Pfeifregister

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Das Pfeifregister (auch Flageolettregister genannt) ist das höchste Register der menschlichen Stimme. Es wird normalerweise benutzt, um Töne ab etwa c’’’ (c3 oder hohes C mit Tonfrequenz 1046,50 Hz[1]) zu produzieren. Diese Töne erlauben abgesehen von Vibrato keine Artikulation und Vokaldifferenzierung mehr, da das menschliche Gehör anhand der wenigen noch hörbaren Formanten zu keiner spektralen Differenzierung mehr fähig ist. Nur sehr wenige Menschen können in diesem Register singen.

Physiologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Pfeifregister ist bezüglich der Physiologie das am wenigsten verstandene und erforschte Register der Stimme. Man nimmt an, dass diese Töne entstehen, wenn die Stimmlippen maximal angespannt und bis auf eine kleine Restöffnung geschlossen sind. Die Stimmbänder schwingen nicht oder kaum, der Ton wird ähnlich wie beim Pfeifen mit dem Mund durch die Luftverwirbelung hinter der Restöffnung hervorgerufen.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der europäischen klassischen Musik wird das Pfeifregister in vielen Koloraturarien für Sopran in der musikalischen Literatur angewendet. Es wird gesungen, um Töne ab etwa dem dreigestrichenen d (d3) zu erzeugen. Das bekannteste Beispiel ist die zweite Arie der Königin der Nacht in der Mozart-Oper Die Zauberflöte, „Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen“. Diese verlangt nach einigen Tönen über c’’’ (c3), der höchste ist f’’’ (f3), aber auch die Arien der Konstanze und der Blonde aus Die Entführung aus dem Serail nutzen das Pfeifregister. Ebenso gebrauchen die Arie der Zerbinetta aus Ariadne auf Naxos, die Glöckchenarie der Lakmé, der Chef der Gepopo aus György Ligetis Le Grand Macabre und andere Rollen die höchsten Spitzentöne der weiblichen Stimme. Im Konzertbereich hat Mozart zahlreiche seiner Konzertarien unter Verwendung der weiblichen Pfeifstimme komponiert, von denen Popoli di Tessaglia als eine der schwierigsten gilt.

Das Pfeifregister für mehrere Minuten zu verwenden wirkt sich ungünstig auf die Stimme aus und ist meist nicht möglich. Das Pfeifregister sollte daher nicht länger als 15 Minuten pro Tag trainiert werden.

Weibliche Beispiele für das Pfeifregister im Populargesang sind

Es gibt auch einige männliche Sänger, die dieses Register einsetzen, z. B.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Noten-Eingabe und Akkord-Benennung. In: Klaviatur und Frequenzen. SengpielAudio. Abgerufen am 6. Januar 2019.
  2. Димаш Құдайбергенов – Ұмытылмас күн (Gakku Дауысы 2017). YouTube. Abgerufen am 6. Januar 2019.
  3. Adam Lopez – Highest Vocal Note – Guinness World Record. YouTube. Abgerufen am 6. Januar 2019.
  4. Highest vocal note – male – Guinness World Records. YouTube. Abgerufen am 6. Januar 2019.