lehrkräften unterrichtet. Zum Schuljahr 2007/2008 richtete die damalige Creutzfelder-Schule erstmals eine Montessoriklasse ein. (Stand: November 2016)

Grundschule Untersteinbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

71 Schüler besuchen die 4 Klassen der Grundschule und werden von 5 Lehrkräften unterrichtet. (Stand Dezember 2016)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heimatmuseum im Marstallgebäude
  • Weinbaumuseum im Herrenkeller mit dem 64.664 Liter fassenden Fürstenfass von 1752. Fürst Leopold zu Hohenlohe-Bartenstein ließ dieses Fass erbauen. Im großen Fass wurde der von den Weinbauern abzuliefernde Zehntwein zusammengeschüttet und als Besoldungswein an die Bediensteten des Landesherren ausgegeben. Das Fürstenfass wurde 1986 aufwendig restauriert. Das Museum zeigt in der einmaligen Kelleratmosphäre im ehemaligen Lagerkeller der Weinkellerei Hohenlohe Geschichte und Handwerk des Weinbaus.
  • Heimatmuseum in Untersteinbach im ehemaligen Rathaus.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Schloss Pfedelbach, Peter- und Paulskirche, Sankt Petrus und Paulus, Fürstenfass

  • Sockel des sechseckigen Limeswachturms (ORL-Nummer Wp 9/51) in Gleichen, ca. 155 n. Chr.
  • Schloss Pfedelbach, ehemaliges Wasserschloss, 1568 bis 1572 erbaut, 1962 von der Gemeinde Pfedelbach erworben und renoviert
  • Im Jahre 1604 entstand der Kellerbau, ein langgestrecktes Fachwerkgebäude an der Baierbacher Straße. Der Herrenkeller unter dem Bau ist 70 m lang, 12 m breit und groß genug, um darin mehrere hunderttausend Liter Wein zu lagern. Heute beheimatet der Lange Bau, wie das Gebäude im Volksmund heißt, das Weinbaumuseum. Die Attraktion des Museums ist das viertgrößte Weinfass in Süddeutschland, genannt Fürstenfass, es fasste 64.664 l. Es wurde von Fürst Joseph von Hohenlohe Bartenstein im Jahre 1752 in Auftrag gegeben. Das Fürstenfass wurde letztmals 1828 mit dem Zehntwein gefüllt, den die Untertanen ihrem Fürsten abzuliefern hatten. Im historischen Fürstenfass-Keller wurde 1950 die Weinkellerei Hohenlohe, von damals 14 Winzern, gegründet.[17] Das Gebäude selbst wurde in den Jahren 2007/2008 umfangreich saniert.
  • Gasthaus Sonne, früherer fürstlicher Witwensitz. Jahreszahl 1662 am Kellereingang. 1746 von Fürstin Anna Felicitas erworben, der Witwe des Fürsten Ferdinand von Hohenlohe-Bartenstein. Sie ließ das Haus umbauen und wohnte darin bis zu ihrem Tod 1751. 1769 verkauft an Oberjäger Carl von Tettenborn, anschließend mehrere Besitzerwechsel bis 1990. 1990 von der Gemeinde Pfedelbach erworben. 1992 bis 1995 renoviert.
  • Evangelische Peter- und Paulskirche, 1588 bis 1589 an Stelle einer alten gotischen Kapelle durch Gräfin Agathe von Hohenlohe-Pfedelbach erbaut. Die Apostel- und Prophetenbilder an der Empore sind wahrscheinlich Werke des Malers Creutzfelder. 1730 musste man den Kirchturm mit Eisenklammern stabilisieren. 1749 wurde die Kirche renoviert; die Fundamente hatten sich verlagert. 1890 stand die Kirche vor dem Einsturz und wurde auf Anordnung der Baupolizei geschlossen. Man riss die Kirche bis auf den Turm und den Chor ab. Für 105 000 Mark sollte der vom Architekten Frey aus Stuttgart entworfene Neubau entstehen. Zur Finanzierung wurden zwei Lotterien aufgelegt. In Öhringen entstand dazu ein Hilfskomitee, das u. a. einen Hilferuf für Pfedelbach veröffentlichte. Im Jahre 1963 baute man einen neuen Glockenstuhl ein und ersetzte die schweren Stahlglocken durch leichtere Bronzeglocken. 1992 war Einweihung der neuen Orgel. Die Gruft der Gräfin Christina Juliana, deren Epitaph sich an der Nordseite des Chores befindet, wurde im Jahre 1999 bei der Renovierung der Heizungsanlage hinter dem Altar wieder aufgefunden.
  • Auf dem evangelischen Friedhof begann man 1679 mit dem Bau einer Kapelle, zur Grundsteinlegung erhielt sie den Namen Zum heiligen Grab, mit Bezug zur Grabeskirche in Jerusalem. Der Bau war 1681 vollendet und wurde unter Anteilnahme Einheimischer und Fremder feierlich eingeweiht. Auf der Kapelle saß ein Türmchen mit einer zentnerschweren Glocke, finanziert vornehmlich aus Kollekten. Der Bau wurde aber offensichtlich sehr liederlich ausgeführt. Schon 1751 war er so baufällig, dass ein Einsturz zu befürchten war, weshalb man die Kapelle abbrach. Kollektanten gingen auf die Reise, um Zuschüsse und Spenden für den Neubau einzuwerben. Doch erst 1759 konnte der Grundstein für die Nachfolgekapelle gelegt werden.
  • Katholische Kirche Sankt Petrus und Paulus, von 1888 an nach Plänen des Architekten Pohlhammer in der Windischenbacher Straße erbaut. Der verbaute weiße Kalksandstein stammt vom Strohberg bei Untersteinbach, das Steinmaterial der Nordseite aus den Buchhorner Steinbrüchen. Das Geläute gossen Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher, es kostete 4000 Mark. Die Gesamtkosten des neogotischen Gebäudes beliefen sich auf 90 000 Mark. Am 30. August 1888 konsekrierte Weihbischof Dr. Wilhelm von Reiser bei regem Andrang die Kirche. Im Zweiten Weltkrieg wurden die drei Chorfenster bei Artilleriebeschuss zerstört. An der Nordseite sind heute noch Beschädigungen durch den Beschuss sichtbar.

Ehemaliges Wasserschloss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Schloss Pfedelbach

Weil das Klima dort milder war als oben in seinem Schloss in Waldenburg, erbaute von 1568 bis 1572 Graf Eberhard von Waldenburg als seinen Wintersitz das einstige Wasserschloss in Pfedelbach, auf den Mauern einer vorhergehenden Ministerialenburg, ebenfalls einer Wasserburg. Die charakteristischen Ecktürme weisen die Anlage erkennbar als einen Bau aus der Mitte des 16. Jahrhunderts aus.

Wie viele andere Hohenloher Residenzschlösser wurde das Gebäude um einen Viereckhof errichtet, im Stil der Renaissance. Im Innenhof des Schlosses erkennt man Anklänge an toskanische Schlossbauten mit Arkaden. Am östlichen Flügel liegen im Innenhof zwei Umgänge übereinander. Aufwändige Ranken- und Blütenmalereien zieren die Gefache des Schlosses. Während des Hohenloher Kultursommers finden Veranstaltungen im Schlosshof statt.

Die prächtige Schlosskapelle, die gelegentlich für Hochzeiten und Konzertveranstaltungen genutzt wird, richtete 1732 Graf Ferdinand von Hohenlohe-Bartenstein an der Stelle der alten Backküche ein. Von 1811 bis 1888 diente die Schlosskapelle als katholische Pfarrkirche.

Über dem Wappenportal an der Eingangsseite des Schlosses hängt ein Allianzwappen Hohenlohe-Tübingen. Es geht zurück auf den Erbauer des Schlosses, vermählt mit Agathe, Gräfin von Tübingen. Die Grabtafel des Paares ist in der Stiftskirche Öhringen.

Das Schloss Pfedelbach war lange Zeit Amtsort und Witwensitz des Hauses Hohenlohe. Die Gemeinde Pfedelbach erwarb das Schloss 1962 und renovierte es; in den Jahren 2005 und 2006 wurde es grundlegend saniert. Den Bürgersaal nutzt man heute als Sitzungssaal und Veranstaltungsraum. Im Bürgersaal befindet sich neben anderen Gemälden ein Deckengemälde von Joachim Georg Creutzfelder sowie eine Kopie des Öhringer Stiftungsbriefes von 1037. Im Schloss sind auch zahlreiche Privatwohnungen eingerichtet. Dem alle drei Jahre wiederkehrenden Pfedelbacher Schlossfest gibt das Schloss sein passendes Ambiente.

Weltkulturerbe Limes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Limesverlauf in Pfedelbach

Pfedelbach wird vom ab 50 n. Chr. von den Römern errichteten Obergermanisch-Raetischen Limes durchzogen, der das neu eroberte Gebiet zwischen Rhein und Donau durch eine von Truppen bewachte und befestigte Grenze sichern sollte. Auf Pfedelbacher Markung lagen insgesamt 20 Wachposten (WP 9/37 bis 9/56) dieser Grenzlinie, von denen Nr. 9/51[18] der bekannteste ist, der Sechseckturm bei Gleichen am Rande der Beckemer Ebene (420 m ü. NN). Die sechseckige Form des Turmes war ungewöhnlich, seine Mauerdicke betrug einen vollen Meter, und er dürfte auch höher als die gewöhnlichen Türme gewesen sein. Er diente vermutlich als vorab errichteter Markpunkt beim Limesbau. Der Turm wurde im Jahre 1893 ausgegraben. Es handelt sich um den einzigen derartigen Turm an diesem Limesabschnitt. Bei klarer Sicht reichte der Blick nach Norden weit über die Hohenloher Ebene hinaus bis zum etwa 45 km entfernten Kastell Hönehaus. Auch nach Süden ließ sich ein Großteil der Hochfläche Richtung Mainhardt überblicken. Man erreicht seinen Standort auf einem Wanderweg von ungefähr 1 km vom Wanderparkplatz in Untergleichen. Von ihm aus zog sich der Limes einst in gerader Linie Richtung Nordnordwesten, vorüber an Oberhöfen, durch Baierbach, über die Hofäcker, Wacholder, über den Cappelrain nach Öhringen, während er hier in der Gegenrichtung, eine Ausnahme im gesamten Verlauf bis Welzheim, durch einen Bogen eine steile Schlucht umgeht. Um den einstigen Turm herum, von dem der Sockel sichtbar ist, zeichnen sich Graben und Wall noch gut im Gelände des Gleichener Waldes ab. Digitale Geländemodelle, die auf Basis von im Jahr 2009 bei Lidar-Messflügen erhobenen Daten erzeugt wurden, zeigen im Bodenrelief in der Nähe des Gleichener Sees zwei Bauwerke, es könnten dem Grundriss nach römische Kleinkastelle sein.[19] Der Obergermanisch-Raetische Limes ist ein Bodendenkmal und seit 2005 Weltkulturerbe der UNESCO. Betreut wird er von den Limes-Cicerones. In Pfedelbach verläuft längs seiner Trasse der Limes-Lehrpfad Mainhardter Wald.[20] Das Limes Diorama kann während der üblichen Öffnungszeiten im Rathaus besichtigt werden.

Lehrpfade[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Limes-Lehrpfad Mainhardter Wald beginnt in Gleichen
  • Der Weinbaulehrpfad in Harsberg
  • Der Philosophenweg in Harsberg
  • Die Destillatswege in Windischenbach, Pfedelbach Baierbach und Oberohrn [21]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der TSV Pfedelbach 1911 e. V. ist mit 1650 Mitgliedern der größte Verein in Pfedelbach. Der TSV Pfedelbach gliedert sich in die Abteilungen Fußball, Handball/Badminton, Tennis, Kegeln, Turnen/Leichtathletik und Tischtennis. Seit dem Jahre 2008 steht dem TSV Pfedelbach mit dem neuen Sportplatz unterhalb der Sporthalle An der Schanz ein Kunstrasenspielfeld zur Verfügung.[22] Dem Verein gehört Wolfgang Walz, DFB-Schiedsrichter seit 1998, an. Der TSV Untersteinbach 1946 e. V. hat ca. 730 Mitglieder. Neben Fußball, Tennis und Turnen besteht eine Volleyballabteilung. Dem TSV Untersteinbach stehen Sportanlagen in Untersteinbach zur Verfügung. Die Sporthalle Steinbacher Tal wurde 2010 eingeweiht.[23] Der Schützenverein Pfedelbach 1960 e. V. betreibt zusammen mit der Schützengilde Öhringen von 1520 ein Schützenhaus mit Schießanlagen in Öhringen.[24]

  • Hallenbad
  • Sportanlagen mit Sportplatz, Laufbahn und Kleinspielfeld
  • Tennisplätze
  • Freibäder in Oberohrn und Untersteinbach

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1977 wurde der Musikverein Pfedelbach gegründet. Der Musikverein ging aus einer Abteilung des TSV Pfedelbach hervor. Der Übungsraum befindet sich im Marstallgebäude.[25] Bereits seit 1926 besteht die Blaskapelle Untersteinbach die im Bürgerhaus Untersteinbach untergebracht ist.[26] Der Gesangverein Concordia Pfedelbach wurde 1862 als Männerchor gegründet. 1962 wurde daraus ein gemischter Chor. Der gemischte Chor Oberohrn findet im ehemaligen Rathaus übungsmöglichkeiten. Der Liederkranz Windischenbach 1854 e.V findet in der ehemaligen Kelter Unterkunft. Der Sing- und Liederkranz Untersteinbach wurde im Jahre 1857 gegründet. Den diversen Kirchengemeinden sind verschiedene Chöre und angegliedert.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schlossfest. Kunst, Kultur und kulinarisches Rund ums Pfedelbacher Schloss. Alle 3 Jahre findet dieses größte Pfedelbacher Fest statt.[27]
  • Am Wochenende vor Himmelfahrt und an Himmelfahrt selbst feiert Heuholz jährlich sein Weinfest.
  • Wandertage in Heuholz am ersten Augustwochenende.
  • Weihnachtsmarkt. Jährlich am Wochenende des zweiten Advents veranstaltet der Handels- und Gewerbeverein Pfedelbach zusammen mit der Gemeindeverwaltung den Weihnachtsmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag.
  • Waldweihnacht in Gleichen. Jeden dritten Advent lädt der Allgemeine Bürgerverein Gleichen e. V. zur Waldweihnacht ein. Die Kinder aus Gleichen führen auf der Naturbühne ein Krippenspiel auf.
  • Kinderfest mit Festumzug in Untersteinbach. In jedem ungeraden Jahr.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Claudia Wieland mit einer ihr zu Ehren geschaffenen Skulptur

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leonhard Klenk, Metzgermeister (1857–1933)
  • Willy Scheuerle, Fabrikant (1912–1985)
  • Erich Fritz, Bürgermeister (1919–1993)

Träger der Bürgermedaille[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1987 können Verdienste um das Wohl und Ansehen der Gemeinde durch die Verleihung einer Bürgermedaille gewürdigt werden. Sie wird durch Zwei-Drittel-Mehrheit des Gemeinderats verliehen, in Gold oder in Silber. Der Gemeinderat der Gemeinde Pfedelbach hat in seiner Sitzung am 6. Mai 2014 die Änderung der Richtlinien beschlossen. Demnach gibt es nur noch eine einheitliche Bürgermedaille.

Bisher sind Inhaber der Bürgermedaille:

  • 20. November 2014 Wielfried Uhlmann, Ortschaftsrat, Ortsvorsteher der Ortschaft Oberohrn und Fremdenführer
  • 20. November 2014 Achim Mischke, Gemeinderat, 1. bzw. 2. stellv. des Bürgermeisters, Fraktionsvorsitzender
  • 20. November 2014 Herbert Martin, Gemeinderat, 3. bzw. 1. stellv. des Bürgermeisters, TSV Pfedelbach

in Gold

  • 19. Juni 1987 Heinz Bemmann (†), Lehrer, Chorleiter, Laienspielgruppe
  • 2. März 1996 Friedrich Schmierer (†), Gemeinderat und Ortsvorsteher Harsberg
  • 24. November 2007 Karlheinz Fiedler, Feuerwehrkommandant und Gemeinderat
  • 31. Januar 2013 Senator h.c. Otto Rettenmaier Inhaber der Scheuerle Fahrzeugfabrik und Mäzen
  • 20. August 2013 Josef Kruck, Bildersammler, Heimatforscher, Kurator des Heimatmuseums und Herausgeber der „Heimatgeschichtlichen Blätter“

in Silber

  • 23. Januar 1988 Louise Maurer (†), Singkranz und Laienspielgruppe Untersteinbach
  • 24. Juni 1988 Otto Sanwald (†), langjähriger Dirigent des gemischten Chor Oberohrn
  • 14. Juni 1988 Elisabeth Müller (†), privates soziales Engagement in der Gemeinde
  • 13. September 1988 Emil Stickel (†), Unternehmer
  • 20. Januar 1990 Hermann Kircher (†), MGV Oberhöfen und Wanderverein Heuholz
  • 30. Januar 1990 José Carlos Beltran y Bachero (†), katholischer Pfarrer
  • 7. Juli 1990 Reinhold Gräter, Ortsvorsteher Windischenbach
  • 4. Juni 1991 Karl Götz, Gemeindemitarbeiter, Gemischter Chor Oberohrn
  • 1. September 1991 Hilde und Sven Jacobsen, evangelisches Pfarrersehepaar
  • 9. November 1991 Luise Wycisk (†), Helferin beim Deutschen Roten Kreuz
  • 27. August 1994 Wilhelm Kaiser (†), Gemeinderat
  • 29. März 1996 Wilhelm Meißner (†), Ortsvorsteher Oberohrn
  • 28. Mai 1996 Wolfgang Thiel (†), Gemeindekämmerer und Schöpfer des Pfedelbacher Liedes
  • 14. Dezember 2002 Josef Bendeich, Dirigent Musikverein Pfedelbach
  • 24. Juli 2004 Rudolf Heusler, Vorsitzender Schützenverein Pfedelbach
  • 28. Juli 2009 Manfred Lieb, Gemeinderat, 3. stellv. Bürgermeister, Gründer DLRG in Pfedelbach
  • 28. Juli 2009 Reinhold Böhringer, Ortschaftsrat, Gemeinderat und Ortsvorsteher der Ortschaft Harsberg

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gottlieb Frank (1904–1998), Landwirt und Weinbauer sowie Politiker (CDU, MdL) aus Unterhöfen
  • Hans Hirzel (1924–2006) und Susanne Hirzel (1921–2012), Mitglieder der Widerstandsgruppe Weiße Rose[28]
  • Claudia Wieland (* 1984), zweifache Weltmeisterin im Kunstradfahren 2004 und 2005.
  • Jens Weinmann (* 1985), zweifacher Weltmeister im Mannschaftskegeln 2006 und 2008, dreifacher Vizeweltmeister im Kegeln, Paar männlich, Männer U23 einzeln und Kombination 2008[29]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walther-Gerd Fleck: Das Schloss Pfedelbach 1572–1988. In: Württembergisch Franken. Band 77, 1993, ISSN 0084-3067, S. 7–122 (Auch Sonderdruck).
  • Landesarchiv Baden-Württemberg (Hrsg.): Der Hohenlohekreis. (= Baden-Württemberg – Das Land in seinen Kreisen). 2 Bände. Thorbecke, Ostfildern 2006, ISBN 3-7995-1367-1.
  • Gerhard Taddey (Red.): Pfedelbach 1037–1987. Aus Geschichte und Gegenwart (= Forschungen aus Württembergisch-Franken. Band 30). Herausgegeben von der Gemeinde Pfedelbach. Thorbecke u. a., Sigmaringen u. a. 1987, ISBN 3-921429-30-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Nach eigenen Angaben vom 20. Mai 2014 ist Torsten Kunkel der CDU beigetreten und kandidiert als Parteimitglied für den Kreistag
  3. Naturräume Baden-Württembergs. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Stuttgart 2009.
  4. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Pfedelbach.
  5. Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band 4: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 237–241.
  6. [1] Jahresbericht 2016 der Gemeinde Pfedelbach, abgerufen am 1. Mai 2017.
  7. Hohenlohekreis: Pfedelbach: Geschichte. Online auf www.hohenlohekreis.de, abgerufen am 26. Oktober 2014.
  8. Mainhardt im Mittelalter abgerufen am 23. Januar 2010.
  9. Burgstall Gleichen (PDF; 311 kB) bei burgen-web.de (abgerufen am 6. April 2010)
  10. Bernhard Peter: Galerie: Photos schöner alter Wappen. Nr. 1297. Pfedelbach (Hohenlohekreis). (abgerufen am 7. Oktober 2012)
  11. Jenisch, die Sprache der Gaukler. Interview und Lieder auf Jenisch
  12. Name für die neue Gemeindehalle bekanntgegeben – STIMME.de. In: www.stimme.de. Abgerufen am 14. April 2016.
  13. Heinz Bardua: Die Kreis- und Gemeindewappen im Regierungsbezirk Stuttgart (= Kreis- und Gemeindewappen in Baden-Württemberg. Band 1). Theiss, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0801-8, S. 114.
  14. Hartmut Müller: Bockshorn mal so und mal so. In: Hohenloher Zeitung. 21. Juni 2011 (bei stimme.de [abgerufen am 21. Juni 2011]).
  15. Pfedelbach Burghof
  16. http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  17. Website der Weinkellerei Hohenlohe (abgerufen am 17. Oktober 2009)
  18. Zum Gleichener Limesturm
  19. Stephan Bender: Spuren von Kleinkastellen beim Gleichener See? (PDF; 3,3 MB) In: Der Limes. 3. Jg., Heft 2, 2009, ISSN 1864-9246, S. 10–11, abgerufen am 23. Januar 2010.
  20. Limes-Lehrpfad Mainhardter Wald
  21. [2] (abgerufen am 4. Juli 2017)
  22. Website des TSV Pfedelbach (abgerufen am 16. Oktober 2009)
  23. Website des TSV Untersteinbach (abgerufen am 16. Oktober 2009)
  24. Website des SV Pfedelbach (abgerufen am 16. Oktober 2009)
  25. mv-pfedelbach.de
  26. blaskapelle-untersteinbach.de
  27. Schlossfest Pfedelbach
  28. Urteil des Volksgerichtshof, 1. Senat, auf Grund der Hauptverhandlung vom 19. April 1943.
  29. Ergebnisse der WM in Zadar

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pfedelbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien